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Kommentare (0) 08. September 2017

HB ohne Filter - AUTOHAUS SommerAkademie 2017

Prof. Hannes Brachat

Heute: Thesen zur 26. AUTOHAUS SommerAkademie auf Burg Schwarzenstein / Rheingau, Liquide Anmerkungen.

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26. AUTOHAUS SommerAkademie - Burg Schwarzenstein/Rheingau - Thesen

Auch die 26. Veranstaltung der AUTOHAUS SommerAkademie machte einmal mehr deutlich, wie komplex sich unsere Branchenwelt inzwischen gestaltet. Hier stationär, dort virtuell. Mit viel Bewegung. Wir haben diese Situation unverstellt anzunehmen. Vielleicht gibt es schönere Zeiten, aber diese ist unsere. Es ist dann bei einer derartigen Veranstaltung faszinierend zu erleben, die Wirklichkeit aus den verschiedenen Perspektiven der Vortragenden und im gemeinsamen Austausch zu erfahren. Der eine Referent ruft die Revolution aus. Der andere, es dauern alle Entwicklungen länger als man meint. Neue Ideen, Impulse entstehen. Es ist dann gut, die Vielfalt an Gedanken im Nachgang zu einer derartigen Veranstaltung zu ordnen und persönliche Prioritäten zu setzen. Aufbruchstimmung entsteht.

Nachstehend finden sie wichtige Aussagen, die die 26. AUTOHAUS SommerAkademie zur Autopolitik, zur Hersteller-, zur Vertriebs- und Servicepolitik prägte. Das Fazit mündet dann stationär wie virtuell in der zentralen Aussage: Es sind die Menschen, die die Zukunft, vor allem automobile Beziehungsqualität zum Kunden hin gestalten!

1. Das Auto bleibt auch bis 2030 Mobilitätsträger Nr. 1.

2. Das Auto der Zukunft ist digital und emissionsfrei.

3. Disruptive Trends beschleunigen den Wandel der Mobilität.

4. 2030 sollen rund sechs Millionen E-Autos auf deutschen Straßen fahren.

5. Wenn sich die Reichweite von E-Autos bis 2020 fast verdoppelt, wird mancher mit dem Autokauf warten.

6. Ein Carsharingnutzer besitzt im Durchschnitt 1,6 Autos!

7. Bislang ist kein dramatischer Werteverlust beim Diesel auszumachen.

8. Ein Drittel verschiebt den Fahrzeugkauf, um die Dieselentwicklung und ein mögliches Fahrverbot abzuwarten.

9. Das Thema neue Geschäftsmodelle für den Markenhandel ist zur Stunde nicht gelöst.

Automobilvertrieb

Die klassischen Vertriebswege erfahren Aufweichung!

10. Hersteller/Importeure haben Monopolstellung. Sie geben Preise, Mengen und den gewünschten Händler vor.

11. Hersteller/Importeure präferieren ein einstufiges Vertriebsmodell, um selber direkt vertreiben zu können.

12. Das Diktat der Absatzmenge schafft fragwürdige Absatzventile am Handel vorbei.

13. Internetvermittler und freie Händler bauen weitere Vertriebskanäle auf. Ohne Standards.

14. Der Onlinevertrieb erweitert Marktgebiete und weicht regionale Marktverantwortung auf.

Prof. Dr. Willi Diez AUTOHAUS SommerAkademie 2017

Prof. Dr. Willi Diez skizzierte die digitale Wandlung am Beispiel der Showrooms und mahnte höhere digitale Reife mit sichtbaren Aktivitäten an. Ist der Handel bereit für den digitalen Wandel?

15. Hat der stationäre Handel Zukunft? Ja, wenn er für den Kunden beim Fahrzeugkauf einen wirklichen Mehrwert erbringt.

16. Der Mehrwert des Händlers liegt in der Nähe zum Kunden!

17. Schluckt auf Dauer Online Offline?

18. Revolutionär denken, evolutorisch umsetzen.

19. Händlermarken sind On- und Offline wenig erlebbar. Händlermarke statt Preis!

Autohaus als Digital-Store

Autohaus als Digital-Store. Selbstinformation des Kunden erhöhen, Videowall, Touchscreen Monitor, Augmented Reality, Inhouse-Konfiguration, Tablet u.a. Showraum in digitalen Erlebnisraum verwandeln.

20. Eine systematische (digitale) Bedarfsanalyse sollte fester Bestandteil des Automobilkaufs sein.

21. Auto 4.0, sprich neue Antriebe, Infotainment- und Assistenzsysteme, (digitale) Mobilitätsservices & Co. sorgen für zunehmenden Beratungsbedarf beim Autokauf.

