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Absatzeinbruch: Händler fordern Klarheit über Opel-Zukunft

Thomas Bieling: "Die Händler erwarten, dass Opel Klarheit schafft, wohin die Reise geht."

VDOH-Sprecher Thomas Bieling erwartet Aussagen dazu, mit welchen Mitteln der Hersteller das Volumen halten oder ausbauen will. Ansonsten könnten sich die Autohäuser neu orientieren.


Datum:
10.04.2012
15 Kommentare

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Nach dem jüngsten Absatzeinbruch bei Opel haben die Vertriebspartner vom Management konkrete Aussagen zur Zukunft des Autobauers verlangt. "Die Händler erwarten, dass Opel Klarheit schafft, wohin die Reise geht", sagte der Sprecher des Verbandes Deutscher Opel- und Chevrolet-Händler (VDOH), Thomas Bieling, der "Allgemeinen Zeitung" (Mainz/Samstag). "Bei aller Härte möglicherweise notwendiger Restrukturierungsmaßnahmen muss aufgezeigt werden, mit welchen Mitteln man das Volumen halten oder ausbauen will."

Sollten diese Signale nicht kommen, werde jeder Händler sein Geschäftsmodell überdenken müssen. Dies wiederum könne bedeuten, dass Filialen geschlossen, neue Marken ins Sortiment aufgenommen oder andere ausgebaut werden. Bieling machte deutlich, dass die Händler Vertrauen zum aktuellen Opel-Management hätten, aber ungeduldig seien. Zudem mahnte er an, dass das Management in der Öffentlichkeit ein klares und überzeugendes Bild vermitteln müsse.

Opel hatte den Start ins Frühjahr auf seinem Heimatmarkt verpatzt. Die Zahl der Neuzulassungen sank im März im Vergleich zum Vorjahr um 12,3 Prozent auf 23.695 Autos. Die Marke mit dem Blitz verlor damit gegen den Trend im Markt.

Die Europatochter des US-Autobauers General Motors (GM) steckt auch nach ihrer umfassenden Sanierung weiter tief in der Verlustzone und steht vor der nächsten Schrumpfkur. Die Rüsselsheimer leiden unter der Nachfrageflaute in Europa, ihrem einzigen bedeutenden Absatzmarkt. GM hindert Opel daran, im großen Stil auf boomende Auslandsmärkte vorzustoßen. Die Amerikaner fürchten, dass Opel anderen Konzernmarken Konkurrenz macht.

Branchenumfrage: Mehrheit für neue Märkte

Nach Ansicht der AUTOHAUS Online-Leser bietet aber gerade die Erschließung neuer Märkte für Opel die größten Wachstumschancen. In einer in der vergangenen Woche durchgeführten Internetumfrage votierten 63 Prozent der User dafür. 19 Prozent meinten, dass GM verstärkt in neue Modelle investieren sollte, um die Marke wieder flott zu bekommen. 14 Prozent hielten dies dagegen nur über einen Abbau weiterer Stellen für möglich. Die Option, mehr Autos in Korea zu produzieren, stieß auf wenig Befürworter (vier Prozent). (dpa/rp)

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KOMMENTARE


WAB

10.04.2012 - 11:41 Uhr

Es ist Unverständlich dass Opel in die USA keine Fahrzeuge verkaufen darf unter der Begründung dass GM keine Konkurrenz im eigenen Hause verschaffen will aber im gleichen Zug mit Chevrolet nach Europa kommt und mit Opel konkurriert. Solche Aktionen stellen die Frage ob es GM Wirklich Klar wie sie ihre Geschäfte führen und die Auswirkungen ihre Entscheidungen verstehen!!!!


VMD

10.04.2012 - 14:38 Uhr

GM versteht es einfach nicht mit Traditionsmarken umzugehen. Die schaffen es tatsächlich ein Juwel wie Opel zu versenken. Bei SAAB haben sie es ja bereits erfolgreich geschafft.


