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DS Automobiles: "Neue Markenerfahrung ist komplett"

Nicolas Perrin ist für den Aufbau der Marke DS Automobiles in Deutschland verantwortlich.
© Foto: DS Automobiles

DS Automobiles emanzipiert sich immer weiter von der Mutter Citroën. Das zeigt sich nicht nur an den Modellen, sondern auch im Handel. 2016 sollen weitere Showrooms eröffnen.


Datum:
02.11.2015
3 Kommentare

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Von Patrick Neumann

Ein Kind, das erwachsen geworden ist. Mit dieser Metapher beschreibt Nicolas Perrin die junge PSA-Marke DS Automobiles. Seit dem Start des ersten Modells, des DS3, 2010 habe man hierzulande rund 50.000 Einheiten verkauft. Und dieses Kind mit Avantgarde-Genen will in Deutschland heimisch werden. Nach den Standorten in Aachen, Bremen, Münster, Köln und Stuttgart sollen im kommenden Jahr unter anderem in München und Hamburg neue Outlets für Premiumkunden ihre Pforten öffnen. Das bestätigte der Direktor DS Automobiles Deutschland anlässlich der Präsentation des neuen Markenmagazins "Divine" gegenüber AUTOHAUS.

AUTOHAUS: Herr Perrin, seit gut einem Jahr sind Sie mit DS Automobiles keine Submarke mehr. Wie lebt es sich damit?

N. Perrin: Sehr gut. Es ist wie ein Kind, das erwachsen geworden ist – mit viel Mut, Kraft und Energie.

AH: Optisch grenzen Sie sich bewusst von Citroën ab.

N. Perrin: Für die Kunden wird so Schritt für Schritt die Trennung der beiden Marken sichtbar. Exemplarisch sieht man diese neue Markensignatur am neuen DS4.

AH: Flagship-Store, Salon und Corner – wie zufrieden sind Sie mit diesem dreistufigen Konzept?

N. Perrin: Nach unseren Erfahrungen nehmen die Kunden, die wir in einem DS Store oder DS Salon treffen, diese sehr gut an. Sie sind mit dieser Markenwelt also sehr zufrieden. Somit ist die neue Markenerfahrung komplett: eine eigenständige Marke, mit eigenständigen Produkten, in einem eigenständigen Showroom im Citroën-Gebäude. Die Konsistenz, die sehr wichtig fürs Premiumsegment ist, ist somit gegeben. Die Händler können demnach DS-Modelle leichter verkaufen. Wichtig ist, dass wir dabei die Geschichte einer Marke verkaufen – nicht nur das reine Produkt.

AH: Wie weit sind Sie mit diesem Konzept im deutschen Handel?

N. Perrin: Wir haben angefangen, dieses Konzept umzusetzen – in Aachen, Bremen, Köln und Stuttgart.

AH: Premiumkunden wünschen oftmals eine Premiumansprache. Was muss man sich unter den sogenannten "Brand Champions" vorstellen?

N. Perrin: Brand Champions sind spezialisierte Verkäufer, die mehr über DS erzählen können, die mehr Produktkompetenz besitzen und die besonders zum Thema Kundenbeziehung geschult werden. Das soll den DS-Verkauf effizienter machen. Es handelt sich um einen offenen Club.

AH: Wie sehen die Trainings zum Brand Champion aus?

N. Perrin: Anfang Oktober haben wir damit gestartet. Die Idee dahinter: den Händler weiter zu professionalisieren. Für größere Händler, die im Jahr 100 DS-Modelle verkaufen, ist die Investition in den Brand Champion aus unserer Sicht sinnvoll. Eine Investition in mehr Profitabilität, Stückzahlen und Ertrag.

AH: Viele Händler analysieren aktuell ihre Werkstattauslastung. Gibt es beim neuen DS-Konzept bestimmte Anforderungen, was den Service anbelangt?

N. Perrin: Wir wissen, dass die DS-Kunden Premiumerwartungen haben. Das heißt, für uns ist eine Servicequalität auf höchstem Niveau wichtig. Derzeit sprechen wir mit unseren Händlern, wie wir gemeinsam diese Servicequalität bundesweit verbessern und homogener gestalten können.

AH: Herr Perrin, vielen Dank für das Gespräch.


PSA-Niederlassung Köln-Raderberg

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KOMMENTARE


AC

03.11.2015 - 09:29 Uhr

Die neue Markenerfahrung ist insofern komplett, als das das Projekt DS zumindest in Deutschland als gescheitert erklärt werden muss! Da werden leider auch keine "eigenen" Showrooms helfen...


James

03.11.2015 - 11:06 Uhr

Deutschland ist einfach extrem schwierig für Importeure was den Bereich "Premium" betrifft , um nicht zu sagen unmöglich. Bis jetzt ist noch jeder gescheitert, egal ob mit eigener Marke (Lexus, Infinity, Cadillac...) oder als Submarke wie DS und Ford (vermutlich) mit Vignale. Gründe für mich: In dem Preisbereich läuft das meiste Geschäft gewerblich, als neuer hat man erstmal schlechte(re) Restwerte, zusätzlich subventionieren hier die Deutschen Hersteller massiv. An den paar Individualisten im Privatmarkt werden weder die Autohäuser noch die Hersteller vernünftig Geld verdienen können. Ich hoffe ich Irre mich, etwas mehr Vielfalt wäre schön!


Beobachter 2.0

03.11.2015 - 12:34 Uhr

Wer bitte ist Nicolas Perrin? Kann er eine Marke aufbauen? Lässt man ihn eine Marke aufbauen? Oder ist er für die Franzosen nur Kanonenfutter? Mal sehen, wie lang er den Aufbau betreibt und anschließend weggelobt wird. Die Franzosen werden DS nicht zur Premiummarke verwandeln können. Aussage Nicolas Perrin: "Wichtig ist, dass wir dabei die Geschichte einer Marke verkaufen – nicht nur das reine Produkt." Welche Geschichte ist denn hier gemeint? Etwa das die Marke DS 2009 als Submarke von Citroën eingeführt wurde. Immerhin, kann ja nur besser werden... Wollen wir mal nicht vergessen, dass die meisten DS-Händler auch Citroën-Händler und Citroën-Niederlassungen (jetzt: PCR-Niederlassungen) sind. Und die dürften genug gebeutelt sein. Aber egal, das Konzept DS wird den Händlern schmackhaft gemacht und mit ein paar Daumenschrauben verkauft und wenn das Konzept bei denen nicht aufgeht, dann ist es halt deren Fehler. Sollten die Niederlassungen spätestens 2016 nicht alle aus dem roten Bereich raus sein? Mit den Investitionen und den dann geltenden Herstellervorgaben sicherlich kein leichtes Unterfangen. Ich bin gespannt, wie man von der Nachlassspirale runterkommen will. Schließlich sind gerade DS5 und DS4 zu großen Teilen als VFW erstzugelassen und nicht als Kundenfahrzeug. Dazu die Aussage von Nicolas Perrin: "Brand Champions sind spezialisierte Verkäufer, die mehr über DS erzählen können, die mehr Produktkompetenz besitzen und die besonders zum Thema Kundenbeziehung geschult werden." Die meisten DS-Verkäufer sind oder waren doch bislang Citroën-Verkäufer (von einigen Neueinstellungen vielleicht mal abgesehen). Heißt das jetzt, dass die Citroën-Verkäufer im Umkehrschluss weniger Produktkompetenz besitzen und nicht besonders zum Thema Kundenbeziehung geschult werden/wurden? Fragen über Fragen, die Antworten sind nicht aufschlussreich...


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