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Osterloh: Arbeitskosten bei Volkswagen kein Problem

Bernd Osterloh: Haustarifvertrag für die sechs westdeutschen VW-Werke auf einem branchenüblichen Niveau
© Foto: VW

Europas Branchenprimus muss sparen – da sind sich Betriebsrat und Konzernspitze einig. Ein Ansatzpunkt ist ein besseres Verhältnis aus Arbeitskosten und Fabrikausstoß.


Datum:
24.07.2014
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VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh hat Kritik an vermeintlich unverhältnismäßig hohen Arbeitskosten im Unternehmen zurückgewiesen. So bewege sich der Haustarifvertrag für die sechs westdeutschen VW-Werke auf einem branchenüblichen Niveau und enthalte keinesfalls überzogene Zuwächse. "Wir haben ja nur genauso erhöht, wie die IG Metall in der Fläche erhöht hat", sagte Osterloh am Mittwochabend in Hannover der dpa und dem Sender NDR 1 Niedersachsen.

Zuvor hatte VW-Chef Martin Winterkorn moniert, die Produktivität - also die Leistungsfähigkeit der Werke - sei "in den vergangenen Jahren signifikant langsamer gewachsen als die Arbeitskosten". Osterloh sieht den Grund dafür aber nicht bei Leistung und Kosten der Beschäftigten, sondern im Management der Fabriken.

Angesichts der branchenüblichen Zuwächse auch beim VW-Haustarif muss laut Osterloh die Frage lauten: "Warum kommt die Produktivität da nicht so wie bei anderen?" Die Antwort sei einfach: Aufstellung und Verfügbarkeit der Produktionsanlagen seien mangelhaft, was eindeutig Versäumnisse des Managements seien.

"Wenn ich eine Ausbringung habe, die irgendwo bei 90 Prozent geplant war, und ich nur 70 Prozent aus der Anlage herauskriege, dann hat man ein paar Verluste", erklärte Osterloh. Der Konzern steuere bereits gegen. "Wir gehen davon aus, dass wir im September/Oktober genau den Stand haben, den wir in der Produktivität brauchen. Und dann werden wir uns noch einmal über das Thema Arbeitskosten unterhalten." 

Komplexität in den Griff kriegen

Betont zuversichtlich zeigte sich Osterloh bei dem von Winterkorn ausgerufenen Sparziel, wonach die Kernmarke VW-Pkw schrittweise bis 2017 volle fünf Milliarden Euro an jährlichem Sparvolumen freilegen soll. "Wir müssen ganz einfach gucken, dass wir das Thema Komplexität in den Griff kriegen. Dann ist das Erreichen des Ergebniszieles überhaupt kein Problem", sagte der VW-Aufsichtsrat.

Winterkorn hatte als mögliche Stellschrauben "verbesserte Effizienz, geringere Komplexität, optimierten Einkauf, sinkende Fabrikkosten und weniger Fixkosten" genannt. Der Konzern will bis 2018 an Toyota vorbeiziehen und Weltmarktführer werden. Die aktuelle Renditeschwäche seiner Kernmarke sieht Volkswagen dabei als mögliches Risiko an. (dpa)

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