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Rupert Stadler +++ E-Auto-Akzente +++ Politische Glaubwürdigkeit

Prof. Hannes Brachat

Anklage gegen Ex-Audi-Chef Rupert Stadler +++ Besondere E-Auto-Akzente +++ (Wirtschafts-)Politische Glaubwürdigkeit +++ Origineller Dankesgruß aus Emmendingen

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Juli
30.
Montag

Anklage gegen Ex-Audi-Chef Rupert Stadler

Die Staatsanwaltschaft München II hat Anklage gegen Rupert Stadler erhoben. Man darf davon ausgehen, dass einschlägiges Betrugsmaterial vorliegt, ansonsten würden die Staranwälte von Audi das zu verhindern wissen. Wer sitzt schon gerne im Knast? Audi hat Kunden wie Händler mit 430.000 manipulierten Dieseln betrogen. Der Dieselskandal kostete Audi bis heute 3,4 Milliarden Euro. Geld, das für Zukunftsinvestitionen fehlt. Offensichtlich haben Stadler und weitere Audi-Manager Kunden weiter betrogen, obwohl der Dieselskandal im September 2015 aufgedeckt war. Stadler musste schließlich dann 2018 ohne Hut, aber mit 6,9 Millionen Euro Abfindung gehen. Die sollen dann je nach Ausgang möglicherweise doch noch verrechnet werden. Mal sehen, wann Martin Winterkorn von Braunschweig aus mit einer Klage dran ist.

Die üble Diesel-Dreherei im VW-Konzern sei an folgenden Ereignis markant festgemacht. VW-Chef Herbert Diess meinte am 18. Juni in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz: "Das, was wir gemacht haben, war Betrug, ja." Das hätte er aus juristischen Gründen nie sagen dürfen. Wie wird das wahre Bekenntnis von Diess seitens der PR-Abteilung des Konzerns nach außen umgebogen? "Die Aussage von Herrn Diess ist nicht im rechtstechnischen Sinne zu verstehen. Die in Deuschland und der EU verwendete Umschaltlogik ist ...nach unserer Rechtsauffassung legal." Soviel zur PR-Rabulistik. VW-Audi halten denn auch die mehreren tausend Klagen in einem außergerichtlichen Vergleich unter Verschluss. Sie wurden mit Verschwiegenheitsklauseln versehen. Vertragsstrafe 5.000 Euro. Die Auswirkungen der Musterfeststellungsklage für 420.000 Betroffene stehen noch aus. Am 1. September 2019 wird darüber erstmals verhandelt. Weitere Schadenersatzzahlungen in Milliardenhöhe drohen. VW ist damit nicht allein. Beim Stuttgarter Landgericht sind bis Juni diesen Jahres allein 1.100 Zivilklagen von Dieselfahrern gegen Mercedes-Benz eingegangen. Ob hier Dieter Zetsche noch aufgerufen wird? Die juristische Dieselmalaise ist für diverse Konzerne noch nicht vom Tisch!

hb-sz-stadler-anklage

Derartige Titelbilder wie das von der "SZ" sind alles granatenmäßige Imageschädiger für Audi

Juli
31.
Dienstag

Besondere E-Auto-Akzente

Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität beschlossen. Die Dienstwagenbesteuerung für die private Nutzung von E-Fahrzeugen oder extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen mit 0,5 Prozent, befristet bis Ende 2021, wird nun bis 2030 verlängert. Auch die Regelung für E-Lieferfahrzeuge mit der Sonderabschreibung von 50 Prozent im Jahr der Anschaffung zuzüglich zur regulären Abschreibung wird bis Ende 2030 ausgedehnt. Das gibt Wirkung!

Wer die Internetauftritte gerade großer automobiler Handelsgruppen analysiert, stellt nach wie vor fest, wie zurückhaltend die E-Expertise dort ausfällt. Tatsache ist, dass ab 2020 die E-Automobile-Modelloffensive startet. Lassen sie auf sich wirken, wie Nico Polleti von Cluno sein E-Auto-Abo offeriert:

hb-cluno

1. Das Laden dauert ewig: Mittlerweile ist eine Vollladung schon innerhalb von 15 Minuten möglich, abhängig von Fahrzeug und Ladestation. Das Fahrzeug wird während der Stehzeiten geladen – und im Durchschnitt ist ein Auto ohnehin ganze 23 Stunden pro Tag geparkt!

