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Unfallbilanz 2021: Erneutes Allzeittief bei den Verkehrstoten

150 Verkehrstote in 2021 weniger als im Jahr davor. Die Grafik verdeutlicht, dass die insgesamt erfreuliche Bilanz vor allem in den Monaten Januar, Februar, April, Mai und August "eingefahren" wurde.
© Foto: Destatis

Das zweite Corona-Jahr hat 2021 zu einem weiteren Allzeittief bei den tödlich verletzten Verkehrsteilnehmern auf Deutschlands Straßen geführt. Bei einem günstigeren Verlauf auch des 4. Quartals wäre das Ergebnis allerdings noch deutlich besser ausgefallen.


Datum:
28.02.2022
Lesezeit: 
3 min
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Insgesamt kamen im Jahr 2021 in Deutschland 2.569 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das 150 Todesopfer oder 6 Prozent weniger als im Vorjahr (2.719 Todesopfer) und 16 Prozent weniger als 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie (3.046 Todesopfer). Damit erreichte die Zahl der Verkehrstoten erneut den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren. Auch die Zahl der Verletzten ging 2021 gegenüber 2020 zurück, und zwar um 2 Prozent auf rund 321.000 Personen. Im Verlauf von 2021 durfte in den ersten drei Quartalen noch davon ausgegangen werden, die Todesopfer noch stringenter auf rund 2.500 reduzieren zu können. Dem widerstrebten dann allerdings die Unfallzahlen von Oktober und Dezember, die jeweils Steigerungen gegenüber 2020 mit sich brachten. Und auch im November 2021 war der Rückgang praktisch kaum messbar.

Wieder Zunahme bei den Blechschäden

Insgesamt hat die Polizei im Jahr 2021 rund 2,3 Millionen Unfälle aufgenommen. Das waren 3 Prozent mehr als 2020. Bei 2,1 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschäden (+4 Prozent). Die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, ging hingegen um 2 Prozent auf rund 258.000 Unfälle zurück.

Das Unfallgeschehen 2021 war erneut durch die Corona-Pandemie geprägt. Nach ersten Schätzungen führten auch in diesem Jahr unter anderem die (Teil-) Lockdowns, Homeschooling und Homeoffice wie schon 2020 dazu, dass auf deutschen Straßen deutlich weniger Kilometer zurückgelegt wurden als vor der Pandemie.

Weniger Tote bei Fußgängern, Radlern und Pkw-Insassen

Detaillierte Ergebnisse liegen für den Zeitraum Januar bis November 2021 vor. Diese zeigen, dass es bei fast allen Verkehrsbeteiligungsarten weniger Getötete im Straßenverkehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab. Den stärksten prozentualen Rückgang in den ersten elf Monaten des Jahres 2021 gab es bei den getöteten Fahrradfahrer:innen (ohne Hilfsmotor) mit 18 Prozent (–50 Getötete). Den zweitstärksten Rückgang verzeichnete die Zahl der getöteten Fußgänger:innen mit 14 Prozent (–45 Getötete). Im Gegensatz zum letzten Jahr hat auch die Zahl der getöteten Pedelec-Fahrerinnen und -Fahrer abgenommen (–9 Prozent bzw. 12 Getötete weniger). Zudem starben 997 Menschen, die mit Personenkraftwagen unterwegs waren. Das waren 64 Getötete beziehungsweise 6 Prozent weniger als im selben Zeitraum 2020. Dagegen ist die Zahl der getöteten Insassen von Güterkraftfahrzeugen um 18 Prozent auf 134 gestiegen. (wkp)

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