Händler

10.04.2012 - 14:43 Uhr

Die Unternehmenskommunikation ist eine einzige Katastrophe. Wie kann man eine Marke (die laut Frau Labbé immer gestärkt werden sollte) so dermaßen runterwirtschaften! VW verdient mit "Made in Germany" in den USA sowie China richtig Geld bzw. lässt sich das teuer bezahlen. General Motors braucht nur abzuschreiben, so wie man das früher auch in der Schule gemacht hat, wenn man mal in der Klassenarbeit keinen Plan hatte um was es überhaupt geht (dieser Eindruck wird im übrigen stark vermittelt). Die Krönung des ganzen ist die strategische Allianz mit PSA. Ich bitte die GM Leute mal darüber nachzudenken ob es der momentan noch größte Autobauer nötig hat so eine "verlierer" Allianz einzugehen?! Wenn die erstmal ihre Hausaufgaben machen würden und die so hoch gelobten Synergieeffekte in eigenen Haus nutzen würden. Da gibt es sicherlich sehr viel Potenzial wenn ich mir mal so die ganzen Modelle anschau. Als Händler wird mir nur schlecht bei diesen Ausblicken. Die Frage wird sein wie lange geht der ein oder andere Händler noch diesen Weg mit?


uwe meier

10.04.2012 - 17:32 Uhr

Eine Frage an den VDOH: Wäre es nicht möglich gewesen das ganze still und leise zu fordern? Lasst doch für die nächsten "Geschäftsberichte" die Presse außen vor. Arbeitet ruhig und konsequent aber bitte stellt das Geschäftsmodell Opel als Händler nicht öffentlich in Frage.


H. Paprocki

10.04.2012 - 18:36 Uhr

Sicher, GM hat ein Kommunikationsproblem und sicher, GM hat Schwierigkeiten, die Verhältnisse auf dem europäischen Automobilmarkt richtig einzuschätzen. Sicher, GM stutzt Opel die Flügel und wundert sich dann, warum sich der Vogel nicht in die Lüfte erhebt. Aber: die deutschen Medien tragen erheblich zum negativen Bild von Opel in unserer Öffentlichkeit bei. Die Fahrzeuge beweisen in den Fuhrparks ihre Praxistauglichkeit und ihre Standfestigkeit bei hohen Laufleistungen. Die wichtigsten Baureihen haben inzwischen ein attraktives Design. Die Produkte sind zum überwiegenden Teil angemessen eingepreist. Eigentlich ist das Angebot in sich stimmig. Dennoch haben sich die deutschen Medien auf diese Marke "eingeschossen". Jeder noch so kleine Makel wird plakativ herausgestellt, kaum ein Test kommt ohne boshafte Seitenhiebe aus. Wirklich gravierende Mängel der Medienlieblinge werden dagegen liebevoll kleingeredet. Durch Eis gesprengte Motoren, schwerer Rostbefall der Karosserie, praxisuntaugliche Infotainment-Komponenten, dies und mehr wird durchaus erwähnt, allerdings meist als Marginalie und mit dem Hinweis, wie emsig und erfolgreich der jeweilige Hersteller an der Beseitigung dieser kleinen Schönheitsfehler arbeit. Hier wird so auffällig mit zweierlei Maß gemessen, dass man sich nicht wundern muss, wenn in den Köpfen der Kunden ein völlig verzerrtes Bild der Marke Opel und Ihrer Produkte ensteht. Es sind also nicht nur die Fehler von GM, die diesen extremen Absatzrückgang bewirken!


ORB

10.04.2012 - 18:45 Uhr

Jetzt wird die Abwärtspirale zunehmend schneller. Ich glaube, daß nun weder Händler, noch Kunden eine gewisse Solidarität entwickeln, wie es noch zuletzt zu spüren war. Es gibt bei Opel selbst keine Macher mehr, nur noch wechselnde Marionetten. Das wäre aber nötig um GM die Stirn zu bieten! Ab jetzt ist nur noch Schadensbegrenzung möglich, wie man das so schön sagt....Irgendwie werde ich aber das Gefühl nicht los eine ähnliche Situation im Detail als auch gesamtgesellschaftlich und auch schon einmal erlebt zu haben- so kurz vor ´89....


Sascha Windeck

10.04.2012 - 21:24 Uhr

Die Problematik der Adam Opel AG liegt zum größten Teil an der negativen Presse, welche man fast jeden Tag in den lokalen Zeitungen liest. Die Produkte und Konditionen sind meiner Meinung nach sehr gut. Man muss das Problem der negativen Presse definitiv in den Griff bekommen. Was bringt Opel ein Markt in China, wenn dort hohe Einfuhrzölle auf die Marke Opel erhoben werden ? Natürlich kann mit dem europäischen Markt der Break-Even Point nicht erreicht werden. Meiner Meinung würden wir über dieses Thema schon lange nicht mehr sprechen, wenn in der Krise 2009 Werke wie z.B Bochum und Eisenach geschlossen worden wären. Die Kooperation mit PSA sehe ich als sehr positiv, da PSA bereits sehr erfolgreich Motoren für BMW liefert. Wie gesagt, dass niedergeschriebene ist meine persönliche Meinung.


