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Frage der Woche: Akzeptanz von Wechselkennzeichen?

Die Einführung von Wechselkennzeichen in Deutschland zieht sich hin.
© Foto: Imago/McPHOTO

Trotz der schleppenden Entwicklung sind zwei von drei AUTOHAUS Online-Leser nach wie vor für eine Einführung in Deutschland. Lediglich fünf Prozent lehnen die neuen Nummernschilder kategorisch ab.


Datum:
30.05.2011
5 Kommentare

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Noch steht die Ampel für Wechselkennzeichen auf rot. Laut Medien soll die seit längerem geplante Einführung erst 2012 erfolgen, ursprünglich war sie von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bereits für das vergangene Jahr anvisiert worden. Weiteres Ärgernis: Die für mehrere Fahrzeuge gültigen Nummernschilder sollen den Haltern weniger Ersparnis bringen als erhofft. Angesichts der schleppenden Entwicklung wollte AUTOHAUS Online in der vergangenen Woche von seinen Lesern wissen, was sie von den Wechselkennzeichen halten.

Die große Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer – 67 Prozent – befürwortet eine Einführung in Deutschland grundsätzlich. 14 Prozent erachten die Nummernschilder nach den bisher bekannten Plänen nicht für sinnvoll, fünf Prozent lehnen sie sogar kategorisch ab. Für 14 Prozent sind Wechselkennzeichen kein Thema. Insgesamt wurden 2.026 Stimmen registriert. (AH)

Wer ist für die Verzögerungen bei der Einführung der Wechselkennzeichen schuld? Wird das Vorhaben gänzlich scheitern? Schreiben Sie uns Ihre Meinung! Sie finden die Kommentar-Funktion wie gewohnt unterhalb des Artikels.

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KOMMENTARE


Stefan

31.05.2011 - 08:30 Uhr

Was macht ein Wechselkennzeichen für einen Sinn, wenn es nicht möglich ist, erheblich dabei zu sparen. Wenn ich 2 Autos besitze und nur 1 Kennzeichen habe, welches ich mal an das eine mal an das andere Auto "tackern" kann hab ich einen Nachteil. Ich kann nicht beide Autos gleichzeitig bewegen. Wenn es mir keinen Anreitz bietet, dadurch beispielsweise die KFZ-Steuer zu halbieren, würde ich doch beide AUtos mit Kennzeichen versehen, hätte nicht sie Arbeit es ständig umstecken zu müssen und meine Frau und ich beispielsweise, könnten gleichzeitig fahren. Warum soll ich z.B. für ein Wohnmobil volle Steuern zahlen, wenn ich es nur 3x im jahr für 2 Wochen nutze....Da würde ein Wechselkennzeichen Sinn machen!!!!! wenn es denn Geld spart.


Oliver Mayer

31.05.2011 - 08:36 Uhr

Das Wechselkennzeichen macht erst Sinn, wenn Schäuble weg ist. Die elende Diskussion - für was brauche ich ein W-Kennzeichen, wenn ich trotzdem für beide Autos Steuern zahlen muss ? Von der Versicherungswirtschaft ist auch noch nichts bekannt. Ohne Ersparniss ist für mich das W-Kennzeichen so nützlich wie ein Fahrrad für einen Fisch...


