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Daimler: Finanzprodukte immer wichtiger

Die Zentrale von Daimler Financial Services in Stuttgart: Weltweit arbeiten über 9.000 Menschen für die Konzernsparte.
© Foto: Daimler Financial Services AG

Finanzierungen, Leasing und Versicherungen sind aus dem Daimler-Geschäftsmodell nicht mehr wegzudenken. Im Zuge der Digitalisierung könnten sie eine noch größere Rolle spielen.

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Im Zuge der Digitalisierung erwartet Daimler eine noch stärkere Rolle von Finanzdienstleistungen im Autogeschäft. "Perspektivisch könnten beispielsweise Pay-How-You-Drive-Modelle, bei denen die Konditionen direkt an die Fahrleistung und sogar den Fahrstil gekoppelt sind, stärker nachgefragt werden", sagte Finanzvorstand Thomas Uebber anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Daimler Financial Services AG.

Aus dem Geschäftsmodell des schwäbischen Autokonzerns sind Finanzierungen und Leasingprodukte nicht mehr wegzudenken. Weltweit bringt Daimler damit fast jedes zweite Fahrzeug auf die Straße. Laut Klaus Entenmann, Chef der Finanzsparte, sind derzeit rund dreieinhalb Millionen Pkw, Transporter, Lkw und Busse finanziert oder verleast. Der Gesamtwert aller Verträge lag Ende Mai bei rund 110 Milliarden Euro. Mittelfristig erwartet Entenmann kräftige Zuwächse: "Gegen Ende der Dekade wollen wir rund fünf Millionen Fahrzeuge in unserem Vertragsbestand haben."

Die Finanzdienstleistungen dienen nicht nur der Vertriebsunterstützung, sondern sind auch eine wichtige Erlösquelle: Im vergangenen Jahr stammte immerhin jeder achte Euro, den der Konzern verdiente, aus dem Topf von Daimler Financial mit Sitz in Stuttgart. Die Rendite auf das im Finanzierungsgeschäft eingesetzte Kapital lag zuletzt bei über 19 Prozent.

Die heutige Daimler Financial Services wurde am 1. Juli 1990 als Dienstleistungssparte des Konzerns gegründet. Anfangs war das Unternehmen unter dem Namen debis ("Daimler-Benz Inter Services") in den Geschäftsbereichen Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Handel, Marketing und Informationstechnologie aktiv. Im vergangenen Jahrzehnt erfolgte eine schrittweise Konzentration auf das automobile Kerngeschäft.

Auf dem Weg zum Mobilitätsdienstleister

Seit 2011 sind auch die Mobilitätsdienstleistungen bei Daimler Financial angesiedelt. Dazu zählt etwa das Carsharing-Angebot Car2go oder die Apps "mytaxi" und "moovel". Entenmann: "Wir haben ein Vierteljahrhundert gebraucht, um im Kerngeschäft dreieinhalb Millionen Kunden zu gewinnen – bei den Mobilitätsdiensten haben wir binnen weniger Jahre über eine Million Kunden von uns überzeugen können. Wir erreichen damit neue Kundengruppen und bringen sie mit den Marken und Produkten des Konzerns in Berührung. Optimalerweise ergibt sich daraus eine lebenslange Kundenbeziehung."

Weltweit beschäftigt Daimler Financial über 9.000 Mitarbeiter in 40 Ländern. Die größten Einzelmärkte sind die USA, Deutschland, Großbritannien, China und Kanada. (rp)

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