22. Bis 2020 werden 50 Prozent der Suchanfragen über Sprache (Modell "Alexa") abgewickelt.

Preisangst

Hauptgrund dass NW-Interessenten abspringen sind zuerst mangelnde Sympathie und Professionalität. Ein Leasingvertrag mit 30 Seiten Umfang ist nicht professionell!

23. Wir machen den Unterschied! Von der Kundenbindung zum Fan!

Frauen-Power im Autohaus Kunzmann

Frauen-Power im Autohaus Kunzmann, Aschaffenburg

24. Digital oder persönlich? Nein digital und persönlich!

Soft Skills

Soft Skills als (neue) Anforderungskriterien an Verkäufer

25. Wir verkaufen Emotionen!

26. In drei Schritten zur GW-Bewertung. Das ist es!

27. Der Service ist wichtiges Instrument zur Kundenbindung und gewichtiger Faktor für die Ertragskraft.

28. Können Kunden mit Fahrzeugen über fünf Jahre alt loyalisiert werden?

29. Für Ziele sorgen ist die wichtigste Aufgabe einer erfolgreichen Führungskraft!

30. Anerkennung, Wertschätzung ist die Luft zum Atmen!

Viele Impressionen gibt es in der Bildergalerie: https://www.autohaus.de/bilder-und-videos/autohaus-sommerakademie-2017-1987284.html

Liquide Anmerkungen

Martin Dieter Herke, seit über 30 Jahren regelmäßiger Autor von Fachbeiträgen in AUTOHAUS, mehrfacher Buchautor und vielfach Referent in Sachen Autohaus-Finanzierung war als VIP zur AUTOHAUS SommerAkademie geladen, nachdem er in Eltville zu Hause ist.

Martin Dieter Herke

In den vergangenen fünf Jahren wurden 5.000 Bankfilialen geschlossen. Was tun sie, wenn die Bankfiliale vor Ort, mit der sie seit vielen Jahren zusammenarbeiten, geschlossen wird? Vorsorge treffen! Die deutschen Sparer haben in den letzten Jahren über die Niedrigzinspolitik über 400 Milliarden Euro an Zinseinnahmen eingebüßt. Umgekehrt werden weniger Kredite aufgenommen. Der Finanzierungsprofi gab live einige grundlegende Finanzierungsimpulse:

  • Nehmen Sie niemals Kredite auf, nur weil die Zinsen niedrig sind. Kreditfinanzierungen sind nur dann vertretbar, wenn es sich um die Realisierung wirtschaftlich sinnvoller Vorhaben handelt und nicht, weil Kredite gerade billig sind.
  • Nutzen Sie die Niedrigzinsphase zu einer Zinsfestschreibung die so lange läuft, bis Ihnen eine Zinserhöhung nicht mehr gefährlich werden kann.
  • Arbeiten Sie niemals mit nur einer Bank zusammen. Platzieren Sie Ihre Bankverbindungen in unterschiedlichen Bankengruppen. Neben der Herstellerbank brauchen Sie im Regelfall noch zwei weitere Bankverbindungen.
  • Pflegen Sie eine strukturierte und regelmäßige Finanzkommunikation!
  • Beachten Sie, dass Zins-Konditionen, die sich täglich ändern können, nicht alleinentscheidend für eine Zusammenarbeit sind.
  • Machen Sie Ihre Entscheidung mit welchen Banken Sie zusammen arbeiten wollen  nicht von den Personen abhängig, die gegenwärtig das Sagen in der Bank haben. Das kann sich schnell ändern.
  • Nutzen Sie sinnvolle digitale Angebote. Spielereien sind manchmal schön, aber nicht lebensnotwendig.
  • Demonstrieren Sie gegenüber ihren Banken unternehmerische Kompetenz. Halten Sie konzeptionell fest, auf was es Ihnen bei Ihrer Finanzierung ankommt und stellen Sie sicher, dass Sie alle Fragen präzise beantworten können. Ergreifen Sie die Informationsinitiative.

Spruch der Woche:

"Wer Flagge zeigen will, sorge auch für den Wind." (N. Stoffel)

Mit Dank an alle, die am positiven Gelingen der 26. AUTOHAUS SommerAkademie mitgewirkt haben und aktiv dabei waren! Auf ein Wiedersehen nächste Woche auf der 67. IAA in Frankfurt

Ihr

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS

www.brachat.de

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