2. Kein Fahrspaß ohne Diesel oder Benzin: Lass Dich vom Gegenteil überzeugen: E-Autos sind kraftvoll und schnell und stehen anderen Fahrzeugen um nichts nach. Vor allem beim Beschleunigen zeigt der E-Motor, dass er viel Power hat. Der BMW i3s schafft es zum Beispiel von 0 auf 100 in unter 7 Sekunden. Probier es aus!

3. Die Reichweite ist zu gering Im Schnitt legt ein Pkw 34 Kilometer pro Tag zurück. Die durchschnittliche Reichweite eines E-Autos liegt mittlerweile bei 300 Kilometern, mit Luft nach oben. Zudem kann ein E-Auto jederzeit zwischendurch am Parkplatz aufgeladen werden. Der BMW i3s hat eine elektrische Reichweite (NEFZ) in Höhe von 359 km, die Alltagsreichweite beträgt bis zu 260 km.

4. E-Autos sind nicht umweltfreundlicher: Oft wird behauptet, dass E-Autos vor allem wegen der aufwendigen Batterieherstellung und -entsorgung kaum ressourcenschonender sind als Verbrenner. Wird jedoch der gesamte Lebenszyklus berücksichtigt, verursachen Elektrofahrzeuge 70 bis 90 Prozent weniger CO2.

5. E-Autos sind viel zu teuer: Mittlerweile hat sich die Autoindustrie an die Elektromobilität angepasst und bietet Fahrzeuge jeglicher Preisklasse an. Du bist dir nicht sicher, ob ein E-Auto zu dir passt? Probier es aus im Cluno Auto Abo: Die Mindestlaufzeit pro Auto beträgt 6 Monate. Mit einer Frist von 3 Monaten kannst du zum Ablauf der Mindestlaufzeit sowie jederzeit danach auf ein anderes Auto wechseln oder die Nutzung beenden. Unser Favorit unter den E-Autos: der BMW i3s. Fahrfreude funktioniert auch elektrisch - bester Beweis dafür ist der BMW i3s. Er steckt voller innovativer Technologien und vereint außergewöhnliche Fahrdynamik mit Nachhaltigkeit und futuristischem Design. Im Auto Abo für nur 599 Euro pro Monat!

Klasse gemacht! Zur Preislandschaft sei angemerkt, dass da jetzt nach und nach Druckwirkung von außen kommt. Aus China. Wir haben schon im Januar von der BfI-Tagung in Dortmund einen Chinaimport für 12.990 Euro abzüglich 2.000 Euro Händlermarge vorgestellt. Das wird kein Einzelfall bleiben. Weitere private Chinaimporteure werden sich aktiv in die E-Szene einmischen. Der Preiswettbewerb ist eröffnet. 

hb-bfi-elektroauto

China-Import "BfI 01", Reichweite 120 Kilometer, Spitzengeschwindigkeit 65 km/h, Preis: 12.990 Euro

Händler sagen mir, dass man E-Autos mit den angestammten Verkäufern nicht verkaufen kann. Sie sind "verbrennungsmotorverhaftet". Große Händler sollten daher eine Aufspaltung überlegen. E-Verkäufer-Experten

Renault ist in Sache Elektroauto Vorreiter. Die Renault-Händler beklagen eine unzuverlässige Liefersituation von E-Fahrzeugen. Auf ein Ladekabel mit Steckdosenanschluss warte man vier Wochen. Bestimmte E-Autoteile seien nicht lieferbar. Man muss bis zur Renault-Teilelieferung dem Kunden gratis für drei Wochen einen Ersatzwagen zur Verfügung stellen. Die Kosten dafür übernimmt aber nicht Renault, sondern hat der Händler selber zu tragen. E-Motivation sieht anders aus. Ergo: Das 1x1 zum Laufen bringen!

August
1.
Donnerstag

(Wirtschafts-)Politische Glaubwürdigkeit

Lassen sie uns erst einen weiten Rahmen spannen. Wer "politische Highlights" der letzten 50 Jahren aufruft, muss feststellen, wie vielfach überzogen Themen in ihrer Brisanz hochstilisiert wurden. Die Erfahrung daraus: Gelassenheit, solide, unaufgeregte Betrachtung. Hier beispielhafte Themen: 

1. 1973 hatten wir vier autofreie Sonntage und Tempolimits. Grund: Versorgungsengpässe Erdöl! Und heute?