Karl Schuler

31.05.2011 - 10:12 Uhr

Ich gehöre zu den fünf Prozent, die das Wechselkennzeichen ablehnen. Jeder Autobesitzer hat heute die Möglichkeit, mit Hilfe seiner Versicherungsgesellschaft mehrere Fahrzeuge günstig zu versichern. Auch sollte jedes Fahrzeug steuerpflichtig sein. Oder überhaupt kein Fahrzeug ist steuerpflichtig? Meine Empfehlung an den Finanzminister Schäuble wäre daher: Einstellung der Kfz-Steuer zum 31.12. dieses Jahres. Dies hätte zwei wesentliche Effekte zufolge: 1. In der Finanzbürokratie könnte ein in die Millionen gehender Bürokratieaufwand sofort beseitigt werden. 2. Der gesamte Gebrauchtwagenmarkt würde sich wieder dem besonderen Interesse einer gestärkten Nachfrage erfreuen, weil durch den Entfall der Kfz-Steuer ein echtes Signal an Käufer und Interessenten gesetzt würde statt "Spielwiesen der Politik" zu eröffnen wie Wechselkennzeichen oder ganz neu die PKW-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung, die Minister Rösler diese Woche dem Kabinett vorlegte. Mit dem Ergebnis, dass ein Leopard II mit 62 Tonnen, 1.500 PS und 5.886 g/km CO2 als ultimatives Ökögefährt mit Effizienzklasse E gilt. Wie ein Smart! Der Berechnung liegt ein relatives Modell zugrunde, das ausgerechnet die Fahrzeugmasse berücksichtigt. Es grüßt der Lobbyverband, der 2,4 Tonnen schwere Geländewagen in dieselbe Effizienzklasse B wie einen 1,1 Tonnen leichten Kleinwagen mit 90 PS und 98 g/km CO2 steckt. Fazit: Überregulierung und Zwangseinstufungen sind untaugliche Mittel eines freien und funktionierenden Automobilmarktes!


K. Wempe

31.05.2011 - 11:21 Uhr

Das mit den Steuerausfällen von Herrn Schäuble ist doch ein Nullargument. Wenn ich am Wochenende statt meines Diesels meinen 8-Zylinder (leider noch mit Saisonkennzeichen) benutze, verbrauche ich bei ca. 3.000 km/Jahr ungefähr 200 Liter MEHR Kraftstoff. Die darin enthaltenen Steuern sollten doch reichen, oder? Außerdem spülen ja auch die Ausgaben für die Erhaltung eines solchen Fahrzeuges Steuern in die Kassen. Aber wahrscheinlich sitzen die Lobbyisten der Versicherungswirtschaft dem Schäuble so etwas von im Nacken, denn die wollen auch noch den Rahm abschöpfen. Die wollen nämlich nicht auf die 390 Euro Prämie (05-10) verzichten, die ich für meinen Traum von einem Auto zahlen muss. Ich habe aber weder im Lotto gewonnen, noch bin ich Rechtsanwalt oder Arzt. Ich habe jahrelang hart gearbeitet um mir meinen Wunschtraum nach einem (gebrauchten) amerikanischen Auto zu erfüllen. Ich möchte nur die Früchte meiner Arbeit geniessen und nicht noch weiter abgezockt werden. Geht doch in CH und A auch. oder? Hier kristallisiert sich wieder die eigentliche Funktion eines Politikers heraus: Nämlich als Wasserträger für die Mächtigen im Lande. Im Sinne des Bürgers ist zumindest Herr Schäuble und viele seiner Regierunggenossen nicht mehr tätig.


HWB

31.05.2011 - 17:25 Uhr

Ein emotionales Thema, hier eine objektive Linie hineinzubekommen wird schon deshalb nichts, weil wir Menschen mit unterschiedlichen Interessen sind. Hinzu kommt, dass sich heute die Politik verselbständigt hat, sich der Lobbyarbeit der Unternehmen bzw. Kapitalgesellschaften eher verpflichtet fühlt, als denen, die sie gewählt haben. Wenn aktuell die Tabaksteuer die Körperschaftssteuer um 2 Milliarden EURO/Jahr überschreitet und damit dem Fiskus 15 Mrd EURO pro Jahr einbringt, wenn es Großunternehmen gibt, die stolz in ihren Geschäftsberichten aufzeigen, dass sie keine Steuern bezahlen, dann bleibt nur noch der "kleine Mann", von dem etwas zu holen ist. Neben den Großunternehmen und Banken haben nur noch die "sozial schwachen" Einfluß auf die Politk, weil es um deren Stimmen bei der nächsten Wahl geht. Die Mittelschicht, die diesen Staat trägt, hat keine Lobby, schon gar keinen, der sie vertritt. Was macht dieser Staat blos und wie finanziert es sich, wenn sich in dieser Mittelschicht Frustration breit macht, durch das ständige Gerangel, mehr nehmen als geben, auch wenn es nur um ein Wechselkennzeichen geht, das den Staat wenig kostet, der Mittelschicht aber was bedeutet. Schon die Gesetze der Physik besagen, es ist immer der letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt. Liebe Politiker, denkt mal darüber nach.


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