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Ford: Internet als Chance

Ford-Verkaufsdirektor Damerow: kein Bruch zwischen digitaler und realer Welt
© Foto: Juliane Schleicher/AUTOHAUS

Um den Online-Kunden zum realen Käufer zu machen, setzt Ford auf Durchgängigkeit. Entsprechend stark wird der Handel in Richtung Digitalisierung gedrängt.

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Ford begreift das Internet als Chance für das Autogeschäft. "Damit können wir Mehrwert und ein Kauferlebnis für den Kunden generieren", sagte Raymond Damerow, Verkaufsdirektor der Ford-Werke, am Donnerstag beim 15. Tag der Automobilwirtschaft in Nürtingen. Wichtig sei dabei die Durchgängigkeit vom Hersteller zum Handel, etwa durch gezielte Informationen an den jeweiligen Kontaktpunkten oder eine identische Bildsprache. Nur so könne man den Kunden ganzheitlich abholen. "Wir verlieren ihn, wenn wir ihn nur auf die Ford-Seite bringen."

Um die Online-Möglichkeiten ausschöpfen zu können, werden die Autohäuser mittels Schulungen professionell aufgestellt. "Wir drängen den Handel stark in Richtung Digitalisierung. Die Händler sind verpflichtet, einen Internetverantwortlichen in ihrem Betrieb zu schulen, ihre Angebote aktuell zu halten, die Vernetzung der Informationen zu gewährleisten und auch die Leads zu bearbeiten", betonte Damerow.

Der Manager gab in diesem Zusammenhang ein klares Bekenntnis zum Präsenzhandel ab. "Der Kaufprozess beginnt zwar im Internet, aber 80 Prozent wollen eine Probefahrt. Der Händler bleibt wichtig." Finanzierung, Service und Versicherung müssten am Point-of-Sale aus einer Hand kommen. "Die Bündelung schafft nur der Händler vor Ort. Diese Leistung ist sein großer Vorteil gegenüber dem Internet."

Die Durchgängigkeit im digitalen und realen Markenauftritt spiegelt laut Damerow auch das neue Schauraum-Konzept in Europa wider. Wie berichtet, hat der Autobauer seine Betriebe umfänglich modernisiert. Die nächste Ausbaustufe folgt im Herbst mit den "Ford Stores" in Metropolregionen, die das gesamte Pkw- und Nfz-Sortiment des Herstellers abbilden und das Markenerlebnis auf ein neues Niveau heben sollen.

Zweigeteiltes Netz

Auf die Frage, ob sich jeder der ca. 500 deutschen Ford-Händler die Investitionen in Showrooms und Personal leisten könne, sagte Damerow: "Wir geben jedem Partner die Chance, ein Ford Store zu werden. Es gibt aber sicherlich eine betriebswirtschaftliche Grenze, so dass nicht jeder Händler mitmachen wird." Die Investitionen in die neuen "Ford-Leuchttürme" sollen bei mindestens 120.000 Euro liegen. (rp)

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KOMMENTARE


T.Merz

17.10.2014 - 23:01 Uhr

Das hört sich ja perfekt an und ich würde mich für die Top-Marke Ford freuen das durch zu setzen, was nützt es aber wenn die Händlermarkenwebsite die Leads in der Technik verliert, anstatt zu behalten und man mit dieser Seite noch nicht einmal gutes SEM machen kann. Es gehört wesentlich mehr dazu als nur Mitarbeiter zu schulen. Online perfekt präsent zu sein ist eine zusammenkunft mehrerer Elemente...Bilderqualität, Datenqualität, Google-Qualität....uvm.


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