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Digitalisierung: 3D-Brille für den Audi-Showroom

Eine "Virtual Reality"-Brille soll den Beratungsservice im Audi-Handel weiter modernisieren.
© Foto: Audi

Eine "Virtual Reality"-Brille soll den Beratungsservice im Audi-Handel weiter modernisieren. Die Neuentwicklung startet in diesem Jahr bei ersten Partnerbetrieben.


Datum:
15.01.2015
6 Kommentare

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Audi treibt die Digitalisierung im Showroom voran. Laut einer Unternehmensmitteilung wollen die Ingolstädter den Kunden künftig die Möglichkeit bieten, ihr Wunschauto beim Händlerbesuch über eine "Virtual Reality"-Brille zu konfigurieren. Das System "VR Experience" solle Modelle und Ausstattungen "in bislang ungekannter Realitätsnähe" erlebbar machen, hieß es.

Die neue Vertriebstechnologie will Audi noch in diesem Jahr bei den ersten Händlern zum Einsatz kommen. Der Fokus liege dabei auf den "aufstrebenden Wachstumsmärkten, in denen das hohe Absatzwachstum von einem entsprechenden Ausbau der Kapazitäten im Handel begleitet wird", so das Unternehmen. Mögliche sei auch der mobile Einsatz außerhalb des Autohauses, etwa beim Kunden zu Hause.

"Gemeinsam mit unseren Händlern bringen wir digitale Innovationen in das Autohaus, für mehr Komfort und noch bessere Beratung", sagte Vertriebschef Luca de Meo. Damit stelle Audi seine Vorreiterrolle auf diesem Gebiet erneut unter Beweis. Als erster Automobilhersteller weltweit habe das Unternehmen eine eigene Softwarelösung für die "Virtual Reality"-Anwendung entwickelt. Das System beziehe die detaillierten Datensätze von einem Hochleistungsrechner vor Ort.

Nach den Angaben erleben die Kunden die Modelle mit Brille und Kopfhörer dreidimensional und mit Soundeffekten. Sie können virtuell auf dem Fahrersitz ihres konfigurierten Wagens Platz nehmen oder einen Blick in den Kofferraum werfen. Eine Kamera verfolgt die Kopfbewegungen des Nutzers, das System passt die Bilddarstellung entsprechend an. Zur Auswahl steht die gesamte Modellpalette mit entsprechenden Individualisierungsoptionen: von Farben, Lederarten und Dekoreinlagen bis zu Infotainmentsystemen.

Digitalisierung im Handel

Bereits seit 2012 setzt Audi virtuelle Realität im Showroom-Konzept "Audi City" ein. Dort zeigen sogenannte "Powerwalls", raumhohe Bildschirmwände, Modelle und Ausstattungen im Maßstab 1:1. Besucher können Schritt für Schritt ihren Wagen konfigurieren.

Nach London, Peking und Berlin wird 2015 in Moskau die vierte "Audi City" eröffnen. Darüber hinaus hat der Hersteller technologische Komponenten des digitalen Showrooms für den Einsatz im klassischen Handel weiterentwickelt. Bereits 2014 kamen Module bei den ersten 16 europäischen Pilothändlern zum Einsatz. Für dieses Jahr ist die Digitalisierung rund 200 weiterer Standorte weltweit geplant. (se)


"Virtual Reality"-Brille im Audi-Showroom

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KOMMENTARE


Derek Finke

15.01.2015 - 13:07 Uhr

Ich dachte, die Hässlichkeit der Google Brille ist kaum zu übertreffen, aber es geht immer noch was. Gibt es echt Leute, die mit sowas durch die Gegend laufen? Oder liegt man damit in einem Massagestuhl bei Espresso, Thai-Musik und dem Verkäufer als seichtem Einflüsterer an der Seite?


Marian-M.

15.01.2015 - 17:27 Uhr

OmG! Es wird langsam unerträglich mit diesem Digitalisierungswahn! Ich als Kunde würde schreiend davonlaufen wenn mir ein Verkäufer so ein Teil aufsetzen wollte...


Mario Klöpp

15.01.2015 - 20:01 Uhr

Hier handelt es sich doch nur um eine Entwicklungsversion der Brille - steht ja schließlich groß "Developement Kit" drauf. Nach meinemVerständnis verwendet Audi scheinbar eine Brille des US Startups Oculus als technische Basis und hat demzufolge die diese nutzende Gesamtanwendung kreiiert. Das finale Design wird aber sicher massentauglicher und der Kunde wird die Brille sicher auch nur punktuell nutzen und nicht 2 Stunden so dasitzen. Haben Sie überhaupt schonmal eine VR Brille ausprobiert? Ich hatte kürzlich die Chance und mit der beeindruckenden Erfahrung ist es für mich ein sinnvoller Schritt, dem Kunden ein 3D-Präsentationserlebnis zu bieten, dass er zu Hause eher nicht haben kann und das konfigurierte Fahrzeug - abhängig von der technischen Qualität der Umsetzung - tatsächlich sehr realitätsnah zeigen dürfte.


Esther

15.01.2015 - 23:22 Uhr

Danke für diesen Kommentar!!! Auch ich kann es mir nich vorstellen, mit solch einer Megabrille ausgestattet zu werden - sieht echt doof aus. Dadurch kann doch wohl kaum das reale Erlebnis, ein Auto mit allen Sinnen zu erleben, ersetzt werden. Was kann man denn mit diesem Medium tatsächlich anfassen, riechen, spüren? Lässt sich damit eine Probefahrt ersetzen??? Kann und möchte ich mir nicht vorstellen!


Mario Klöpp

16.01.2015 - 12:28 Uhr

Wie in der Pressemitteilung zu lesen, soll die Brille vor allem bei kleinen Händlern zum Einsatz kommen - bei inzwischen 60+ Derivaten, die keiner auf dem Hof stehen hat, sicher sinnvoll. Ausserdem steht da nirgends was von ersetzen - es ist doch eher eine tolle Ergänzung, wenn man sein Wunschfahtzeug schon vorab in VR erleben kann .


MS

19.01.2015 - 08:07 Uhr

Da stimme ich Ihnen vorbehaltlos zu, Herr Klöpp. Es sind ja nicht nur die 60+ Derivate, die einem Händler durch diese Technologie erspart werden, sondern der Kunde kann auch von den zigtausend verschiedenen Ausstattungsvarianten (Leder, Farben etc.) einen Eindruck gewinnen.@Esther: Das fehlende Fahrzeug kann man auch nicht anfassen, riechen oder spüren. Mit der Brille aber immerhin sehen ;)


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