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Beteiligungskonzept: Opel-Händler erneuern Angebot

Albert Still, stellvertretender Euroda-Vorsitzender: Der Verband wartet auf Feedback.
© Foto: Archiv/AHO-Montage

Angesichts des aktuell festgestellten zusätzlichen Finanzbedarfs hat sich der europäische Partnerverband Euroda wieder als Retter ins Spiel gebracht. Die Bundesregierung müsse die Offerte "ernst nehmen".


Datum:
28.05.2009
1 Kommentare

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Nach der jüngsten Finanzforderung der Opel-Mutter General Motors (GM) hat der europäische Opel-Händlerverband Euroda sein Angebot einer Händlerbeteiligung an dem Rüsselsheimer Autobauer erneuert. "Wir appellieren noch einmal an die Bundesregierung, unser Angebot über 500 Millionen Euro ernst zu nehmen", erklärte Euroda-Präsident Jaap Timmer. Es sei eine "historische Chance für die Automobilindustrie, dass Händler und Hersteller gemeinsam in unternehmerischer Verantwortung die Zukunft von Opel gestalten". GM hatte bei einem Spitzentreffen in Berlin in der Nacht zum Donnerstag einen zusätzlichen Liquiditätsbedarf für Opel von 300 Millionen Euro angemeldet. Euroda-Vize Albert Still sagte am Donnerstag gegenüber AUTOHAUS Online, das Beteiligungskonzept sei bereits an die Bundesregierung, GM und die wichtigsten potenziellen Investoren versandt worden. Feedback gebe es bisher noch keines. Aus Investorenkreisen habe man mitgeteilt bekommen, für weitere Schritte sei es noch zu früh. Still erwartet konkrete Antworten auf das Angebot der Händler frühestens in einer Woche. Generell werde das Engagement der Händler jedoch von allen Beteiligten positiv aufgenommen. Mit Blick auf die bislang erfolglosen Verhandlungen zur Opel-Rettung sagte Still dem "Tagesspiegel" (Freitag), die Möglichkeit, dass der Hersteller in den Strudel einer Insolvenz des Mutterkonzerns GM geraten könnte, sorge für große Verunsicherung in den Autohäusern. "Unsere Mitglieder fragen sich, ob zugesagte Investitionen noch gezahlt werden, zum Beispiel für die Modernisierung der Läden." Eine Opel-Pleite wäre aus seiner Sicht ein "Gau". Derzeit laufe das Geschäft auch wegen der Abwrackprämie und des neuen Opel-Modells Insignia noch sehr gut, so Still. Europas Opel-Händler hatten auf ihrer Frühjahrskonferenz in Wien Mitte Mai dem Verband das Mandat erteilt, der deutschen Regierung und GM ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten (wir berichteten). Das Konzept sieht vor, dass die 4.000 Verbandsmitglieder aus 25 europäischen Staaten über einen Zeitraum von drei Jahren einen Betrag von 150 Euro pro verkauftem Neufahrzeug in einen Beteiligungsfonds für ein neues Opel-/Vauxhall-Unternehmen einzahlen. Der Verband geht davon aus, dass sich die Investition auf bis zu 500 Millionen Euro belaufen wird. Im Gegenzug wollen die Händler einen Anteil von zehn bis 15 Prozent an dem neuen Autobauer halten. (se/dpa)

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KOMMENTARE


Heinz Kretschmer

28.05.2009 - 16:49 Uhr

...dieser Händlerverband sorgt wieder einmal für Heiterkeit,wie weit weg ist man von der Realität und jedermann zugänglichen Informat- ionen! Heinz Kretschmer


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