Nachrichten
Nachrichten
08.01.2019

Auto­tei­le­klau

90.000 Navis, Len­krä­der oder Air­bags aus Autos gestoh­len

Auto­tei­le­klau
90.000 Navis, Len­krä­der oder Air­bags aus Autos gestoh­len
Autoknacker richten immer teurere Schäden an.
© Foto: GDV/getty images, Tomasz Zajda/EyeEM

Autoteileklau wird seltener, aber immer teurer: Kriminelle haben 2017 rund 90.000 kaskoversicherte Autos aufgebrochen und Teile wie Bordcomputer, Lenkräder oder Airbags gestohlen.

Insgesamt leisteten die deutschen Versicherer im vergangenen Jahr rund 200 Millionen Euro für den Ersatz von gestohlenen Fahrzeugteilen. Das zeigt die Schaden-Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Damit ist die Zahl der Teile-Diebstähle um rund 15 Prozent im Vergleich zum Jahr davor gesunken (106.000 Diebstähle). Seit Jahren steigend sind jedoch die durchschnittlichen Schäden: Die Versicherer zahlten 2017 für einen Diebstahl im Schnitt 2.200 Euro, ein Drittel mehr als noch 2014 (ca. 1.700 Euro).

Fast 4.700 Euro Reparaturkosten pro Schaden

Besonders teuer ist der Diebstahl elektronischer Geräte: Mit knapp 4.700 Euro kostet die Reparatur so viel wie ein gebrauchter Kleinwagen. Der Grund: In der Regel zerstören die Diebe die Mittelkonsole oder gleich das ganze Cockpit. Seit 2014 sind diese Fälle um etwa 50 Prozent teurer geworden.

Diebstähle fest eingebauter oder fest mit dem Auto verbundener Teile sind durch eine Kaskoversicherung gedeckt. Knackt der Dieb ein Fahrzeug und klaut versicherte Teile, wie das Lenkrad, zahlt die Teilkaskoversicherung. Die Teilkasko ist in der Vollkaskoversicherung inbegriffen. Daher erhalten auch Vollkaskoversicherte eine Entschädigung. Auf den Schadenfreiheitsrabatt haben diese Fälle keinen Einfluss.   (wkp)