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Autobauer in der Krise: Nissan-Chef tritt Mitte September zurück

Autobauer in der Krise
Nissan-Chef tritt Mitte September zurück
Hiroto Saikawas Tage an der Nissan-Spitze sind gezählt.
© Foto: picture alliance/Fumiyasu Nakatsuji/Jiji Press/dpa

Der Verwaltungsrat des japanischen Autobauers hat Hiroto Saikawa aufgefordert, den Vorstandsvorsitz mit Wirkung zum 16. September aufzugeben.

Der Chef des japanischen Renault-Partners Nissan, Hiroto Saikawa, steht vor seiner Demission. Das teilte der japanische Autobauer nach einer Sitzung des Verwaltungsrates am Montag in Yokohama mit. Saikawa habe kürzlich seine Bereitschaft zum Rücktritt signalisiert. Der Verwaltungsrat habe ihn aufgefordert, mit Wirkung zum 16. September als Vorstandschef zurückzutreten. Saikawa habe zugestimmt. Ein Nachfolger solle bis Ende Oktober gefunden werden.

Saikawa stand nach dem Rausschmiss des ehemaligen Renault-Chefs Carlos Ghosn als Verwaltungsratschef bei den Japanern unter Druck, den Konzern aus dem Tief zu führen. Nach der Verhaftung Ghosns war das französisch-japanische Auto-Bündnis zwischen Renault, Nissan und Mitsubishi in eine schwere Krise geraten. Ghosn (65) war ein Verstoß gegen Börsenauflagen in Japan vorgeworfen worden. Der gebürtige Brasilianer hatte die Vorwürfe mehrfach zurückgewiesen.

Nach einem heftigen Gewinneinbruch hatte Nissan Ende Juli mitgeteilt, etwa jeden elften Arbeitsplatz streichen zu wollen.

Renault, an dem der französische Staat beteiligt ist, hält 43,4 Prozent der Anteile an Nissan, die Japaner halten ihrerseits 34 Prozent an Mitsubishi. Nissan ist zu 15 Prozent an Renault beteiligt, hat aber dabei keine Stimmrechte. Renault strebt eine Fusion mit den Japanern an, doch die neue Nissan-Führung hat das bislang abgelehnt. (dpa)

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