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Mitsubishi-Designchef: "Ein bisschen wie Audi"

Wohin das Design von Mitsubishi geht, zeigt die Studie eX.
© Foto: Mitsubishi

Mitsubishi und Audi haben auf den ersten Blick nicht gerade viel gemeinsam. Der Chefdesigner der Japaner erkennt trotzdem Parallelen. Und er erklärt, warum digitale Cockpits in Zukunft wichtig sind.

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Von Michael Gebhardt/SP-X

Mitsubishi und Audi haben auf den ersten Blick nicht sonderlich viel gemeinsam. Der eine baut robuste Offroader und praktische Kleinwagen, beides zu eher günstigen Preisen. Der andere ist ein Vollsortimenter im Premium-Segment. Was also meint Mitsubishis Chefdesigner Tsunehiro Kunimoto, wenn er sagt: "Wir sind ein bisschen wie Audi." Der fragendr Blick entlockt dem Japaner ein Lächeln und er erklärt: "Beim Design der Autos mit alternativen Antrieben halten wir es wie die Ingolstädter." Während BMW beispielsweise mit seinen i-Modellen um jeden Preis auffallen will, fährt der Mitsubishi Outlander mit Plug-in-Hybrid-Antrieb quasi im gleichen Kleid vor, wie seine konventionell betriebenen Brüder. Und diese Philosophie verfolge schließlich auch Audi: Deren e-tron-Modell unterscheiden sich nur durch kleine Details von den Geschwistern.

Alles andere würde auch nicht zur Design-DNA der Marke passen, betont Mitsubishis oberster Kreativer. Und die ist bei Mitsubishi relativ eindeutig: Robust, sicher und zuverlässig muss das Auto wirken; da bleibt nicht viel Platz für elegante Schwünge oder schickes Bling-Bling. Kunimoto hält sich an die alte Bauhaus-Regel "Form follows function". Dass der Kleinwagen Spacestar allerdings durchaus ein wenig mehr Pep und ein etwas modernes Kleid vertragen könnte, gibt der Japaner ungeniert zu: "Das wird sich in Zukunft auch ändern."

Wohin das Design der Marke geht, war schon auf der Automesse in Tokio Ende 2015 zu sehen; auf dem Genfer Autosalon präsentiert sich die Studie eX zum ersten Mal in Europa. Wie es bei Mitsubishi sein soll, wirkt auch das knallgelbe Concept Car robust, bullig und drückt schon optisch Stärke aus. Insgesamt aber wirkt die Fingerübung im SUV-Format deutlich gefälliger, und deutlich mehr wie aus einem Guss als die auf dem Messestand flankierenden Serienmodelle.

Vor allem fällt der gierige Kühlergrill ins Auge, der förmlich nach Luft zu schnappen scheint. "Dynamic Shield" nennt Kunimoto dieses neue Designelement, das Schutz und Kraft gleichzeitig ausdrücken soll – und das wir in Zukunft häufiger sehen werden. Dabei müsste der Kühler gar nicht mehr so groß sein, erklärt Kunimoto: "Früher war die große Öffnung nötig, um genügend Frischluft in den Motorraum zu schaufeln, heute würde ein deutlich kleinerer Lufteinlass reichen." Aber: Inzwischen müsse so viel Technik – unter anderem Radar- und Ultraschallsensoren sowie Kameras – in der Schnauze verpackt werden, dass er den Kühlergrill immer noch so üppig dimensioniere wie früher.

"Autonome Fahrzeuge brauchen andere Instrumente"

Und wie sieht es innen aus? Auch hier bestimmt die technische Entwicklung das Design – zum Beispiel das autonome Fahren. Kunimoto: "Wenn Ihr Auto alleine fahren kann, brauchen Sie ganz andere Instrumente, Anzeigen und Einstellmöglichkeiten als bisher. Mit drei klassischen Rundinstrumenten lässt sich so ein Auto gar nicht mehr bedienen." Wie aber löst man das bei einem Klassiker, wie etwa einem möglichen Nachfolger des kürzlich eingestellten Lancer Evolution? Ein Sportwagen mit derartiger Rallye-Historie soll plötzlich ein volldigitales Kombiinstrument bekommen? Nicht einmal Bugatti traut sich das, und setzt im neuen Chiron weiterhin auf klassische Uhren. Kunimoto aber sieht das entspannt: "Sie können ja klassische Uhren anzeigen, und dahinter die neueste Technik verstecken – und bei Bedarf einfach umschalten." Womit wir wieder bei Audi wären: Das geht beim Virtual Cockpit der Ingolstädter auch schon. (sp-x)

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