Im Streit über die EU-Klimaschutzvorgaben für die Autoindustrie zeichnet sich keine rasche Lösung zwischen Deutschland und Frankreich ab. Bei den deutsch-französischen Konsultationen am Montag im bayerischen Straubing könne noch keine Einigung verkündet werden, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Freitag in Berlin. Es gebe eine ganze Reihe von Punkten und komplizierten Details, über die auf Fachebene verhandelt werden müsse. Die EU-Kommission will ab 2012 den Autobauern vorschreiben, bei Neuwagen einen Kohlendioxid-Ausstoß von 120 Gramm pro Kilometer einzuhalten. Darüber berieten gerade die EU-Umweltminister in Luxemburg. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fürchtet eine Benachteiligung der deutschen Autoindustrie mit ihren Oberklasse- Fahrzeugen im Vergleich zu französischen oder italienischen Kleinwagen-Herstellern. Am Montag trifft Merkel in Bayern mit Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy zusammen. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) warf Berlin vor, die Autoindustrie einseitig zu schützen. "Was die Pseudo-Klimakanzlerin Merkel und ihr Kabinett zur Zeit auf europäischer Ebene tun, ist unverantwortlich, rückwärtsgewandt und verbraucherfeindlich", sagte VCD-Bundesvorstand Hermann-Josef Vogt. Die Bürger seien wegen der hohen Spritpreise die Leidtragenden. "Denn ohne strenge CO2-Auflagen für die Autoindustrie wird diese den Durchschnittsverbrauch ihrer Neuwagen viel zu langsam senken". (dpa)
EU-Klimaschutzvorgaben: Noch keine Einigung mit Paris über CO2-Werte für Autos
Im Streit über die EU-Klimaschutzvorgaben für die Autoindustrie zeichnet sich keine Lösung zwischen Deutschland und Frankreich ab. Bundeskanzlerin Merkel fürchtet eine Benachteiligung deutscher Hersteller, wofür sie teils scharf kritisiert wurde.