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Emil Frey, Rosier, Kunzmann: Weitere Daimler-Niederlassungen vor Übernahme

Der Verkauf der Daimler-Niederlassungen in Deutschland geht weiter.
© Foto: picture alliance

Die Käufer für die Standorte Kassel-Göttingen, Braunschweig und Fulda scheinen gefunden. Zum Zuge kommen wohl die Emil Frey Gruppe, Rosier und Kunzmann.

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Der Verkauf der Daimler-Niederlassungen in Deutschland geht weiter. Wie AUTOHAUS aus Branchenkreisen erfuhr, hat die Emil Frey Gruppe Deutschland den Zuschlag für die Standorte Kassel-Göttingen bekommen. Der Betrieb in Braunschweig geht an Rosier, in Fulda kommt Kunzmann zum Zug. Der Hersteller wollte sich auf Nachfrage nicht zu den Entwicklung äußern. "Wir führen derzeit Gespräche mit Interessenten, die ernsthaftes Interesse am Kauf der Standorte bekundet haben", hieß es.

HNA.de zufolge, dem Portal der "Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen", waren unter den Bewerbern für den Standort Kassel-Göttingen mit 380 Beschäftigten in Kassel und 100 in Göttingen auch die Autohandelsgruppen Schade, Peter in Nordhausen sowie die Kath-Gruppe in Rendsburg.

Daimler ordnet derzeit seinen konzerneigenen Vertrieb in Deutschland neu (wir berichteten). 63 der insgesamt 158 Niederlassungsstandorte bekommen neue Eigentümer. Zuletzt hatte der Verkauf der Niederlassungen wieder an Fahrt gewonnen. Erst Ende September kündigte die Herbrand-Gruppe die Übernahme der Standorte Krefeld und Mönchengladbach zum 1. März 2016 an.

Ausverkauf des Daimler-eigenen Netzes

Auch andere Regionen sind bereits verteilt. Die chinesische Lei Shing Hong Group (LSH) etwa übernimmt über ihre deutsche Tochter Stern Auto 14 Mercedes-Benz-Niederlassungsstandorte in Ostdeutschland. Unter den Käufern von Daimler-Betrieben sind zudem die Torpedo Garage, Kestenholz, Beresa, Riess und KBM Motorfahrzeuge. (se)

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KOMMENTARE


Gernot Rahl

07.10.2015 - 08:06 Uhr

Soso, ich soll jetzt meinen Daimler bei den Chinesen warten lassen. Wovon träumen die den nachts? Das war`s wohl.


A.Taler

07.10.2015 - 09:40 Uhr

Zum Jahresende wird nun Gag gegeben. Die einstigen "Stützpfeiler" des Daimler Retails werden dezimiert und neu ausgerichtet. Nebenbei ensteht mit der LSH-Group der größte Daimler Retailer weltweit. Man darf gespannt sein wie sich die Daimler-Servicelandschaft in den nächsten Jahren entwickelt. Zwischen Flagship Store und Handwerksbetieb.


Hans Althammer

07.10.2015 - 18:58 Uhr

Ich denke besser kann Mercedes nicht ausdrücken, dass es mit den Kunden eigentlich nichts zu tun haben will.


rippy

08.10.2015 - 12:15 Uhr

Der Vorstand gab die Marschrichtung "Das beste oder nichts", und so haben sich die Verantwortlichen Manager gedacht "Dann machen wir nichts mehr".Schöne Autos können fast alle bauen, jedoch einen guten Service haben nur wenige. Hier versinkt wieder ein Stern vom Mercedeshimmel, mit dem man sich einst von den Wettbewerbern hervorgehoben hat.Kurzfristig trennt man sich aus Kostengründen vom eigenen Netz, aber langfristig muss da niemand die Verantwortung tragen wenn es schief läuft.


andreas

08.10.2015 - 16:49 Uhr

Keiner der anderen Premium-Hersteller hat in Deutschland ein vergleichbares Own-Retail vorgehalten wie Daimler und keinem dieser Hersteller wurde das je verübelt. Wenn Daimler nun gerade in den letzten Jahren zu der Erkenntnis gekommen ist, dass die Vertragspartner Verkauf und Service insgesamt besser und wettbewerbsfähiger können als eigene NL, dann ist es doch eine legitime wirtschaftliche Entscheidung, das Netz neu zu gestalten. Dass man in den großen Städten die Niederlassungen zumindest bis auf Weiteres selbst betreiben wird, ist ebenfalls nachvollziehbar - weil an diesen Standorten über das eigentliche Geschäft hinaus auch in die Darstellung der Marke investiert werden muss, was Händler in der notwendigen Dimension nicht könnten/wollten.Dass das eine Abkehr von den Kunden ist, kann ich nicht nachvollziehen - oder waren AUDI/BMW schon immer ihren Kunden abgekehrt, nur weil sie niemals ein vergleichbares eigenes Netzt hatten? Wenn jemand in der heutigen globalisierten Welt sein Auto nicht "zum Chinesen" geben mag, finde ich das angesichts der Exportlastigkeit unserer eigenen Wirtschaft ebenfalls bemerkenswert. Man stelle sich vor, "der Chinese" würde seinerseits keine Autos "vom Deutschen" kaufen mögen - da würden wir aber alle miteinander schön dumm aus der Wäsche schauen, oder?


Michael Kühn

08.10.2015 - 18:23 Uhr

@ andreas; ich betrachte das Thema komplett anders, als Sie. - Das letzte Risiko liegt eindeutig bei den Investoren der "Vertrags-Häuser". Sämtliche mögliche Entlassungen oder Lohn-Kürzungen haben zukünftig nix mehr mit dem Hause Daimler direkt zu tun ...; ergo hat Daimler das eigene Risiko komplett verlagert und kann zukünftig vermehrt seine Hände "in Unschuld waschen".


mr. t

08.10.2015 - 21:06 Uhr

Ich bin mal gespannt!Die Entscheidung von MB ist durchaus legitim. Jedoch wird die Ausdünnung des NL-Netzes nicht ohne Konsequenzen bei den Marktanteilen in Dtld. bleiben.Aktuell federt MB die im Vergleich zu BMW/ Audi deutlich überhöhten BLP durch massive Rabatte bei Vfw, Tageszulassungen etc. ab -zulasten des Betriebsergebnisses in den NL. Diese Rabatte und der große Verwaltungskropf lassen die NL doch erst die roten Zahlen schreiben...Ich bin mal gespannt, wie die Vertragspartner dies dann zukünftig angehen werden.Sicher aber nicht mit derselben Mannstärke u dem Druck, jedes Fzg. auf Teufel-komm-raus auf die Strasse zu bringen...


Andreas

12.10.2015 - 21:40 Uhr

Hallo Herr Kühn, das ist durchaus denkbar und die gesamte Entwicklung ist ganz sicher nicht ohne Risiken - niemand weiss, ob die enstehenden Grossbetriebe hinsichtlich Kundennähe, Flexibilität und "Herzblut" für die Marke, in Summe also entscheidender Faktoren für den Markterfolg, wirklich der Königsweg sind. Zweifel sind sehr angebracht. Mir ging es lediglich darum darzustellen, dass der Daimler nichts anderes tut, als sich den Wettbewerbern in Sachen Retail und Kostenoptimierung anzupassen.


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