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"Cars Online"-Studie: Der vernetzte Autokäufer

Der moderne Autokunde ist zunehmend vernetzt. Das birgt Chancen und Risiken für die Branche.
© Foto: MariuszBlach/istock.com/AHO-Montage

Die 15. Ausgabe der Cars Online Studie zeigt: Soziales und digitales Einkaufsverhalten sowie der Kundenwunsch nach Konnektivität haben großen Einfluss auf die Branche.


Datum:
15.05.2014
9 Kommentare

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Die Autobranche sollte genau auf ihre Kunden hören und schauen. Denn deren soziales und digitales Einkaufsverhalten wird die Innovationen im Fahrzeug treiben und damit die Zukunft der Marktplayer maßgeblich mitbestimmen. Das ist das zentrale Ergebnis der "Cars Online Studie 2014", die die Unternehmensberatung Capgemini jetzt zum 15. Mal vorgelegt hat. Befragt wurden über 10.000 Personen aus Deutschland, Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Russland, Südkorea und USA.

Der Untersuchung zufolge tritt der Autokäufer vernetzter denn je auf. Weltweit nutzen mittlerweile 97 Prozent vor dem Kauf das Internet, um sich über Ausstattung, Nutzerzufriedenheit und Bewertungen zu informieren. Eine große Rolle spielt dabei Social Media. Drei von vier Kunden geben an, bei positiven Kommentaren auf Facebook, Twitter & Co. eher zum Kauf bereit zu sein. In Deutschland sind es wie im Vorjahr 59 Prozent. 85 Prozent der Befragten erwarten, dass Hersteller und Händler in sozialen Medien auch tatsächlich mit ihnen interagieren.

Inzwischen können sich 44 Prozent der weltweiten Käufer vorstellen, das nächste Auto online zu erwerben, bei der Altersgruppe von 18 bis 34 Jahren ("Generation Y") sind es sogar 50 Prozent. Die Wachstumsmärkte zeigen sich dabei offener: Während dort im Schnitt etwa die Hälfte der Befragten den Online-Kauf erwägt (53 Prozent), liegt der Wert in den etablierten Märkten bei etwa 37 Prozent. "Der vernetzte Kunde vertraut dem Online-Kauf immer mehr. Die große Zahl der Käufer, die sich diesen Weg vorstellen können, kann nicht mehr ignoriert werden", erklärte Markus Winkler, Leiter des Automobilbereichs bei Capgemini.

Sinnliches Erlebnis

Zwar wird die Digitalisierung der Vertriebsprozesse immer wichtiger, doch darin sieht Winkler auch Chancen für den stationären Handel. Denn: Die zwei am häufigsten genannten Faktoren, die den Internetkauf wahrscheinlicher machen, spielen den Autohäusern in die Karten. So schätzen die Online-Interessenten die Möglichkeit, das Auto an einem selbst bestimmten Ort Probe zu fahren. Zudem wollen sie den Wagen zuvor sehen, berühren und darin sitzen können. Und auch folgendes Ergebnis unterstreicht die Bedeutung des Händlers. Für 55 Prozent der Kunden ist er nach wie vor die wichtigste Informationsquelle – der Top-Wert.

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KOMMENTARE


KRW

15.05.2014 - 16:58 Uhr

Wieder so eine Studie, mit bahnbrechenden neuen Erkenntnissen. Dabei ist das doch alles kalter Kaffee. Die Leute kommen ins Autohaus, machen eine schöne Probefahrt, quetschen den Verkäufer aus und kaufen dann im Internet beim Billigheimer. Wieder sehen tun wir ihn dann, wenn er eine deutsche Betriebsanleitung braucht und ein bisschen Garantie hat. Was ist daran neu?


Heinz Gamsbichler

16.05.2014 - 09:22 Uhr

Ach, wie herrlich. Es funktioniert immer und immer wieder: Kaum wird hier über die Veränderungen des Kundenverhaltens in Bezug auf die digitale Gesellschaft gesprochen, geht es direkt wieder los: "Die Kunden machen hier nur die Probefahrt und kaufen dann ONLINE... Ja, und dann diese ganzen Jugendlichen, die nur in Smartphone gloten - schlimm, gell? Und dann bestellen alle bei AMAZON und der arme lokale Buchhändler hat darunter zu leider, unmöglich, oder!? Mensch, das wird ja alles immer unpersönlicher!! Und dann die ganzen blöden Internet-Anfragen!! Das sind doch alles nur Preistreiber und Probefahrt-Vagabunden!!"... FAKT ist: Das Gros der Autohäuser kann und vor allem WILL nicht mit der Zeit gehen, sondern hofft inständig darauf, das "dieses Internet" wieder vorbeigeht. Schon doof, diese Transparenz des Markets, gell? Das waren noch Zeiten, als man den Kunden via Annonce im Anzeigenfriedhof der lokalen Käseballts die letzte Langsteher-Gurke als den "Gebrauchten der Woche" andrehen konnte. Mensch, ach, war das herrlich! Leute, Leute...