2. Es kam das Sterben des deutschen Waldes. Er kommt jetzt wieder dran.

3. Vor der Jahrtausendwende brach der Rinderwahn aus.

4. Dann sorgten angeblich chemische Massenvernichtungswaffen Sadam Husseins für höheren Pulsschlag.

5. Man rufe die Todesboten Aids, Vogel- und Schweingerippe auf. Wie viele sind dran gestorben? Dass jährlich 1,2 Millionen Menschen weltweit bei Verkehrsunfällen mit Autos sterben, gehört anscheinend zur Normalität.

6. Das Ozonloch löste Panik in Sachen Hautkrebs aus.

7. Dann sorgte Google Street-View für Totalüberwachung.

8. Der Diesel wurde seit 2015 systematisch gegen jegliche Vernunft runtergezogen. Die Automobilindustrie schaute trotz großer PR-Abteilungen und Top-Diesel-Ingenieuren benommen zu.

9. Jetzt nimmt der Intelligenzquotient in Deutschland ab. Wir verblöden.

10. Aktuell werden die Politiker, Kirchen und Journalisten über Klimawandel und Klimaschutz jeden Freitag wach gehalten.

11. Das Elektroauto wird von verschiedenen Seiten angezweifelt.

12. Der CO2-Preis ist angeblich die saubere Zukunftslösung, obwohl jeder bei jedem Tanken redlich 60 Prozent CO2-Steuern bezahlt, zuzüglich bei der Kfz-Steuer.

Man muss dabei mal die soziale Frage stellen, wie denn die Lastenverteilung bei Ökologie aussieht? Werden die Kosten des Umweltschutzes wirklich sozial gerecht verteilt? Wir haben in Europa inzwischen die höchsten Strompreise. Auch da ist der "kleine Mann" dabei. Sie mögen bei Umweltausflügen auch mal das Thema Überbevölkerung ökologisch benennen. Von 7,6 Milliarden auf möglicherweise zehn Milliarden bis 2050. Die Forderung: Die ganze Wahrheit sagen. Auch am Freitag. Bei aller Komplexität. 

Wenn die "Washington Post" US-Präsident Donald Trump vorlegt, dass er seit Amtseinführung im Januar 2017 über 11.000 Mal gelogen hat, so sind das pro Tag zwölf Falschmeldungen, die er im Schnitt loslässt. Um die Wahrheit auszuhebeln. Jetzt kriegt er über Boris Johnson einen britischen Bruder. Beide polarisieren alles, verunglimpfen, provozieren. Ein sehr eigenwilliges Verständnis von Wahrheit. 

Ich konnte letzte Woche darüber mit dem CSU-Ehrenvorsitzenden und Ex-Bundesfinanzminister (1989 - 1998), Dr. Theo Waigel, in Ottobeuren sprechen. Er publizierte zu seinem 80. Geburtstag seine Biografie und nennt sie: Ehrlichkeit ist eine Währung. Offensichtlich ist nichts mehr undenkbar, nichts ist unerträglich. Die Verdrehung von Fakten, die Umdeutung der Realität durch die Lüge ist die pure Verachtung der Wahrheit. Man darf diesen Irrsinn nicht zulassen. Demokratie lebt grundsätzlich von der Glaubwürdigkeit der Politiker, aller demokratischer Führungskräfte. Man muss die Wahrheit immer wieder penetrant wiederholen! Die Mehrheit der Wähler müssen den Irrsinn von Falschmeldungen, sprich Lügen erkennen. Die Presse ist hier in Sonderheit an "wahrer Aufklärung und Darstellung" gefordert.

hb-theo-weigel

Dr. Theo Waigel, Ex-Bundesminister und CSU-Ehrenvorsitzender, mit AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

August
2.
Freitag

Origineller Dankesgruß aus Emmendingen

    Am vergangenen Freitag habe ich den Obermeister der Kfz-Innung Freiburg und Honda-Händler Rolf Buselmeier von dieser Stelle aus hochleben lassen. Am Geburtstag selbst, am Samstagabend, lud der Jubilar die Jubelschar in sein Autohaus ein. Zur gebotenen Stunde traten der Stellv. Obermeister Siegfried Ernst und Innungsgeschäftsführer Erhard Bender vor die Gäste. Der Jubilar mit Spannung daneben. Marketinggestaltungskünstlerin Tanja Ernst hat den Text aus "HB o.F." ausgedruckt, auf hochwertigem Papier und in einem wirkungsvoll gestalteten Rahmen mit Imbusschrauben zur Freude des Jubilars "veredelt". Ich sage ganz herzlichen Dank für die originelle Aufwertung der Botschaft. Eine großartige Überraschung für das Geburtstagskind! Toll! Abermals Gratulation für und an Rolf Buselmeier.

