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BMW-Restwerte: Dekra-Gerichtsverhandlung im April

In einer Klage werfen BMW-Händler dem Dienstleistungsunternehmen vor, seine Gutachterpflichten bei der Wertermittlung von Leasingrückläufern verletzt zu haben.
© Foto: AHO-Montage

Nach Aussage von BMW-Händlern haben die Klagen gegen den Prüfkonzern schon vor Prozessbeginn erste Erfolge gezeigt: Die Schätzwerte sind seit Ende des vergangenen Jahres besser geworden.


Datum:
22.01.2010
Autor:
<br>Von Doris Plate
1 Kommentare

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Noch vor der ersten Verhandlung vor dem Landgericht Stuttgart am 8. April haben die Klagen von sechs BMW-Händlern gegen die Dekra (wir berichteten) erste Erfolge gezeigt: "Die Schätzwerte sind seit Ende vergangenen Jahres besser geworden", wird von den BMW-Partnern auf Anfrage bestätigt. Besonders bei den gängigen Vierzylinder-Modellen würde man den erzielbaren Preisen näher kommen, bei den größeren Fahrzeugen sei es aber nach wie vor schwierig, hieß es. Spekulationen, wonach Dekra in Vorbereitung auf die gerichtliche Auseinandersetzung bereits Rückstellungen gebildet hat, trat ein Unternehmenssprecher entgegen: "Wir haben keine Rückstellungen gebildet, jedoch eine Risikoabschätzung vorgenommen." Das sei in solchen Fällen üblich. Zur Höhe wollte sich der Sprecher nicht äußern. Ebenso wies er Gerüchte zurück, wonach in Kürze auf den Protokollen ausgewiesen werden würde, dass die Dekra mit Rohdaten von Eurotax -Schwacke arbeite. Die Produkte des Dienstleisters stünden aber ständig auf dem Prüfstand, so dass dies für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden könne. Von BMW war zu dem derzeit laufenden Verfahren keine Stellungnahme zu erhalten. Ein Sprecher sagte, das Unternehmen wolle sich nicht äußern, da dies eine "Angelegenheit von Dritten" sei. In der Klage werfen die Händler dem Dienstleistungskonzern vor, seine Gutachterpflichten bei der Wertermittlung von Leasingrückläufern verletzt zu haben. In der BMW-Vertriebsorganisation ist die Dekra damit beauftragt, den vor der herstellereigenen Leasinggesellschaft gemeldeten Fahrzeugdaten Marktpreise gegenüberzustellen, die dann die Basis für die von den Händlern zu zahlenden Ankaufspreise sind. Nach Ansicht der klagenden Händler sind die so ermittelten Preise allerdings nicht marktkonform.

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KOMMENTARE


MelvinUdall

01.02.2010 - 17:04 Uhr

Eigentlich grotesk: Da macht ein Hersteller bzw. dessen Vertriebsorganisation, die wohl selbst nicht die Restwerte ihrer eigenen Produkte einschätzen können, einen Dritten dafür verantwortlich. Wie immer, geht's am eigentlichen Sachverhalt vorbei und ein Urteil wird gefällt nach dem Mot" 80% der Bevölkerung glaubt an die deutsche Justiz, 20% haben schon mit ihr zu tun gehabt...... Aber im Ernst: Es fehlen einfach die Nachschuldner für die gebrauchten Autos und dafür kann die Dekra bestimmt nichts!


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