Otto Motor

16.05.2014 - 10:41 Uhr

Ach, wie herrlich. Es funktioniert immer und immer wieder: Kaum wird hier über die Veränderungen des Kundenverhaltens in Bezug auf die digitale Gesellschaft gesprochen und jemand macht eine kritische Bemerkung dazu, dann kommt der oide Gamsbichler mit seinem Gamsbart und seiner Lederhosn mit Smartfon aus seiner digitalen Holzhüttn und woas ois besser.


Marc

16.05.2014 - 10:43 Uhr

@Heinz Gamsbichler, Sie haben nichts mit Vertrieb zu tun. Sonst würden Sie so einen Text nicht verfassen! Oder stockt Ihnen nicht der Atem wenn Sie das „Die neuen Datenströme böten großes Potenzial für die Branche, betonte Winkler: Nicht nur können Hersteller und Händler ihre Kunden besser kennenlernen…“ lesen? Na ich möchte mal wissen was Sie sagen, wenn Ihre Versicherung demnächst bei einem Schaden nicht bezahlt, weil Ihnen Ihr Auto schon vor einem halben ja gesagt hat dass Sie neue Reifen benötigen…In den Köpfen sitzt fest: Internet= Billig! Das geht aber nicht wenn man den Wagen auch noch KOSTENFREI Probefahren möchte, anfassen usw.! Und mehr ausgeben möchte ja dann auch keiner! Aber das „vorstellen“ dass man einen Wagen im Internet bestellen könnte ist ja nicht strafbar! Zum Glück wurden ja auch kaufkräftige Interessenten zwischen 18 und 34 Jahren interviewt. Das ist die Generation die nur mit dem Internet Geld verdient. Da bin ich froh dass diese Generation auch bald unsere Rente bezahlt…


Heinz Gamsbichler

16.05.2014 - 11:10 Uhr

Ach, wie herrlich. Wenn nichts mehr geht, kommt der Polemik-Hammer! Ganz im übrigen: Unser Haus ist analog - nur gehen wir auf "digitale Kunden" etwas unbefangener zu als es offenbar die meisten Foristen hier tun. Aber: Jeder so wie er es mag. Und Ihnen, lieber Otto Motor, ist es natürlich auch freigestellt, weiterhin samstags in der örtlichen Presse zu annoncieren, eine Hüpfburg aufzubauen und die Kunden mit Bratwurst, Bier und Streuselkuchen zu locken. Wenn das bei Ihnen funktioniert, gratuliere ich recht herzlich und wünsche weiterhin gutes Gelingen!


Otto Motor

16.05.2014 - 11:58 Uhr

Danke, aber jetzt muß ich mein Feuer anschüren wir kommunizieren nämlich Digital, mit Rauchzeichen!


Robert E. Ginsburg

16.05.2014 - 12:09 Uhr

Gamsbichler, beginnen Sie alles was Sie sagen mit "Ach,wie herrlich" ?


Tobias Meyer

16.05.2014 - 12:28 Uhr

Auch diese Studie zeigt es: das Internet wird den Neuwagemarkt MASSIV und grundlegend verändern, ob man das als Autohaus will oder nicht. Wer das nicht glaubt oder wahr haben will, soll sich einfach mal den Gebrauchtwagenmarkt anschauen. Dort war es vor 15 Jahren auch so, dass sich niemand vorstellen konnte, dass man Gebrauchtwagen online kauft oder den Kauf online anbahnt. Heute ist es so, dass mehr als 90 % aller in Deutschland verkauften Gebrauchtwagen auf einer Onlineplattform stehen. Zudem nutzt jeder, Kunden als auch Händler diese Gebruachtwagenplattformen, da sie große Vorteile bieten. Im Neuwagenmarkt wird es ähnlich kommen und man sollte sich als Händler fragen, ob man diese Chance nutzt, um zu wachsen oder ob man den Kopf in den Sand steckt und den Markt ah24 oder mauto überlässt.


Ermenegildo Marmora

16.05.2014 - 12:46 Uhr

AHA, analoges Haus und digitale Kunden. Alles klar! Aber keine Sorge man kann heute fast alles heilen.


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