Pierre Richard

11.04.2012 - 09:39 Uhr

@Händler: Guter Hinweis zur Allianz mit PSA! Meiner Meinung bringt diese Allianz rein gar nichts - weder für den Massenhersteller GM noch für den im europäisch-afrikanischen Raum verwurzelten Familienkonzern Peugeot. Übrigens: Die Opel-Händler verkaufen doch schon heute mit Erfolg Chevrolet-Produkte. Wenn das in Zukunft noch mehr werden, ist das doch völlig o.k.


Heinz Gamsbichler

11.04.2012 - 10:09 Uhr

Unter dem Motto "Was nicht sein darf, das darf nicht sein" werden Subventionen gerade in das Werk Bochum gepumpt - ohne Ende. Jeder Politiker, gerade weil bald wieder Wahlen in NRW sind, kann, will und wird diesen defizitären Standort nicht aufgeben. Es hängen ja so viele Wählerstimmen und Arbeitsplätze daran. Siehe Nokia und Co.... Man betrachte sich nur einmal das ach so erfolgreiche Kapitel der Nachfolge-Firma Novero, die ebensomit Subventionen beschert wurde. Genauso geht es bei Opel: Eine schlechte ausgelastete, wenig effiziente Produktion, die nur aus wahltaktischen Gründen aufrecht erhalten wird..... betriebs- und volkswirtschaftliche Gesetze lässt man dafür doch gerne mal außen vor. Bochum steht exemplarisch für das, was symptomatisch für Opel und Opel-Fans ist: Festhalten an Vergangenem. "Ach, als wir den Lotus Omega noch hatten... damals, als der Kapitän....". Man kann es nicht mehr hören, wirklich. Fakt ist, das der preislich ambitionierte Durchschnitts-Opel mit unterirdischem Infotainment, ökologisch mäßigen Motoren und fraglichem Image im Spiel von Angebot und Nachfrage auf dem Weg nach unten ist. Und das sollten Detroit, Rüsselsheim und die Politiker in Berlin und gerade Düsseldorf langsam mal akzeptieren!


K. Wempe

11.04.2012 - 10:55 Uhr

H. Paprocki: Sie haben Recht mit Ihrem Hinweis auf die Medien. Erst kürzlich habe ich in 2 Autozeitschriften jeweils den Test vom neuen Insignia 2.0 CDTi Biturbo (195PS) gelesen. Dafür hatten die Magazine dem Fahrzeug eine! ganze Seite Platz gegönnt. Der Randerscheinung BMW 550D gönnte man 6 bzw. 8 Seiten. Das sagt doch alles. In jeder AMS werden minimum 3 BMW, 4 Audi oder Mercedes und 5-6 Volkswagen "getestet", auch wenn das neue Modell nur Details hervor gebracht hat. Und den Fiktionen diverser Hersteller werden ganze themen reserviert. Dem kommenden Astra Facelift war der AMS einen Vierttel Seite wert. Da macht OPEL schon seit Jahren etwas falsch. Vielleicht fahren aber die Frauen der Tester lieber die o. g. Fabrikate. Die negative Berichterstattung schwappt zzt. direkt in unser OPEL Autohaus, wie damals beim angeblichen Verkauf der Marke. Das grenzt schon fast an üble Nachrede. Denn an den Fahrzeugen kann es nicht liegen.


Dieter M. Hölzel

11.04.2012 - 11:43 Uhr

Uwe Meier, Sie sprechen mir aus der Seele !!!


