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Auto-Stammtisch

Autohandel – die Rolle im künftigen Kaufprozess?

Patrick Neumann

Was für eine schöne Abwechslung für VW-Chef Herbert Diess. Der E-Auto-Fan und -Antreiber wirkt bei der morgigen Ausgabe von "Die Welt" als Ein-Tages-Chefredakteur. Der Fokus der Tageszeitung aus dem Axel Springer Verlag: die Mobilität der Zukunft. "Zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch ein Versprechen von Wohlstand und Freiheit, ist das Auto 100 Jahre später für viele Menschen zum Schreckgespenst geworden. Verträgt es sich noch mit moderner Stadtplanung und Klimaschutz?" – so lautet die Ankündigung aus dem Verlagshaus. Ich bin jetzt schon gespannt, wie viel Raum die Zukunft des Automobilvertriebs bekommt. Spielt der klassische Autohandel bei Blattmacher Diess eine Rolle? Und wenn ja, welche? Verschwindet er auf ein paar Zeilen oder bekommt das künftige Vertriebsmodell den nötigen Raum, um alle Facetten zu berücksichtigen?

Vielleicht verrät der VW-Chef ja auch exklusiv mehr über den Einstieg seines Konzerns in den E-Scooter-Markt. Wie das "Handelsblatt" jetzt berichtet, bereite der Konzern den Aufbau eines Vermietgeschäfts vor. Der Autobauer lasse von einem Dienstleister bereits E-Scooter mit den Logos seiner Plattform "We Share" für einen Testbetrieb bekleben, schrieb der Autor dort. Dem Bericht zufolge bestätigte VW, dass konkrete Projekte zur Mikromobilität in Arbeit seien. Doch eine Entscheidung gebe es noch nicht.

Richtig konkret, was die bestehenden Vertriebskanäle, neue Omni-Channel-Strategien und die Sicht von VW angeht, wird es am Mittwoch und Donnerstag auf dem diesjährigen Automotive Trend Forum (ATF) in Wolfsburg. In seinem Grußwort schrieb VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann, dass es in Zeiten des Umbruchs in der Autoindustrie gelte, die Kaufprozesse für die Kunden so einfach wie möglich zu gestalten – und zwar in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Das heißt für mich natürlich auch: mit dem Handel, dem heutigen Rückgrat des Vertriebs. Stackmann: "Egal ob on- oder offline, bei sämtlichen Berührungspunkten mit dem Kunden, müssen die verschiedenen Vertriebskanäle und Prozessschritte nahtlos verknüpft und optimiert werden."

Diskutierten Sie mit mir live vor Ort die wichtigsten Trends. Der Titel unseres BarCamps: "Auf allen Kanälen präsent – ohne Omni-Channel-Strategie verlieren Autohäuser den Kontakt zum Kunden." Denn aus meiner Sicht ist es ganz essenziell, immer wieder die Perspektive und Sicht des Autohandels zu adressieren. Nicht, dass er bei dem ganzen Digital-Hype völlig zu Unrecht aus dem Fokus rückt – nur weil er heute in erster Linie analoges Geschäft betreibt. Analoges Geschäft mit einer Ware, die in den Debatten leider gerne zum neuen Fleisch mutiert. Oder sehen Sie es anders?

Digitale Grüße

Patrick Neumann,
stellvertretender Chefredakteur AUTOHAUS

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