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Studie: Detaillierte Kundenprofile durch Big-Data

Die Kundendaten aus vernetzten Fahrzeugen werden zu individualisierten Angeboten und einer optimierten Produktentwicklung führen.
© Foto: Serg Nvns / Fotolia

Autobauer werden Fahrzeug- und Kundendaten künftig systematisch sammeln und auswerten. Für die erfolgreiche Nutzung der Käuferprofile ist die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Handel nötig.


Datum:
09.10.2014
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Die Kundendaten aus vernetzten Fahrzeugen werden zu individualisierten Angeboten und einer optimierten Produktentwicklung führen. Das prognostiziert die aktuelle Studie "Big Data revolutioniert die Automobilindustrie" der Managementberatung Bain & Company. Dafür sei aber eine enge Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Händlern und Werkstätten nötig.

Laut Studie werden die Hersteller künftig umfassende Fahrzeug- und Kundendaten aus zahlreichen Quellen systematisch sammeln, auswerten und weiterverarbeiten. Daraus entstünden detaillierte Kunden- und Produktprofile, mit denen die Autobauer ihre Kunden, deren Wünsche und Fahrzeugnutzung besser einschätzen lernen.

Während der Kundenkontakt und die damit verbundenen Nutzerdaten heute noch vorwiegend in der Hand des Händlernetzes und der Markenwerkstätten lägen, werde sich dies in den nächsten Jahren ändern. "Vernetzte Autos und die intelligente Verknüpfung von Daten aus den Fahrzeugen, dem Internet sowie von Werkstätten und Händlern eröffnen den Herstellern zahlreiche neue Services und Geschäftsmöglichkeiten", so die Marktbeobachter.

Die ersten Big-Data-Anwendungen würden in den Bereichen Marketing und Aftersales entstehen. So erwarteten die Studienmacher, dass sich das Serviceangebot unmittelbar und situationsgerecht an den Bedürfnissen der Kunden orientieren wird, etwa bei der Identifikation und Kontaktaufnahme der nächstliegenden Vertragswerkstatt bei Unfällen. Reale Nutzungsprofile könnten auf Nachbesserungsbedarf hinweisen und Voraussagen zur Wartungsintensität ermöglichen. Auch das Marketing könne personalisiert und damit verbessert werden.

Enger Schulterschluss mit Händlern und Werkstätten

Entscheidend ist nach Ansicht von Bain & Company die enge Kooperation zwischen Herstellern, Händlern und Werkstätten. Denn neben den wachsenden digitalen Informations- und Absatzkanälen würden die persönliche Beziehung sowie der physische Kontakt mit dem Produkt Auto weiterhin wichtige Eckpunkte des Vertriebs- und des Serviceerlebnisses bleiben.

"Basis einer nachhaltigen Aftersales-Betreuung ist eine vorausschauende und individuell an Modell, Nutzung und Ausstattung angepasste Wartungsstrategie – ebenfalls optimiert durch das Wissen aus Big-Data-Analysen", heißt es in der Studie weiter. Sich häufende Probleme und Mängel könnten identifiziert und die betroffenen Kunden gesondert betreut werden. Durch sich aktualisierende Kundenprofile könnten die Händler zudem gezielte Angebote für Neu- oder Gebrauchtwagen machen. (se)

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