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Designer-Diesel: Freigabe für VW-Vierzylinder

VW gibt seine Vierzylinder-TDIs für Bio-Diesel frei.
© Foto: VW

VW gibt seine Diesel-Pkw für die Betankung mit Biodiesel frei. Langfristig soll so der CO2-Ausstoß der weiterhin verkauften Verbrenner gesenkt werden.


Datum:
15.12.2021
Autor:
SP-X
Lesezeit: 
3 min
1 Kommentare

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VW gibt alle seit dem Sommer gebauten Vierzylinder-Diesel für den Betrieb mit synthetischem Diesel aus Rest- und Abfallstoffen frei. Diese sogenannten paraffinischen Kraftstoffe (Norm EN 15940) sollen eine bessere Umweltbilanz bieten als Mineralölsprit und die CO2-Bilanz von TDI-Fahrzeugen verbessern. VW spricht von Klimagas-Einsparungen in Höhe von 70 bis 95 Prozent im Vergleich zu konventionellem Diesel.  

Die spezielle Variante der Bio-Kraftstoffe, zu der als bekannteste Variante der C.A.R.E.-Diesel zählt, ist momentan allerdings kaum verfügbar. Nach VW-Einschätzung wird sich das jedoch ändern: In den kommenden zehn Jahren könnte ihr Anteil in Europa bei 20 bis 30 Prozent liegen, in Reinform oder als Beimischung. Großer Vorteil der Designer-Kraftstoffe: Sie können ohne große Probleme in einem Großteil der aktuellen Verbrennungsmotoren eingesetzt werden. VW will Anfang 2022 daher auch neue Modelle mit V6-Diesel für die Nutzung freigeben. Zuvor sollen Tests die Verträglichkeit sicher nachweisen.  

Bei der Freigabe geht es vor allem um sogenannte Biokraftstoffe der zweiten Generation, auch BtL-Kraftstoffe genannt. Anders als in der ersten Generation sind für die Produktion keine Nahrungs- oder Futtermittel nötig, sondern lediglich Abfallstoffe aus Biomasse wie Laub, Restholz oder Pflanzenabfälle. Probleme machen aktuell neben der geringen Verfügbarkeit die hohen Herstellungskosten und das begrenzte Potenzial verfügbarer Biomasse. VW sieht eine künftige Nachfrage vor allem im Flottenbereich. 

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KOMMENTARE


Erwin Tischler

15.12.2021 - 19:25 Uhr

Das ist ja wohl ein Witz! Das Thema Biodiesel war in den 90er Jahren hoch aktuell. Ich war ein großer Biodiesel-Fan! Als Verkaufsleiter einer Mercedes-Vertretung hatte ich immer einen Biodiesel-Vorführwagen. Für ca. 300 DM konnte man die Mercedes -Diesel PKW mit Code 321 biodieselfähig machen. Der MAN-Entwicklungsvorstand schrieb damals: Biodiesel ist nicht Selters, sonder Champagner für den Motor! Bei der AU nachgewiesen: Trübungswerte und Partikel waren sensationell niedrig. Aber Biodiesel hatte einen großen Nachteil: Er war mineralölsteuerfrei! Das störte die Regierung Merkel! So wurde der Biodiesel vom Markt genommen und dem Mineralöldiesel beigemischt, somit war er auch mineralölsteuerpflichtig! Ziel erreicht! Für die Umwelt nichts getan! Einfach nur schade... Wie VW jetzt das Thema Biodiesel wiederbeleben will, ist mir ein Rätsel.


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