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Fördermaßnahmen: Tipps zur Energiewende im Autohaus

Energieexperte Erich Koller
© Foto: Ingenieurbüro für Energie- und Liegenschaftseffizienz

Die KfW-Bank und das Bafa forcieren die Energiewende. Einem Branchenexperten zufolge eignen sich besonders Kfz- und Lackierbetriebe aufgrund hoher Strom- und Heizkosten zur Umsetzung der Maßnahmen.


Datum:
25.10.2012
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Die staatliche KfW-Bank und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) forcieren die Energiewende. "Besonders Kfz- und Lackierbetriebe eignen sich aufgrund hoher Strom-und Heizkosten zur Umsetzung der Maßnahmen", wie Erich Koller vom Ingenieurbüro für Energie- und Liegenschaftseffizienz in Maxhütte Haidhof jetzt mitteilte.

Das Bafa gewährt demnach seit dem 1.Oktober Zuschüsse von bis zu 30 Prozent für Einzelmaßnahmen, wie z.B. Druckluftanlagen, Wärmerückgewinnung(nicht Beleuchtung). Besonders interessant ist die "systemische" Kombination von Maßnahmen: Hier kann laut Koller bis zu gewissen Fördergrenzen beispielsweise auch eine neue Beleuchtung (auch Austausch von LED-Röhren) in Zusammenhang mit neuen Umwälzpumpen oder einer neuen Druckluftanlage gefördert werden (http://www.bafa.de/bafa/de/energie/querschnittstechnologien/index.html)

Blockheizkraftwerke (BHKW) bis 20 kW subventioniert das Bafa mit bis zu 3.500 Euro, viele Städte und Bundesländer gewähren zusätzliche Zuschüsse. "Der Zuschuss sollte aber nicht dazu verleiten, ein 20-kW-BHKW zu installieren, wenn ein größeres passend wäre. Außerdem rate ich Faktoren wie die mögliche Kühlung über das BHKW und das Laden von Akkus für Elektroautos zu berücksichtigen", so der Energieexperte.

Höherer KWK-Zuschlag

Für BHKWs bis 50kW wurde der KWK-Zuschlag, der für jede kWh erzeugten Strom bezahlt wird ,von bisher 5,11 auf 5,41Ct/kWh erhöht. Ab sofort wird auch die seit einigen Monaten ausgesetzte Energiesteuerrückerstattung wieder gewährt. Zu beachten ist außerdem die für 2013 geplante Erhöhung der EEG-Zulage auf 5,3 Ct/kWh, was laut Koller zu einer Erhöhung der Stromrechnung in Autohäusern um durchschnittlich 2.000 Euro pro Jahr führt."

"All diese Faktoren machen die Investition in ein Blockheizkraftwerk, die sich in 90 Prozent aller Autohäuser lohnt, nochmals wesentlich interessanter", so Koller weiter. "So paradox es auch klingt: Die Erhöhung des EEG-Zuschlags, der zum großen Teil der Photovoltaikförderung dient, macht auch eine Photovoltaikanlage – die auf die Eigennutzung des Stroms ausgelegt ist – wieder attraktiv. Auch bei deren Auslegung sollte schon auf die Anforderungen der Elektromobilität geachtet werden."

Ansehnlicher Überschuss

Dem Fachmann zufolge werden aufgrund der niedrigen Zinssätze (ab etwa 1,3 bis unter zwei Prozent, je nach KfW-Bonitätsindex) die Energieeffizienzkredite der KfW von immer mehr Unternehmen in Anspruch genommen. Zumeist bleibe bei der Realisierung der Maßnahmen nach Zins und Tilgung noch ein ansehnlicher Überschuss, hieß es.

Bei allen Maßnahmen ist die Begleitung durch einen bei der KfW zugelassenen Energieeffizienzberater erforderlich. Im Programm www.energieeffizienz-beratung.de gewährt die Förderbank einen Zuschuss von 1.280 Euro zur zweitägigen Initialberatung (Eigenanteil maximal 500 Euro) und für die Umsetzungsberatung 480 Euro pro Tag (Eigenanteil maximal 3200€ bei bis zu zehn Tagen). (AH)

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