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Euroda: Grünes Licht für Händlerbeteiligung an Opel

Noch ist unklar, ob die Händlerbeteiligung an Opel von Investoren überhaupt erwünscht ist.
© Foto: Martin Öser/ddp

Wie erwartet haben die europäischen Händler ihrem Dachverband das Mandat erteilt, der Bundesregierung und dem Mutterkonzern GM ihr Rettungskonzept zu unterbreiten. Sie streben einen Firmenanteil von zehn bis 15 Prozent an.


Datum:
15.05.2009
2 Kommentare

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Die europäischen Opel-Partner wollen wie erwartet ihren Beitrag zur Rettung des Rüsselsheimer Autobauers leisten. Auf einer Tagung der europäischen Händlerorganisation Euroda stimmten am Freitag in Wien 25 nationale Verbände für das geplante Beteiligungsmodell an dem Hersteller. Lediglich Finnland habe sich der Stimme enthalten, erklärte Euroda-Vizepräsident, Albert Still, in einer Telefonkonferenz. Damit stünden 99,6 Prozent des Opel-Volumens hinter dem Konzept. "Das ist ein historischer Schritt", erklärte Still. Erstmals seien Händler bereit, einen bedeutenden Anteil an ihrem Hersteller zu übernehmen. Opel-Vizepräsident Alain Visser, begrüßte das Engagement. Der Beschluss zeige nicht nur das "hohe Vertrauen in die Kraft der Marke und die Qualität der Fahrzeuge, sondern ist auch Ausdruck der guten Beziehungen zwischen Unternehmen und Händlern". Laut dem Verbandsvorsitzenden Jaap Timmer wird das Rettungskonzept nun den Händlern in den einzelnen Ländern vorgestellt. Nächste Woche sollen dann die Gespräche mit der Bundesregierung, der Opel-Mutter General Motors und möglichen Investoren beginnen. Diese müssten sich danach entscheiden, ob der Händlerbeitrag überhaupt erwünscht sei, so Still. Vorlieben für einen bestimmten Investor hätten die Händler derzeit nicht. Möglicherweise gebe es "bei Magna da zurzeit mehr Interesse als bei Fiat", sagte Timmer. Ob auch Finanzinvestoren an Opel interessiert sind, wollten die Verbandsverantwortlichen nicht bestätigen."Grundsätzlich sind wir froh über jeden, der Opel helfen will", so der Euroda-Präsident. Das Konzept sieht vor, dass die 4.000 Verbandsmitglieder über einen Zeitraum von drei Jahren 150 Euro pro verkauftem Fahrzeug in einen Beteiligungsfonds für ein neues Opel-/Vauxhall-Unternehmen einzahlen (wir berichteten). Der Verband rechnet damit, dass er auf diesem Weg bis zu 500 Millionen Euro einsammeln kann. Angesichts rückläufiger Absatzzahlen in Europa sei der Beitrag schmerzhaft, besonders für Händler aus Osteuropa, erklärte Still. Aber das finanzielle Opfer sei schließlich zeitlich begrenzt.

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KOMMENTARE


Ho-Ho-Hopel

16.05.2009 - 11:14 Uhr

Was sagen wohl die Flottenkunden und Autovermieter dazu ? Letztlich zahlen doch die Kunden die Zeche ... und ob die das ohne Anteilsscheine mitmachen ? Bei Abnahme von 1000 Fahrzeugen für einen Automieter sind vom Händler 150.000 € für die Kasse fällig ... oder vielleicht doch nicht ? Toi, toi , toi !


Heinz Kretschmer

16.05.2009 - 12:11 Uhr

....Realsatire-alles auf "Keife"-und dann das Rettersyndrom! .....was kostet diese Finanzierung? Heinz Kretschmer


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