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AVAG: Vorstandssprecher Borkowski tritt zurück

Volker Borkowski und die AVAG gehen künftig getrennte Wege.
© Foto: Karolina Ordyniec/AUTOHAUS Online

Der Handelsriese begründet die Trennung mit "unterschiedlichen Auffassungen zur zukünftigen Ausrichtung" des Unternehmens. Borkowskis Erfolge in Augsburg können sich sehen lassen.


Datum:
04.07.2012
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Überraschung in Augsburg: Volker Borkowski, Vorstandssprecher der AVAG Holding, tritt zum 31. August 2012 von seinem Amt zurück. Damit ist die zu Jahresbeginn installierte Doppelspitze schon wieder Geschichte. Am 1. Januar hatte der Handelsriese Roman Still zum gleichberechtigten Vorstandssprecher ernannt und die Gesamtverantwortung damit auf zwei Schultern verteilt. Der Sohn von Aufsichtsratschef und Firmengründer Albert Still übernimmt nun mit Beginn des neuen Geschäftsjahres (1. September) allein das Steuer.

Die AVAG begründete am Mittwoch die Trennung mit "unterschiedlichen Auffassungen von Mitgliedern des Aufsichtsrats und Volker Borkowski zur zukünftigen Ausrichtung und Steuerung" des Unternehmens. Der Manager wird der Gruppe aber für eine nicht näher bestimmte Übergangszeit als Berater zur Verfügung stehen.

Mit Borkowski verliert die AVAG einen ausgewiesenen Handelsstrategen. Er kam 1995 nach Augsburg. Zwei Jahre später wurde er Vorstand für Finanzen, Controlling, IT und Personal, 2007 übernahm er zusätzlich den Vorstandsvorsitz. In seine Wirkungszeit fielen unter anderem die Gliederung der Unternehmensgruppe in seine heutige Struktur, die Umwandlung von einer AG in eine SE und der Verkauf der AV Leasing. Außerdem trieb Borkowski den Ausbau des Geschäfts im In- und Ausland sowie die Integration der Volumenmarke Ford während der Finanz- und Autokrise 2008/09 voran.

Konzernintern verwirklichte Borkowski unter anderem die Gebrauchtwagenvermarktungsplattform "Motorbay" und eine gruppenweite IT-Umstellung. Daneben hatte er Funktionen im Vorstand des Verbands Deutscher Opel- und Chevrolet-Händler (VDOH) und als Aufsichtsratschef der Techno-Einkauf GmbH.

Seine Arbeit bei der AVAG war erfolgreich, wie der Blick auf wichtige Kennzahlen zeigt: Setzten die Augsburger 2007 noch 1,14 Milliarden Euro um, waren es 2011 schon 1,34 Milliarden. Der Fahrzeugabsatz stieg in diesem Zeitraum um über 50 Prozent auf 86.579 Einheiten, die Zahl der Mitarbeiter legte um 400 auf 3.200 zu.

Europäischer Megadealer

Die AVAG ist heute in Deutschland, Österreich, Kroatien, Polen und Ungarn mit 52 Vertragshändlern an 137 Betriebsstätten aktiv. Neben den Hauptmarken Opel/Chevrolet, Toyota/Lexus und Ford vertreibt das Unternehmen auch Nissan, Honda, Subaru, Peugeot, Kia, Fiat und Alfa Romeo. (rp)

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