Kein Name, kein Foto, keine Angaben zu Herkunft, Alter und Geschlecht: Fünf deutsche Großunternehmen testen von Herbst an anonyme Bewerbungsverfahren. Damit wollen sie Diskriminierung bei der Jobsuche von vornherein verhindern. Doch Experten zweifeln, ob sich der Aufwand lohnt. AUTOHAUS Online wollte in der vergangenen Woche von seinen Lesern wissen, wie sie dem Modellversuch gegenüberstehen.
Für die Mehrheit der Umfrageteilnehmer haben anonymisierte Bewerbungen keine Zukunft. 71 Prozent glauben, dass derartige Verfahren für Unternehmer schwer umsetzbar sind und die Bürokratie unnötig erhöhen. Dagegen vertritt knapp ein Viertel (24 Prozent) die Meinung, dass nur die Qualifikation darüber entscheiden soll, ob ein Bewerber den Job bekommt oder nicht. Unentschlossen zeigten sich fünf Prozent ("Weiß nicht"). Insgesamt wurden 1.887 Stimmen abgegeben. (AH)
Was denken Sie: Laden die Unternehmen durch anonymisierte Verfahren wirklich die qualifiziertesten Bewerber ein? Oder werden die Bemühungen um Vielfalt in den Belegschaften – mehr Frauen, mehr Ausländer, mehr ältere Arbeitnehmer – dadurch konterkariert? Schreiben Sie uns einen Kommentar! Die Funktion finden Sie wie immer unterhalb des Artikels.