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DUH, Digitaler Handel, Sommeraktion

Prof. Hannes Brachat

Heute: Die ewige "Diesel-Klemme", Deutsche Umwelt-Hilfe - der "grüne" Abmahnverein, Digitales Händlersterben?, Volvo: Schwedischer E-Autoangriff, Die besondere Sommeraktion: Hyundai i10 + Reise.

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Juli
24..
Montag

Die ewige "Diesel-Klemme"!

Gegenwärtig hilft via deutscher Automobilhersteller nur noch "Prinzip Hoffnung": Der Autogipfel am 2. August 2017, die Chance einer zukunftsgerechten IAA 2017 und das Grundvertrauen in das Produkt Automobil mit Zukunft. Das "5er Car-tell" hat die automobile Manager-Elite Deutschlands, die Möglichmacher, endgültig vom Sockel gestoßen. Auch ohne Krawatte! Es war Robert Bosch, der u.a. als Vermächtnis hinterließ: Man kann Vertrauen nicht kaufen, man kann es nur gewinnen. Was hier die deutsche Auto-Premiumriege selbstverschuldet angerichtet hat, ist unermesslich. Soviel sei heute aus Händler- und Kundensicht deutlich gemacht: Die Kundenentschädigung darf nicht wie vielfach in der VW-Dieselaffäre über den Handel ausgetragen werden. Die Politik ist endlich gefordert, die Sammelklage oder eine Musterfeststellungsklage zuzulassen. Das gilt auch für den Aufwand der nun anstehenden Nachrüstungen. Wenn MB beispielweise drei Millionen Dieselfahrzeuge, Volkswagen gar vier Millionen nachrüsten wird, so machen auch diese Beispiele deutlich, wie dringlich das Autohaus auch in der virtuellen Zukunft gebraucht wird!

Juli
25.
Dienstag

Deutsche Umwelt-Hilfe (DUH) - der "grüne" Abmahnverein

Er ist der "beliebteste" Verein der Branche, die Deutsche Umwelthilfe. ZDK-Präsident Jürgen Karpinski charakterisierte ihn neulich als "grün angestrichenen Abmahnverein". Interessant, die DUH hat eine Verbandsklagebefugnis. Der ZDK nicht. Seit 2004 ist die DUH als klagebrechtigter Verbraucherschutzverband anerkannt und seit 2009 als klageberechtigte Vereinigung und kann damit Verbraucherschutzvorschriften im Interesse der Allgemeinheit verfolgen. Das führt inzwischen in der Dieselmalaise dazu, dass nicht mehr Konzernzentralen, Parlamente oder Kabinette entscheiden, was Sache ist, sondern individuell gefärbte Richter bei Gericht.

2014 wurden von der DUH allein 1.265 Abmahnungen und 438 Gerichtsverfahren geführt. Das führt zu rund 2,4 Millionen Euro Jahreseinnahmen, die der Verein behalten darf. Ein Verein, der 243 Mitglieder hat und 88 Mitarbeiter beschäftigt, die ihr System von Jahr zu Jahr perfektionieren. Der Verein lebt auch von Spendern, u.a. von Toyota, die mehr auf Hybrid als auf Diesel setzen. Weitere Spenden kommen von Rußpartikelfilterherstellern u.a. HJS.

Man findet inzwischen immerhin einige Zeitungen, die das völlige Überziehen einer Rechtsverordnung brandmarken. Da ist beispielsweise bei der Umsetzung der Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung die Schrift in der Verbrauchsangabe am ausgestellten Neuwagen zu klein. Wumms, kommt eine Abmahnung in Höhe von rund 250 Euro. Wer diese Abmahnung unterschreibt, läuft in eine Falle. Die Herren Resch & Co von der DUH behalten in Sonderheit diese Betriebe über Jahre unter stringenter Kontrolle, um dann im Wiederholungsfalle 5.000 bis 10.000 Euro abzukassieren. So funktioniert das Geschäftsmodell. Angeblich kann die "Durchführungsverordnung" für dieses Klein-Klein nur auf europäischer Ebene geändert werden. Schlimm! Bar jeder Verhältnismäßigkeit. 

