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Fahrzeugmarkt: Mobile.de lanciert Neuwagenbörse

Malte Krüger: "Wir wollen nicht jeden Händler um jeden Preis."
© Foto: Mobile International

Ab Herbst will Mobile.de das NW-Geschäft im Internet aufmischen. Das Besondere an der "Neuwagenwelt": Nicht Preise und Rabatte stehen im Vordergrund, sondern die Leistungen der Händler.


Datum:
19.06.2013
5 Kommentare

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Mobile.de steigt groß in das Internetgeschäft mit Neuwagen ein. Der Fahrzeugmarkt will im Herbst eine eigene Neuwagenbörse an den Start bringen. Eine Beta-Version der Plattform ist bereits unter http://suchen.mobile.de/neu/auto/ live. Laut Malte Krüger, Geschäftsführer der Mobile.international GmbH, können Kaufinteressierte aktuell aus mehr als 40.700 Lagerfahrzeugen von über 3.000 Händlern suchen.

"Voraussichtlich im Herbst wird diese Beta-Version die Neuwagensuche ersetzen, dann wird es neben Lager- auch Bestellfahrzeuge geben", sagte Krüger im Gespräch mit AUTOHAUS Online. Geplant sei, die Gebraucht- und Neuwagensuche Anfang 2014 zu trennen.

Krüger erklärte, dass der Neuwagenkauf heute immer noch sehr regional sei: "Ein Käufer möchte einen kompetenten Händler in seiner Nähe haben – er will anfassen, Probe fahren und die Option der Inzahlungnahme berücksichtigen." Dieser Tatsache trage das neue Portal Rechnung. So würden die Händler und nicht die Preise im Vordergrund stehen. Im Gegensatz zu anderen Anbietern werde Mobile.de beispielsweise nicht direkt auf der Startseite mit Verkaufs- und Rabattaktionen werben. Dies solle Vertrauen beim Kaufinteressenten schaffen.

Nach Branchenschätzungen wurden im vergangenen Jahr gut 50.000 Fahrzeuge über das Internet an Privatleute verkauft. Das waren lediglich vier Prozent aller 1,2 Millionen Neuzulassungen, die das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Privatfahrern zurechnete. Etablierte Anbieter in dem noch kleinen Markt sind unter anderem MeinAuto, Autohaus24 oder Carneoo. Die Online-Vermittler locken die Kundschaft mit Preisnachlässen von bis zu 35 Prozent – und unterbieten damit die Autohäuser vor Ort. Entsprechend groß ist dort der Ärger über die Dumping-Angebote aus dem Netz.

Strenge Kriterien

Mobile.de will in seiner "Neuwagenwelt" mit "größtmöglicher Transparenz" dagegen steuern. Dies betrifft nach Angaben von Krüger sowohl die Leistungen der Verkäufer als auch Fahrzeuge und Preise. Nur besonders kundenorientierte Händler könnten künftig partizipieren. "Wir wollen nicht jeden Händler um jeden Preis", betonte Krüger. Daher führe das Unternehmen strenge Kriterien ein, die jedes teilnehmende Autohaus erfüllen müsse.

Seit Mitte 2010 baut Mobile.de den NW-Bereich auf seiner Internetseite sukzessive aus (wir berichteten). Zuerst war die Suche nach fabrikneuen Pkw auffällig als Option platziert worden. Kurze Zeit später folgte eine Kooperation mit MeinAuto. Damit sei das Unternehmen den Wünschen seiner Kunden gefolgt, hieß es damals. (rp)

Mit wie vielen Händlern Mobile.de mittelfristig plant und welche Kosten auf die teilnehmenden Betriebe zukommen, lesen Sie exklusiv in AUTOHAUS 13/2013, das am 1. Juli erscheint.

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KOMMENTARE


Christoph S.

19.06.2013 - 13:07 Uhr

"Krüger erklärte, dass der Neuwagenkauf heute immer noch sehr regional sei: "Ein Käufer möchte einen kompetenten Händler in seiner Nähe haben – er will anfassen, Probe fahren und die Option der Inzahlungnahme berücksichtigen." Danke! Endlich mal etwas sinnvolles! Es geht nicht immer nur um NACHLASS, NACHLASS, NACHLASS...


