Opel Marketing: „Eine Begegnung auf Augenhöhe“

Albrecht Schäfer, Direktor Marketing bei Opel: "Der Green Deal ist auch für unsere Kunden ein guter Deal."

© Foto: Opel

In Zeiten des Wandels eine stimmige Botschaft zu platzieren und gleichzeitig die eigene Marke modern zu interpretieren, ist keine triviale Aufgabe. Ein Gespräch mit Opel Marketingchef Albrecht Schäfer.

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Datum:
22.03.2021
Lesezeit: 
4 min



Die Einführungskampagnen des neuen Opel Crossland und Opel Mokka dominieren aktuell den Markenauftritt in allen Medien. Das Versprechen „Opel wird elektrisch“ manifestiert sich 2021 in einer BEV-Modellpalette, die in kaum noch einer Fahrzeugkategorie Lücken lässt. Die Rüsselsheimer setzten damit aber nicht nur konsequent die politischen Forderungen aus Brüssel um, sondern betrachten dies unabhängig von gesetzlichen Vorgaben auch als ihre moralische Verpflichtung. Albrecht Schäfer, Direktor Marketing bei Opel Deutschland, erläutert im Gespräch die Strategien des Herstellers.

Herr Schäfer, wie münzt man für die Marke Opel den „Green Deal“ der EU-Kommission in Verkaufserfolge um?
Schäfer: Wir haben den Green Deal der EU-Kommission zum „Opel Green Deal“ weiterentwickelt, um zu signalisieren: Wir bekennen uns zu den Vorgaben aus Brüssel, sehen es aber auch als unsere ethische Aufgabe, die CO2-Ziele zu erreichen. Dies kommunizieren wir gegenüber den Kunden. Unsere Botschaft lautet: Beim Green Deal handelt es sich – dank Opel – auch um einen guten Deal für die Kunden. Jürgen Klopp unterstützt die Kampagne als Markenbotschafter.

Wie definieren Sie im Jahr 2021 die Markenwerte von Opel?
Schäfer: Nicht anders als vorher. Unsere Markenwerte bleiben: deutsch, nahbar, begeisternd. Das wirkt sich auf das Verhältnis zu den Händlern und den Kunden aus, wir schätzen den Dialog und die Begegnung auf Augenhöhe. Wir stellen konsequent den Kundennutzen in den Vordergrund. Begeistert hat Opel schon immer, indem die Marke Innovationen aus der Oberklasse im Volumenmarkt einem breiten Publikum zugänglich macht.


   

Opel Marketingpartner und Markenbotschafter

Wie gelingt es Opel, sich im Konzernverbund an der Kundenfront als Marke zu behaupten?
Schäfer: Ich habe den Eindruck, dass der konzern­interne Wettbewerb die Entwickler und die Designer zu noch besseren Leistungen anspornt. Ein Beispiel: Mit dem neuen Markengesicht, wie es der neue Opel Mokka bereits zeigt, haben wir es uns erstmals erlaubt, Anleihen am historischen Opel-Design zu nehmen, etwa am Kühlergrill eines Manta A. Mit diesem Design zielen wir sowohl auf die langjährigen Fans der Marke als auch auf junge Neukunden. Und Deutschlands meistverkaufter Kleinwagen, der Opel Corsa, behauptet sich dank seiner eigenständigen Gestaltung innen wie außen sehr gut gegenüber seinen Konzerngeschwistern.

Apropos Neukunden: Rechnen Sie dank der umfassenden E-Fahrzeug-Palette mit Wachstumschancen für die Marke Opel?
Schäfer: Absolut. Zum einen, weil wir im Laufe des Jahres in fast allen Modellreihen von Kleinwagen über SUV bis hin zu LCV eine elektrifizierte Variante als Alternative bieten – was aktuell nun mal ein Wachstumssegment ist. Unsere E-Modelle tragen die Elektromobilität dank günstiger Preise und dennoch gehobener Ausstattungslevel zu einer breiten Käuferschicht. Und zum anderen, weil unsere Marktforschung sagt, dass die Elektromodelle eine positive Abstrahlung auf die gesamte Modellrange haben, selbst dann, wenn sich die Kunden später doch für den konventionellen Antrieb entscheiden sollten. Daher kann ich auch sagen, dass es aus unserer Sicht erfolgreich funktioniert, Elektrofahrzeuge und Verbrenner im Showroom nebeneinander zu präsentieren und zu verkaufen.

Vielen Dank für das Gespräch!

„New Opel“ heißt das neue Erscheinungsbild der Marke. Ein feiner gezeichnetes Markenlogo gehört ebenso dazu wie eine neue Schrift namens „Opel Next“ sowie ein neuer Gelbton. „Das neue Erscheinungsbild steht für unser aufregendes und rundum erneuertes Produktprogramm“, sagt Marketingchef Albrecht Schäfer.
© Foto: Opel

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