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Burkhard Weller: "Das Autohaus lebt"

Burkhard Weller: Interaktive Angebote im Autohandel kommen "mit Macht".
© Foto: Wellergruppe

Burkhard Weller hält den klassischen Autoverkauf im Showroom für unverzichtbar. Gleichwohl müsse sich die Branche auf die veränderten Kundenerwartungen einstellen.

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Für Burkhard Weller bleibt der Point of Sale (POS) für den deutschen Automobilhandel die zentrale Vertriebsplattform – allem Internethype und rückläufigen Besuchsfrequenzen zum Trotz. Bei aller Begeisterung für technische Spielereien wollten die Kunden ein Fahrzeug stets mit allen Sinnen erleben, sagte der Chef der Wellergruppe in einem Interwiew mit der Kundenzeitschrift des POS-Kommunikationsdienstleisters Iffland. "Nichts ersetzt das Original. Wenn Sie sich in ein Auto setzen, das Leder riechen und eine Probefahrt machen, springt der Funke drei Mal eher über als nach ein paar Klicks im Internet. Das Autohaus lebt."

Die Online-Welt sei für die Autohäuser "Fluch und Segen zugleich", erklärte Weller weiter. Statt wie früher drei bis vier Mal tauche ein Interessent heute nur noch einmal im Verkaufsraum auf, weil er vorher bereits im Netz recherchiert habe. Das führe auch dazu, dass die Kunden informierter seien und das Beratungsgespräch auf Vertragsdetails konzentriert werden könne.

Als Reaktion auf die veränderten Kundenerwartungen würden immer mehr Händler auf interaktive Angebote am POS setzen, betonte der Berliner Autohändler. "Die Entwicklung steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber sie kommt mit Macht." Als Vorreiter sieht Weller die Hersteller Audi und BMW. Bis Ende 2017 müssten beispielsweise alle BMW-Händler solche virtuellen Angebote vorhalten. Das Investment pro Autohaus bezifferte er mit etwa 150.000 Euro.

Weller ist geschäftsführender Gesellschafter einer der größten Autohandelsgruppen Deutschlands. Die Wellergruppe betreibt derzeit bundesweit 33 Autohäuser der Marken VW, Skoda, Audi, BMW/Mini und Toyota/Lexus. Mit knapp 2.000 Mitarbeitern sowie über 46.000 verkauften Neu- und Gebrauchtwagen erzielte sie im vergangenen Jahr eine Milliarde Euro Umsatz. (rp)

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KOMMENTARE


Kurt Wagner

14.07.2015 - 14:39 Uhr

Herr Weller hat Recht mit seinen Aussagen! Außerdem nimmt das Internet keine Altwagen in Zahlung! Allerdings werden die Autohäuser zum reinen Auslieferer vor Ort, wenn der Kunde heute per online bestellen kann und nächste Woche der Neuwagen vor der Tür steht ! Oder wickelt diese Auslieferung dann eine osteuropäische Spedition mit Billiglöhnern am Steuer ab?


Michael Kühn

16.07.2015 - 15:08 Uhr

mit seinerAussage : ""Nichts ersetzt das Original. Wenn Sie sich in ein Auto setzen, das Leder riechen und eine Probefahrt machen, springt der Funke drei Mal eher über als nach ein paar Klicks im Internet. Das Autohaus lebt."" hat Herr Weller durchaus einen wesendlichen Fakt angesprochen. Spätestens nach dem Sitztest + Probefahrt springt der Funke über oder auch nicht ... - Ein Bild spricht mehr als 1000 Worte, aber das Fahren/Erleben/Fühlen spricht mehr als 1000 Bilder. - Ich denke gerne an meine Auswahl zwischem einem E30 318 i Tour, E30 318 IS, und einem 520i E 34 zurück. Der Tour war besonders schön (118 PS), der 520i sehr komfortabel (120 PS/6 Zyl. aber "lahm"; aber der 318 IS (136 PS/4 Zyl.) war vom Fahrverhalten genau MEIN Auto. Die letzte Probefahrt + 1 Tag später war ich glücklicher Besitzer dieses Fzg. (Ein Nachmittag, drei Probefahrten, a 1 Std. u. mein damaliger Geschäftsfreund konnte die Wahl der Probefahrten zunächst nicht verstehen, aber es stand eben zur Auswahl, Schönheit gegen Komfort, bzw. Fahrspaß ...) -- Damals war es nur innerhalb eine Marke u. heute ? Sämtliche Hersteller bauen relativ identische Fzg. und von Internet-Infos od. Prospekt-Infos erhalte ich sicher keine Fahrerlebnisse/Eindruck ob das letztlich MEIN Auto sein könnte... MK


Dieter M. Hölzel

16.07.2015 - 23:10 Uhr

Hallo Herr Kühn, Ihnen wurde hoffentlich ein Kaffee angeboten und das WLAN stand Ihnen auch nahtlos zur Verfügung, wie auch alle anderen Annehmlichkeiten die Ihr " Herz " begehrt.Mit besonderem Gruß DMH


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