Der Landesverband Baden-Württemberg konnte beispielsweise arrangieren, dass sich der erfahrene Obermeister Hansjörg Blender im ZDK-Morgenmagazin zum DUH-Abmahnverhalten äußern konnte. Blender betreibt sein Autohaus in Radolfzell, in örtlich nächster Nähe zur DUH. Der Landesverband unterstützt mit der Stuttgarter Innung und der ZLW einen Prozess vor dem Oberlandesgericht Stuttgart, in dem die DUH-Aktivlegitimation im Verbund mit dem wahren Geschäftsmodell hinterfragt wird. Neulich zeigte mir ein Mittelständler eine DUH-Rechnung in Höhe von 10.000 Euro. Ein Hammer!

DUH

Der besondere Umweltschein, DUH (Quelle: http://www.duh.de Screenshot)

Juli
25.
Mittwoch

Digitales Händlersterben?

Wir trennen: hier der Offline-Handel, der stationäre Handel, dort der Online-Handel, der virtuelle Vertrieb. Im Zentrum der Diskussion über das Händlerdasein steht derzeit die Branchen-Konsolidierung. Immer weniger stationäre Händler, dafür größere, die mehrere Betriebe steuern. Fazit: Der stationäre Handel oder auch die Bedeutung des klassischen Markenhandels reduziert sich.

Das Gegenteil spielt sich auf der virtuellen Vertriebsschiene ab. Bei Marktführer Mobile.de beispielsweise kommen pro Jahr mehr als 1.000 "Händler" bzw. "Vermittler" hinzu. Fazit: Der virtuelle Handel wächst! Wie so oft, man muss hinter die Dinge schauen. AUTOHAUS befragte Daniel Breves, Commercial Director bei Mobile.de. Wie viele Händler sind registriert, mit Neuwagen, mit Gebrauchtwagen, wie viele haben die Ware vor Ort, wie viele agieren als reine Vermittler, national und international. Breves: "Aktuell haben rund 30.000 Accounts weniger als 30 Fahrzeuge pro Monat bei uns gelistet, rund 13.000 Accounts mehr als 30." Account meint Nutzerkonto, Zugangsberechtigung. Runden wir auf und sagen: Es sind bei Mobilde.de 43.000 (!) virtuelle Händler bzw. Vermittler registriert. Breves: "Die neuen 'kleinen' Accounts sind bei uns als eingetragenes Kfz-Gewerbe registriert. Allerdings sehen wir nicht, ob sie als stationäres Autohaus arbeiten oder ohne. Was wir hingegen klar feststellen können, ist eine Konzentrationsbewegung auf dem Markt. Unsere Daten zeigen: Die Anzahl der Standorte der großen Händler-Gruppen wächst, kleinere Händler gehen in großen Handels-Gruppen auf. Diese werden über unsere Plattform einzeln verwaltet. Ebenso führen große Partner auf einer Standortadresse separate Accounts für GW, NW, VfW, Zweiräder, was auch Einfluss auf die Gesamtzahl der Accounts hat."

Und wie sieht die Verteilung der NW- und GW-Händler aus? Wie die Schichtung markengebundene Händler zu freien Händler? Daniel Breves: "Hierzu geben unsere Daten leider kein vollständiges Bild. Unter den registrierten Accounts sind rund 28 Prozent Markenhändler und zwölf Prozent freie Händler. Allerdings ist die Zahl nicht aussagekräftig, da die Angabe bei der Registrierung auf unserer Plattform freiwillig ist. Gut 60 Prozent unserer Händler haben dazu keine Angabe gemacht. Die genaue Aufschlüsselung nach Gebrauchtwagen- und Neuwagenhändlern ist ebenfalls schwierig, da viele Händler beides in ihrem Bestand haben."

Es sei der Artenvielfalt im Automobilhandel wegen deutlich gemacht, dass unter den 60 Prozent der 43.000 Accounts, sprich nahezu 26.000 (!) reine Fahrzeugvermittler am Automobilmarkt (international) mitmitschen! Außerdem sei an den Irrtum erinnert, der da die Runde macht: Viele gekündigte B-Händler oder vertraglich auf Service reduzierte Markenbetriebe stellen ja nicht ihr Handelsgeschäft ein. Der Kunde kann seinen Neuwagen für Volkswagen, Skoda, Seat, Audi und Dacia sogar individuell konfigurieren und nicht nur per Internet ordern, sondern erfährt vor Ort in Puchheim auf Wunsch persönliche Betreuung. Und gekündigte Händler bedienen sich gleichermaßen dieser freien Einkaufsquellen. Ohne Standards! Und die Vertriebsherren bei den Herstellern meinen immer noch, sie müssten den Vermittlerstatus von A- zu B-Händler unterbinden!