    hb-buselmeier2

    Offizielle Übergabe der Laudatio an Obermeister Rolf Buselmeier durch den Stellv. Obermeister Siegfried Ernst (re.) und Innungsgeschäftsführer Erhard Bender

Spruch der Woche:

"Gerade die Teufel reden mit Engelszungen." (Norbert Stoffel)

Auf ruhige Wochenendperspektiven – wo auch immer auf welchem Weinfest!

Ihr
Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS
www.brachat.de


Der nächste HB ohne Filter erscheint am 9. August 2019!


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Juli
30.
Montag

Anklage gegen Ex-Audi-Chef Rupert Stadler

Die Staatsanwaltschaft München II hat Anklage gegen Rupert Stadler erhoben. Man darf davon ausgehen, dass einschlägiges Betrugsmaterial vorliegt, ansonsten würden die Staranwälte von Audi das zu verhindern wissen. Wer sitzt schon gerne im Knast? Audi hat Kunden wie Händler mit 430.000 manipulierten Dieseln betrogen. Der Dieselskandal kostete Audi bis heute 3,4 Milliarden Euro. Geld, das für Zukunftsinvestitionen fehlt. Offensichtlich haben Stadler und weitere Audi-Manager Kunden weiter betrogen, obwohl der Dieselskandal im September 2015 aufgedeckt war. Stadler musste schließlich dann 2018 ohne Hut, aber mit 6,9 Millionen Euro Abfindung gehen. Die sollen dann je nach Ausgang möglicherweise doch noch verrechnet werden. Mal sehen, wann Martin Winterkorn von Braunschweig aus mit einer Klage dran ist.

Die üble Diesel-Dreherei im VW-Konzern sei an folgenden Ereignis markant festgemacht. VW-Chef Herbert Diess meinte am 18. Juni in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz: "Das, was wir gemacht haben, war Betrug, ja." Das hätte er aus juristischen Gründen nie sagen dürfen. Wie wird das wahre Bekenntnis von Diess seitens der PR-Abteilung des Konzerns nach außen umgebogen? "Die Aussage von Herrn Diess ist nicht im rechtstechnischen Sinne zu verstehen. Die in Deuschland und der EU verwendete Umschaltlogik ist ...nach unserer Rechtsauffassung legal." Soviel zur PR-Rabulistik. VW-Audi halten denn auch die mehreren tausend Klagen in einem außergerichtlichen Vergleich unter Verschluss. Sie wurden mit Verschwiegenheitsklauseln versehen. Vertragsstrafe 5.000 Euro. Die Auswirkungen der Musterfeststellungsklage für 420.000 Betroffene stehen noch aus. Am 1. September 2019 wird darüber erstmals verhandelt. Weitere Schadenersatzzahlungen in Milliardenhöhe drohen. VW ist damit nicht allein. Beim Stuttgarter Landgericht sind bis Juni diesen Jahres allein 1.100 Zivilklagen von Dieselfahrern gegen Mercedes-Benz eingegangen. Ob hier Dieter Zetsche noch aufgerufen wird? Die juristische Dieselmalaise ist für diverse Konzerne noch nicht vom Tisch!

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Derartige Titelbilder wie das von der "SZ" sind alles granatenmäßige Imageschädiger für Audi

Juli
31.
Dienstag

Besondere E-Auto-Akzente

Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität beschlossen. Die Dienstwagenbesteuerung für die private Nutzung von E-Fahrzeugen oder extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen mit 0,5 Prozent, befristet bis Ende 2021, wird nun bis 2030 verlängert. Auch die Regelung für E-Lieferfahrzeuge mit der Sonderabschreibung von 50 Prozent im Jahr der Anschaffung zuzüglich zur regulären Abschreibung wird bis Ende 2030 ausgedehnt. Das gibt Wirkung!