Michael

20.06.2013 - 09:57 Uhr

@ Christoph S: Dies kann so und so gesehen werden. Ich stimme Ihnen vollkommen zu - sinnvolle Aussage und die Leistung ( Probefahrt, Anfassen etc . ) im Vordergrund. Aber warum brauch ich dann das Netz bzw. die Plattform, wenn der Verkauf regional vordergründig steht? Vielleicht als sanftes Druckmittel für den Kunden den Händler zu preislichen Zugeständnissen zu zwingen? " Ich würde ja gern bei Ihnen .. aber 150 km entfernt kostet der gleiche 500.- weniger..."Als zweischneidig.. leider


Michael R.

20.06.2013 - 09:59 Uhr

Herr Krüger kann sich gerne hinstellen und sich als Freund & Helfer der Autokäufer bezeichnen. Sein Geschäftsmodell wird jedoch immer der Nachweis sein, dass mobile.de für den Händler, nicht für den Kunden gemacht ist. Deswegen wird mobile.de nie eine kundenorientierte Preis- und Qualitätstransparenz verwirklichen. "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing" - mobile.de wird hier nie den kundenorientierten Charakter eines Amazon, eines Google oder auch nur eines ebay erreichen. Herr S., Sie können es bedauerlich finden (wie ich auch), aber dem Kunden geht es in erster Linie eben zwischen verschiedenen Händlern um den Nachlass. Die Erfahrung, dass der Vertragshändler um die Ecke eben leider KEIN Garant für eine gute Beratung oder einen guten Service ist, hat er bei den meisten Marken ja bereits ausgiebig gemacht. Er fragt sich zu recht - warum soll ich mehr zahlen, weil ich in einem bestimmten Gebiet wohne? Ich bin mir sicher, dass der Kunde bereit ist, für eine gute Beratung und einen guten Service mehr zu zahlen. Es ist an uns Händlern, diesen Service zu liefern. Mir ist noch kein Kunde wegen 300 € mehr Nachlass beim Vermittler abgesprungen. Ich muss aber auch feststellen, dass die Kunden, die von Neuwagenvermittlern zu mir kamen, offensichtlich hervorragend beraten wurden und damit ein großer Teil der Arbeit bereits gemacht war. Wird mobile.de den Kunden denn bei seiner Neuwagensuche beraten? Wird mobile.de uns Händlern Kunden liefern, die bereit für eine Kaufentscheidung sind? Oder nur weiter das Geld von uns Händlern kassieren und uns mit unqualifizierten Kundenanfragen - gerne auch aus Afrika - beglücken?


Ralf

20.06.2013 - 14:34 Uhr

erstmal ein Lob zu mobile.de welche nun endlich den Händler in den Vordergrund stellen. Wir sind bisher mit unseren hohen Preisen schon gut im Netz gefahren und können bestätigen, dass Qualität und Ehrlichkeit beim Verkauf belohnt wird. Der Service wird bezahlt, wenn man mit dem Kunden fair umgeht.Und nun zu Christoph S. ich denke Sie haben die Welt des Internets noch nicht verstanden. Kein Medium dieser Welt bringt Ihnen 100% Kaufinteressenten, aber die Börsen bringen Ihnen echte Verkaufschancen, wenn Sie jedoch nur sehen, dass mobile.de und andere dafür Geld verlangen, dann kann Ihnen keiner helfen. Ich hoffe nur, Ihre Kunden denken nicht genauso beim betreten Ihres Autohauses!Man kann sich immer um Preise streiten, auch wir ärgern uns über jede Preiserhöhung was wohl menschlich ist, aber wir wissen auch das ohne Internet ein Verkauf auch und gerade in der Region nicht mehr möglich ist. Wer anders denkt, sollte ein Makler beauftragen seinen Betrieb zu verkaufen, weil früher oder später wird er von der Realität eingeholt.Daher Willkommen in 2013 und web3.0


Ralf

20.06.2013 - 14:36 Uhr

sorry mit meiner Bemerkung meinte ich nicht Christoph S. sondern die war oder ist an Michael gerichtet.


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