D. Ahlers

11.04.2012 - 12:20 Uhr

@Heinz Gamsbichler: Sorry, aber solch einen vorurteils belasteten Quatsch habe ich lange nicht mehr gelesen. Nach fast 30 Jahren in der OPEL Handelsorganisation kann ich Ihnen versichern: Hier redet niemand vom Lotus Omega, Kapitän, Senator oder Manta. Hier weiß man, dass sich ein OPEL nicht mehr hinter einem VOLKSwagen verstecken muss. Auch wenn wir leider noch kein DSG Getriebe haben und man in unseren Fahrzeugen noch nicht fernsehen kann. Sie sollten sich mal in einen aktuellen Insignia setzten. Das patentierte AFL+ ist ein Gedicht, die zertifizierten AGR Sitze sind bei den meisten Herstellern nicht einmal für Geld und gute Worte zu bekommen und Qualtät und Preis/Leistung stimmen allemal. Als Gegenbeweis für die von Ihnen genannten ineffizienten Motoren emmpfehle ich Ihnen als Lektüre den Sonderdruck aus der "Auto Zeitung" Heft 24/2011 - Insignia 1,4 Turbo vs. VW Passat 1.4 TSI, erhältlich beim freundlichen OPEL Händler. Hier glänzt der 130 kg schwerere Insignia mit einem Verbrauchsvorteil von einem knappen Liter. Merke: Nicht die Behauptung zählt. sondern der Beweis. Aber Ihre Meinung ist nur ein Spiegelbild des Bürgers, der desinformiert und medienkonform in die gleiche Kerbe haut. Wie die Lemminge wird aus dem VW Konzern gekauft, die ihre Standardtechnik mittlerweile zu Apothekenpreisen anbieten. Oder zu OPEL Preisen, aber in Tschechien fertigt. Das OPEL Problemm sind überwiegend die nicht existenten ausländlischen Märkte - und eben die Medien. So sehen es die meisten Leser hier.


uwe meier

11.04.2012 - 13:27 Uhr

Hallo Herr Gamsbichler, welche Subventionen werden denn zur Zeit ins Werk Bochum gepumpt? Falls es interessiert wer wann welche Subventionen erhalten hat, kann hier nachlesen. http://foerderportal.bund.de/foekat/jsp/SucheAction.do?actionMode=searchlist


Beobachter

11.04.2012 - 14:08 Uhr

Ws Opel da seit Jahren durchmacht ist für die Marke und Ihre deutschen Händler doch nur ein Abschied auf Raten. Fast alle mir bekannten Zeichen sprechen gegen den Willen GM's Opel zu halten, bzw. zu stärken. Warum bringt GM leicht kaschierte Opel als Chevrolet auf den Markt, zu günstigeren Preisen. Oder andersrum überteuerte Chevys als Opel? Nur Markenpuristen, die bekanntlich in der Bevölkerung im Rückgang sind bleiben so beim bekannten Opel. Das was GM in "fremden" Märkten für Ihre anderen Marken befürchtet, nehmen Sie aber in Europa bewußt in Kauf bei Opel. Auch wenn ich keinen direkten Draht zu Opel habe, war es doch immer eine Marke die sich durch Präsenz im Strassenbild gezeigt hat, und Klassiker produziert hat, von denen auch GM profitiert hat. Konnte man Opel Fahrzeugen früher Charakter nachsagen, so bietet sich heute ein leider anderes Bild. Ohne die Chance fremder Märkte, oder die Aufgabe von Chevy in Europa, so fürchte ich, steht Opel mehr denn je vor dem Abgrund.


Genervter Leser

11.04.2012 - 17:32 Uhr

Man sollte das Fell des Bären erst erlegen , wenn er Tod ist ...das wussten schon die Indianer .. Aber die oberschlauen Automobilkenner die hier ihre Trauerrede schon mal vorbereiten , sollten scih einmal vor Auge führen, das Opel immer noch einen höheren Marktanteil als z Bsp Skoda und Seat zusammen hat ... Was der Marke schadet ist die äusserst einseitige Berichterstattung und nicht die Produkte . Wenn ich diesen Mist hier von den Subventionen lese , zweifele ich ander Weitsicht einiger Vorschreiber . Was würde denn passieren , wenn z Bsp Opel in Bochum schliessen würde ?? Die Subventionen würden statt ins Opelwerk nahtlos zur BFA fliessen..Vom Konsumverhalten mal ganz abgesehen . Wenn, Hätte und Aber bringt aber Nichts .. Es wird mehr produziert als abgesetzt (und das nicht nur bei Opel) wie der sehr hohe Anteil an "Aktionszulassungen" ALLER Marken zeigt . Die Konsequenz KANN nur der Abbau der Überproduktion sein. Wenn das mit Werksschliessungen einher geht , dann ist das so ..


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