Juli
26.
Donnerstag

Volvo: Schwedischer E-Autoangriff

Die chinesischen Schweden wollen es wissen. Volvo-Chef Hakan Samuelsson kündigte an: Ab 2019 sollen alle neuen Modelle mit E-Antrieb fahren. Volvo verkaufte 2016 530.000 Fahrzeuge. 2025 sollen das eine Million Elektrofahrzeuge sein. Während die Deutschen Premiumhersteller doch arg in der Klemme hängen, geht Premiumhersteller Volvo mit der aktuellen E-Auto-Aussage in die Marketing-Offensive. Als Saubermann! Und das, obwohl sieben von acht neuen Volvo einen Diesel unter der Motorhaube tragen. Sprich, der Volvo-Dieselanteil liegt bei 87,2 Prozent. Die meistverkauften Volvo-Modelle waren nun mal die SUV XC60 und XC90, Diesel. Und das ohne zukunftsgerichtete "AdBlue"-Technik. Man will die Investitionen in Diesel-Motoren ganz einstellen. Dennoch, die Umwandlung auf reine E-Autos wird auch bei Volvo andauern. Es werden zuvor 48-Volt-Hybridsysteme, also Mildhybride, zum Einsatz kommen. Geely, der Haupteigner, gibt dazu den E-Kurs vor, nachdem die Regierung in China die Entwicklung von E-Autos massiv fördert. Da werden noch andere Chinesen wie Nio oder auch Tesla für E-Druck auf dem Markt sorgen!

Juli
27.
Freitag

Die besondere Sommeraktion: Hyundai i10 + Reise

Urlaub ist nicht Dasein, sondern Dortsein. So schicken die Gebrüder Holger und Björn Bormann ihre Kunden während der ruhigeren Sommerzeit gezielt auf Reise. Bormann konzipiert mit dem Reisebüro "Der Schmidt" jetzt zum dritten Mal ein Kombiangebot. Aktuell erhält ein Käufer eines sehr gut ausgestatteten Hyundai i10 1.0 Trend "Lissabon Edition" eine fünftägige Flugreise von Braunschweig nach Lissabon geschenkt. Inkludiert ist das Doppelzimmer im 4-Sterne-Hotel mit Frühstück und deutscher Reisebegleitung.

Holger Bormann - im Bild (l.) mit Philipp Cantauw (Der Schmidt): "Wir sehen das primär unter dem Stichwort Sommer-Marketing. Alleinstellungsmerkmal. Wir arrangieren dazu noch an einem Wochende unsere traditionelle Beach-Party und lassen dazu fünf Tonnen Sand anfahren. Oder gestern kam unser Testfahrer zurück, Jürgen Mundrzienski, der am Dienstag zum 900 Kilometer-Test mit einem Ioniq-Hybridauto aufbrach. Durch die neuen Bundesländer. Das wird mit Belegbildern aufbereitet und über verschiedene Medien inszeniert. Der TÜV nahm dafür die Tankversiegelung vor. Gestern kehrte unser Testfahrer mit dem Fahrzeug und sechs Litern Restinhalt zurück. Wir wollen den Hybridantrieb damit ins Verbraucherbewusstsein bringen."

Auf dem Kennzeichen steht der Firmenslogan: Zwei Brüder. Alle Marken. Die Gebrüder Bormann, die im Service alle Marken betreuen. Es fehlt noch für die Trilogie, dass sie "einen Friseur" haben. Warum? Beide tragen vom Vater überlassene Glatzköpfe! Er sei damit herzlich u.a. als ehemaliger Obermeister gegrüßt! 

Holger Bormann mit Philipp Cantauw

Auto & Reisebüro

Bormann Ioniq-Hybridauto

Die besondere Hybridfahrt!

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