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Der Lotse ist von Bord: Rückzug von Tony Aquila jetzt offiziell bestätigt

Der Lotse ist von Bord
Rückzug von Tony Aquila jetzt offiziell bestätigt
Hat offiziell seinen Rückzug aus dem Unternehmen bestätigt: Solera-Gründer und CEO Tony Aquila.
© Foto: Business Wire

Tony Aquila, Gründer, Macher und Weltchef von Solera, hat das Unternehmen jetzt definitiv verlassen. Vor knapp zwei Wochen, exakt am 31. Mai 2019, war sein offiziell letzter Arbeitstag in der Zentrale von Westlake im amerikanischen Texas. Welchen Kurs die global agierende Mutter unter anderem von Audatex AUTOonline künftig einschlagen wird, ist aktuell aber noch völlig offen.

Kurz vor den Pfingstfeiertagen wurde jetzt in USA offiziell, was AUTOHAUS Schadenmanager bereits am 13. Mai als erstes Informationsportal weltweit vermeldete: Tony Aquila, Gründer und ehemaliger Vorstandsvorsitzender/CEO, hat alle Ämter bei der Audatex AUTOonline Muttergesellschaft Solera Holdings, Inc. mit Wirkung zum 31. Mai niedergelegt (vgl. https://www.autohaus.de/nachrichten/solera-holdings-tony-aquila-verlaesst-eigenes-unternehmen-2292248.html).

"Entscheidung nicht leicht gemacht"

Den für viele überraschenden Rückzug kommentierte der Self Made-Man über seine Sprecher Michael Nyman und Ross Johnson auf Brancheninformationsseiten wie Business Wire folgendermaßen: "Es ist immer eine schwere Entscheidung, einen so besonderen Ort wie Solera zu verlassen, doch ich bin bereit für das nächste Kapitel meiner Laufbahn. Ich werde immer stolz sein auf das, was wir geschafft haben. Ich wünsche dem tollen Team von Solera und der neuen Führung alles Gute bei ihrer Reise in eine strahlende Zukunft."

235.000 Kunden, über 7.000 Mitarbeiter, 93 Länder – in 14 Jahren

Seit 2005 hatte Aquila "eine digitale Evolution der Versicherungsbranche auf den Weg gebracht, an deren Anfang die Bearbeitung von Versicherungsansprüchen stand", heißt es in der Verlautbarung weiter. Unter seiner Führung wuchs Solera in nicht einmal eineinhalb Jahrzehnten weltweit zu einem Industrieriesen, der über 7.000 Mitarbeiter in 93 Ländern beschäftigt.

Zu den Produkten des Unternehmens gehören heute unter anderem Audatex AUTOonline, Autodata, AutoPoint, CAP / HPI, Colimbra, Digidentity, Enservio, Explore Data, Hollander, Identifix, Inpart, LYNX und TitleTec sowie die Flaggschiff-Anwendung des Unternehmens, Digital Garage. Heute werden die Angebote von Solera von Versicherern, Originalteileherstellern, Autohändlern und Teilnehmern in der Lieferkette genutzt. Daraus generiert sich ein digitaler Marktplatz, der den mehr als 235.000 Kunden und Partnern ermöglicht, beispielsweise den kompletten Lebenszyklus eines Fahrzeugs mit allen Details/Ereignissen auf einer einzigen Plattform zu verwalten.

Unternehmerisches Multi-Talent

Welche Aufgabe Tony Aquila künftig übernehmen wird, ist aktuell noch nicht bekannt. An Ideen und Angeboten dürfte es dem Italo-Amerikaner dabei aber nicht mangeln: In seiner bisherigen Laufbahn hat er mehr als 100 Patente entwickelt und über 70 Transaktionen im Gesamtwert von 15 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Vor der Gründung von Solera hatte Aquila Führungspositionen bei Mitchell International, Inc., Ensera, Inc. und MaxMeyer inne. Im Jahr 2013 erhielt Aquila den Preis Unternehmer des Jahres 2013 von Ernst & Young in der Kategorie Technologie.

Welche Auswirkungen die personellen Veränderungen an der Spitze von Solera auf die deutsche Tochtergesellschaft Audatex AUTOonline haben werden und wer die Nachfolge von Oliver Blüher als Deutschland-Geschäftsführer antritt, wird die SchadenBusiness-Redaktion in den kommenden Print- und Online-Ausgaben redaktionell begleiten. (kt)