Wer die Internetauftritte gerade großer automobiler Handelsgruppen analysiert, stellt nach wie vor fest, wie zurückhaltend die E-Expertise dort ausfällt. Tatsache ist, dass ab 2020 die E-Automobile-Modelloffensive startet. Lassen sie auf sich wirken, wie Nico Polleti von Cluno sein E-Auto-Abo offeriert:

hb-cluno

1. Das Laden dauert ewig: Mittlerweile ist eine Vollladung schon innerhalb von 15 Minuten möglich, abhängig von Fahrzeug und Ladestation. Das Fahrzeug wird während der Stehzeiten geladen – und im Durchschnitt ist ein Auto ohnehin ganze 23 Stunden pro Tag geparkt!

2. Kein Fahrspaß ohne Diesel oder Benzin: Lass Dich vom Gegenteil überzeugen: E-Autos sind kraftvoll und schnell und stehen anderen Fahrzeugen um nichts nach. Vor allem beim Beschleunigen zeigt der E-Motor, dass er viel Power hat. Der BMW i3s schafft es zum Beispiel von 0 auf 100 in unter 7 Sekunden. Probier es aus!

3. Die Reichweite ist zu gering Im Schnitt legt ein Pkw 34 Kilometer pro Tag zurück. Die durchschnittliche Reichweite eines E-Autos liegt mittlerweile bei 300 Kilometern, mit Luft nach oben. Zudem kann ein E-Auto jederzeit zwischendurch am Parkplatz aufgeladen werden. Der BMW i3s hat eine elektrische Reichweite (NEFZ) in Höhe von 359 km, die Alltagsreichweite beträgt bis zu 260 km.

4. E-Autos sind nicht umweltfreundlicher: Oft wird behauptet, dass E-Autos vor allem wegen der aufwendigen Batterieherstellung und -entsorgung kaum ressourcenschonender sind als Verbrenner. Wird jedoch der gesamte Lebenszyklus berücksichtigt, verursachen Elektrofahrzeuge 70 bis 90 Prozent weniger CO2.

5. E-Autos sind viel zu teuer: Mittlerweile hat sich die Autoindustrie an die Elektromobilität angepasst und bietet Fahrzeuge jeglicher Preisklasse an. Du bist dir nicht sicher, ob ein E-Auto zu dir passt? Probier es aus im Cluno Auto Abo: Die Mindestlaufzeit pro Auto beträgt 6 Monate. Mit einer Frist von 3 Monaten kannst du zum Ablauf der Mindestlaufzeit sowie jederzeit danach auf ein anderes Auto wechseln oder die Nutzung beenden. Unser Favorit unter den E-Autos: der BMW i3s. Fahrfreude funktioniert auch elektrisch - bester Beweis dafür ist der BMW i3s. Er steckt voller innovativer Technologien und vereint außergewöhnliche Fahrdynamik mit Nachhaltigkeit und futuristischem Design. Im Auto Abo für nur 599 Euro pro Monat!

Klasse gemacht! Zur Preislandschaft sei angemerkt, dass da jetzt nach und nach Druckwirkung von außen kommt. Aus China. Wir haben schon im Januar von der BfI-Tagung in Dortmund einen Chinaimport für 12.990 Euro abzüglich 2.000 Euro Händlermarge vorgestellt. Das wird kein Einzelfall bleiben. Weitere private Chinaimporteure werden sich aktiv in die E-Szene einmischen. Der Preiswettbewerb ist eröffnet. 

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China-Import "BfI 01", Reichweite 120 Kilometer, Spitzengeschwindigkeit 65 km/h, Preis: 12.990 Euro

Händler sagen mir, dass man E-Autos mit den angestammten Verkäufern nicht verkaufen kann. Sie sind "verbrennungsmotorverhaftet". Große Händler sollten daher eine Aufspaltung überlegen. E-Verkäufer-Experten

Renault ist in Sache Elektroauto Vorreiter. Die Renault-Händler beklagen eine unzuverlässige Liefersituation von E-Fahrzeugen. Auf ein Ladekabel mit Steckdosenanschluss warte man vier Wochen. Bestimmte E-Autoteile seien nicht lieferbar. Man muss bis zur Renault-Teilelieferung dem Kunden gratis für drei Wochen einen Ersatzwagen zur Verfügung stellen. Die Kosten dafür übernimmt aber nicht Renault, sondern hat der Händler selber zu tragen. E-Motivation sieht anders aus. Ergo: Das 1x1 zum Laufen bringen!

