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Dekra: Schwere Mängel bei Autos junger Fahrer

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (2.v.l.) bekam von den Dekra-Vorständen Clemens Klinke, Stefan Kölbl und Roland Gerdon (v.l.) den Abschlussbericht überreicht.
© Foto: Dekra

Laut dem Abschlussbericht der Aktion "Safety Check" fiel bei den knapp 16.000 Tests der Dekra vor allem der schlechte Zustand der Bremsen, der Reifen und der Elektronik auf.

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Drei von vier Autos junger Fahrer haben teilweise gravierende Sicherheitsmängel. Laut dem Abschlussbericht der Aktion "Safety Check" fiel bei den knapp 16.000 Tests der Dekra vor allem der schlechte Zustand der Bremsen, der Reifen und der Elektronik auf. Rund 46 Protent aller Fahrzeuge hatten Mängel in den Bereichen Fahrwerk, Räder/Reifen und Karosserie, 43 Prozent an Beleuchtung, Elektrik und Elektronik und 34 Prozent an der Bremsanlage.

Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge lag bei 11,7 Jahren und damit um fast drei Jahre höher als im Pkw-Gesamtbestand in Deutschland. Im Schnitt hatten die untersuchten Autos knapp 136.000 Kilometer auf dem Tacho, das sind rund 10.000 Kilometer mehr als vor fünf Jahren. Die Ergebnisse zeigen auch, dass mit zunehmendem Fahrzeugalter die Mängelquote deutlich ansteigt: Bei den Fahrzeugen unter drei Jahren hatten gut 28 Prozent Mängel. Bei den 7- bis 9-jährigen Fahrzeugen liegt der Anteil bei knapp 71 Prozent und erreicht bei den 13- bis 15-jährigen mit fast 87 Prozent den höchsten Wert.

Mittlerweile haben mehr als die Hälfte der untersuchten Fahrzeuge (52,4 Prozent) ESP/ASR an Bord, neun von zehn Fahrzeugen sind mit ABS (89,6 Prozent) und Airbag (91,6 Prozent) ausgestattet. Nur noch neun Prozent der Fahrzeuge haben keines der drei Systeme verbaut. Allerdings zeigt sich auch, dass die Funktionsfähigkeit der Systeme regelmäßig überprüft werden muss: Mehr als sieben Prozent der ESP/ASR-Systeme, knapp drei Prozent der Airbags und 2,3 Prozent der Antiblockiersysteme funktionierten nicht.

"Es bleibt noch viel zu tun."

Bei der Aktion, die unter der Schirmherrschaft von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt steht, konnten junge Autobesitzer ihre Fahrzeuge bei der Dekra kostenlos in Sachen Sicherheit checken lassen. "Bei der Mängelquote der untersuchten Fahrzeuge ist über die vergangenen Jahre eine ganz leicht abnehmende Tendenz zu verzeichnen", sagte Dekra-Vorstand Clemens Klinke. "Das macht Mut und zeigt uns, dass sich der Einsatz lohnt. Aber immer noch wiesen mehr als drei Viertel der untersuchten Fahrzeuge technische Mängel auf. Es bleibt also noch viel zu tun."

Mit der Aktion verfolgen die Initiatoren das Ziel, junge Fahrerinnen und Fahrer für die Bedeutung der technischen Fahrzeugsicherheit und für die Risiken und Gefahren des Straßenverkehrs insgesamt zu sensibilisieren. Das Risiko der 18- bis 24-Jährigen, bei einem Verkehrsunfall getötet zu werden, ist immer noch fast doppelt so hoch wie für die Gesamtbevölkerung im Durchschnitt. (se)

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