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Kommentare (1) 07. May 2018

Auto-Stammtisch: Fokus auf den Kunden – ist der Händler schneller?

Patrick Neumann

Mittlerweile dürfte es jeder in der Automobilwirtschaft verstanden haben: Wer den Kunden künftig nicht radikal in den Fokus nimmt und ihm nicht analog und digital die Wünsche von den Lippen abliest, der wird auf der Strecke bleiben. So die Theorie, die aus dem Silicon Valley hinüber wehte und sich auch bei den heimischen Autoherstellern breitgemacht hat. Zum Beispiel bei VW. Siehe das aktuelle Automotive Trend Forum (ATF) am vergangenen Donnerstag in Wolfsburg. Dort sagte Jürgen Stackmann, Markenvorstand Vertrieb, Marketing und After Sales Volkswagen, auf der Bühne: "Retailing wird sich verändern, weil es der Kunde so will."

Doch aus Handelssicht muss es nicht unbedingt ein Nachteil sein, dass in Zukunft diese Ich-will-es-so-Kunden Mobilität nachfragen. Da bin ich mir ganz sicher. Wer ist denn heute schon näher am Kunden dran, der OEM oder das Autohaus? Und wer hat die persönliche Kundenbeziehung? Denken Sie mal darüber nach. Jetzt heißt es, ein noch besseres Gespür für die eigene Klientel zu entwickeln und gegebenenfalls in der richtigen Ansprache und in den passenden Angeboten nachzujustieren. Das können Sie auf jeden Fall schneller als ein Hersteller mit seiner deutlich trägeren Organisation – keine Frage!

Und ich habe Ihnen aus Wolfsburg noch einen weiteren Mutmacher mitgebracht: Vor zwei Wochen schrieb ich an dieser Stelle, dass vor allem Jüngere gerne ins Autohaus gehen würden. Laut einer aktuellen Befragung kommen sie 2,7 Mal ins Autohaus, bevor sie ihren Traumwagen auch dort erwerben. Ein Trend, den der eine oder andere Autohausunternehmer ebenfalls seit einigen Monaten spürt – wie er mir beim ATF bestätigte. So lässt es sich doch gut in die Woche starten!

Digitale Grüße

Patrick Neumann,
stellvertretender Chefredakteur AUTOHAUS

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1 Kommentar
1
Herbert
09.05.2018

Danke Patrick Neumann.Genau dies ist auch meine Meinung.Der Kunde ist König und der Händler wird sich nach dem Kunden richten.Zusätzlich werden sich aber auch andere Kundengruppen herausbilden:- Großkunden (z.B. Firmen für ihre Mitarbeiter) werden direkt Verträge mit den Autohäusern abschließen (oder verstärkt abschließen) => dies müssen die Händler auch mit akzeptieren- Viele Kunden werden sich direkt bei den Herstellern oder im Internet erkundigen und damit bereits informiert zu den Händlern kommen.Insgesammt heißt dies:- es wird der Händler überleben, der frexibel ist- der Händler, der sich auf das Aftersalesgeschäft konzentriert wird weiterhin Kunden gewinnen.

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