August
1.
Donnerstag

(Wirtschafts-)Politische Glaubwürdigkeit

Lassen sie uns erst einen weiten Rahmen spannen. Wer "politische Highlights" der letzten 50 Jahren aufruft, muss feststellen, wie vielfach überzogen Themen in ihrer Brisanz hochstilisiert wurden. Die Erfahrung daraus: Gelassenheit, solide, unaufgeregte Betrachtung. Hier beispielhafte Themen: 

1. 1973 hatten wir vier autofreie Sonntage und Tempolimits. Grund: Versorgungsengpässe Erdöl! Und heute?

2. Es kam das Sterben des deutschen Waldes. Er kommt jetzt wieder dran.

3. Vor der Jahrtausendwende brach der Rinderwahn aus.

4. Dann sorgten angeblich chemische Massenvernichtungswaffen Sadam Husseins für höheren Pulsschlag.

5. Man rufe die Todesboten Aids, Vogel- und Schweingerippe auf. Wie viele sind dran gestorben? Dass jährlich 1,2 Millionen Menschen weltweit bei Verkehrsunfällen mit Autos sterben, gehört anscheinend zur Normalität.

6. Das Ozonloch löste Panik in Sachen Hautkrebs aus.

7. Dann sorgte Google Street-View für Totalüberwachung.

8. Der Diesel wurde seit 2015 systematisch gegen jegliche Vernunft runtergezogen. Die Automobilindustrie schaute trotz großer PR-Abteilungen und Top-Diesel-Ingenieuren benommen zu.

9. Jetzt nimmt der Intelligenzquotient in Deutschland ab. Wir verblöden.

10. Aktuell werden die Politiker, Kirchen und Journalisten über Klimawandel und Klimaschutz jeden Freitag wach gehalten.

11. Das Elektroauto wird von verschiedenen Seiten angezweifelt.

12. Der CO2-Preis ist angeblich die saubere Zukunftslösung, obwohl jeder bei jedem Tanken redlich 60 Prozent CO2-Steuern bezahlt, zuzüglich bei der Kfz-Steuer.

Man muss dabei mal die soziale Frage stellen, wie denn die Lastenverteilung bei Ökologie aussieht? Werden die Kosten des Umweltschutzes wirklich sozial gerecht verteilt? Wir haben in Europa inzwischen die höchsten Strompreise. Auch da ist der "kleine Mann" dabei. Sie mögen bei Umweltausflügen auch mal das Thema Überbevölkerung ökologisch benennen. Von 7,6 Milliarden auf möglicherweise zehn Milliarden bis 2050. Die Forderung: Die ganze Wahrheit sagen. Auch am Freitag. Bei aller Komplexität. 

Wenn die "Washington Post" US-Präsident Donald Trump vorlegt, dass er seit Amtseinführung im Januar 2017 über 11.000 Mal gelogen hat, so sind das pro Tag zwölf Falschmeldungen, die er im Schnitt loslässt. Um die Wahrheit auszuhebeln. Jetzt kriegt er über Boris Johnson einen britischen Bruder. Beide polarisieren alles, verunglimpfen, provozieren. Ein sehr eigenwilliges Verständnis von Wahrheit. 

Ich konnte letzte Woche darüber mit dem CSU-Ehrenvorsitzenden und Ex-Bundesfinanzminister (1989 - 1998), Dr. Theo Waigel, in Ottobeuren sprechen. Er publizierte zu seinem 80. Geburtstag seine Biografie und nennt sie: Ehrlichkeit ist eine Währung. Offensichtlich ist nichts mehr undenkbar, nichts ist unerträglich. Die Verdrehung von Fakten, die Umdeutung der Realität durch die Lüge ist die pure Verachtung der Wahrheit. Man darf diesen Irrsinn nicht zulassen. Demokratie lebt grundsätzlich von der Glaubwürdigkeit der Politiker, aller demokratischer Führungskräfte. Man muss die Wahrheit immer wieder penetrant wiederholen! Die Mehrheit der Wähler müssen den Irrsinn von Falschmeldungen, sprich Lügen erkennen. Die Presse ist hier in Sonderheit an "wahrer Aufklärung und Darstellung" gefordert.

