250px 61px
Nachrichten
Nachrichten
Kommentare () Kommentare (0)
Zum Themenspecial Abgas-Skandal

Abgasaffäre: Kostenfreistellung für VW-Händler

Abgasaffäre
Zum Themenspecial Abgas-Skandal
Kostenfreistellung für VW-Händler

Die Bewältigung der Abgaskrise wird für die VW-Organisation anstrengend – und teuer. Die Partnerbetriebe zumindest sollen nicht auf den Kosten sitzen bleiben.

Volkswagen Pkw greift seinen Vertriebs- und Servicepartnern im Abgas-Skandal unter die Arme. Machen Kunden im Zusammenhang mit dem Dieselmotor EA 189 Gewährleistungsansprüche geltend, wird der Hersteller den Autohäusern die notwendigen Erfüllungskosten erstatten. Komplett entlastet werden die Betriebe zudem bei den Aufwendungen, die in Verbindung mit dem angekündigten Maßnahmenplan entstehen. Das erklärte Thomas Zahn, Leiter Vertrieb und Marketing Deutschland, am Mittwoch in einem Rundschreiben an die Handelsorganisation.

In der Mitteilung, die AUTOHAUS vorliegt, werden auch die Voraussetzungen für die Kostenfreistellung genannt. Demnach müssen die VW-Partner den Hersteller "über jede Inanspruchnahme durch Kunden, die zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung führen kann oder geführt hat, unverzüglich unterrichten". Dazu sollen sie Unterlagen wie Klageschriften, gerichtliche Verfügungen, Kaufverträge und die Korrespondenz mit dem Kunden in Wolfsburg einreichen.

Grundsätzlich sollen die Partnerbetriebe zur Bearbeitung von Kundenanfragen zum EA 189 nur die Mustertexte des Herstellers verwenden. Dies gilt auch im Fall von gerichtlichen Auseinandersetzungen. Laut Zahn wird VW die zur Rechtsverfolgung notwendigen Kosten ebenso übernehmen. Dafür sei ein schriftlicher Nachweis und die Stellung einer Rechnung erforderlich. Die Autohäuser seien aber "voll verantwortlich hinsichtlich der ordnungsgemäßen Prozessführung", betonte Zahn.

Bei weitergehenden Ansprüchen seitens des Kunden sind die VW-Partner ebenfalls verpflichtet, den Hersteller sofort zu informieren und entsprechende Informationen beizufügen. Sollte das Begehren berechtigt sein, werde VW die Unternehmen von der Inanspruchnahme freistellen, hieß es. Anderenfalls kündigte der Deutschland-Chef "bei Bedarf" eine Unterstützung seitens des Konzerns an. (AH)

Artikel jetzt ...

© Copyright 2019 AUTOHAUS online

Kommentar
Mehr zu VW
Mehr zu VW
Ihr Kommentar zum Artikel
Ihr Kommentar zum Artikel

AUTOHAUS ist ein Fachmedium für die Automobilwirtschaft. Die qualifizierte Meinung unserer Online-Nutzer zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen.
Vielen Dank!

Artikel jetzt ...

mit anderen teilen per

© Copyright 2019 AUTOHAUS online

Newsletter
Newsletter
Schon gelesen?
Die Top-Nachrichten