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Dr. Theo Waigel, Ex-Bundesminister und CSU-Ehrenvorsitzender, mit AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

August
2.
Freitag

Origineller Dankesgruß aus Emmendingen

    Am vergangenen Freitag habe ich den Obermeister der Kfz-Innung Freiburg und Honda-Händler Rolf Buselmeier von dieser Stelle aus hochleben lassen. Am Geburtstag selbst, am Samstagabend, lud der Jubilar die Jubelschar in sein Autohaus ein. Zur gebotenen Stunde traten der Stellv. Obermeister Siegfried Ernst und Innungsgeschäftsführer Erhard Bender vor die Gäste. Der Jubilar mit Spannung daneben. Marketinggestaltungskünstlerin Tanja Ernst hat den Text aus "HB o.F." ausgedruckt, auf hochwertigem Papier und in einem wirkungsvoll gestalteten Rahmen mit Imbusschrauben zur Freude des Jubilars "veredelt". Ich sage ganz herzlichen Dank für die originelle Aufwertung der Botschaft. Eine großartige Überraschung für das Geburtstagskind! Toll! Abermals Gratulation für und an Rolf Buselmeier.

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    Offizielle Übergabe der Laudatio an Obermeister Rolf Buselmeier durch den Stellv. Obermeister Siegfried Ernst (re.) und Innungsgeschäftsführer Erhard Bender

Spruch der Woche:

"Gerade die Teufel reden mit Engelszungen." (Norbert Stoffel)

Auf ruhige Wochenendperspektiven – wo auch immer auf welchem Weinfest!

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Prof. Hannes Brachat
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3 Kommentare
1
Alter Zausel
04.08.2019

ELEKTROAUTO1. Das Laden dauert ewig: STIMMT, hinzu kommt das Chaos bei den Ladestationen, die Störungen, die unterschiedlichen Ladekabel - u. wie oft ein Auto im DURCHSCHNITT am Tag steht hilft bei Urlaubs- oder Ausflugsfahrten auch nicht weiter ! 3. Die Reichweite ist zu gering: STIMMT, u. das noch in Verbindung mit den langen Ladezeiten u. den fehlenden Ladesäulen ein Unding, die Besserwisser werden es je nach Witterung schnell merken - obwohl sie frieren u. ohne Licht, Navi, Sitzheizung u. Scheibenwischer fahren. 4. E-Autos sind nicht umweltfreundlicher:STIMMT, man denke neben den schweren Batterien auch mal an den enormen Wasserverbrauch in den trockenen Ländern u. die Verschandelung der Landschaft durch Windräder - aber auch was an Kosten von den Steuerzahlern zu tragen ist5. E-Autos sind viel zu teuer: STIMMT, u. für so einen hässlichen BMW i3s würde ich auch zu Testzwecken keine 200,- Euro bezahlen geschweige denn 599,- Euro !!Für mich ist diese SCHÖNSCHWÄTZEREI was das Milliarden verschlingende E-Auto betrifft ebensowenig nachvollziehbar wie die "Verdammung" der sauberen Diesel u. Benziner !! FAZIT : das e-Auto (PKW) ist z.Zt. max. als Zweitw. eine Alternative - wenn die Haushaltskasse gut gefüllt ist u. der Strom aus der Steckdose kommt -in welchen Ländern auch immer die Kraftwerke stehen !!

2
Olaf Ehlig
03.08.2019

Lieber Hannes Brachat,diese Woche ist Ihnen wieder eine echt hervorragende Kolumne gelungen. Respekt und Danke, denn ich musste dabei lachen und gleichzeitig nachdenklich gestimmt lesen:- sachlich, ratsam E-Mobilität :“...dass man E-Autos mit den angestammten Verkäufern nicht verkaufen kann. Sie sind "verbrennungsmotorverhaftet". Große Händler sollten daher eine Aufspaltung überlegen. E-Verkäufer-Experten! “

3
Frank E.
02.08.2019

Der E-Auto-Mythos: Auf die Anfrage bei meinem Stromnetzbetreiber, was für eine Wallbox bekam ich - nur mündlich - die Information, ich könne mein Auto doch an der Haushaltssteckdose laden. Wenigstens 400V mit 16A? Naja, solange ich der einzige in der Straße sei. Für mehr müssten erstmal die Stromkabel vom Dach in die Straße verlegt werden. Das sollte zwar seit Jahren bereits erledigt sein, sei aber auch aktuell nicht geplant. Ob ich damit die 150km täglich über Nacht nachgeladen bekomme? Solange es an der Infrastuktur fehlt, KANN ich mir KEIN E-Auto kaufen! Da hilft kein Förderprogramm für Autos oder schlechtes Umweltgewissen.

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