Frage der Woche: Welches Zukunftsmodell für Opel?

28.11.2008 15:00 Uhr
Opels Zukunft ist ungewiss. Doch welcher Investor wäre der richtige für den Autobauer?

In der vergangenen Woche fragte AUTOHAUS Online seine Leser, welches Zukunftsmodell sie für den Rüsselsheimer Autobauer am besten finden. Die Meinungen gehen stark auseinander.

Angesichts der massiven Schieflage des Mutterkonzerns General Motors ist auch Opels Zukunft ungewiss. Immer wieder sind neue Investoren im Gespräch. In der vergangenen Woche fragte AUTOHAUS Online seine Leser, was in ihren Augen das Beste für den angeschlagenen Autobauer ist. Die Ergebnisse zeigen ein gemischtes Bild. Nur eine Option erhielt vermehrt Zuspruch. Immer wieder kursieren Meldungen, Opel-Händler könnten den Autobauer übernehmen. Diese Möglichkeit kam auch für rund jeden vierten Umfrage-Teilnehmer (26,9 Prozent) in Frage. Sie hielten es für das Beste, wenn der Handel das Steuer in Rüsselsheim übernimmt. Die weiteren Optionen erhielten in etwa gleichviel Zuspruch. So waren rund 14 Prozent der Meinung, ein ausländischer Investor (z.B. asiatische Hersteller) oder - mit rund elf Prozent - ein branchenfremder Geldgeber (z.B. Solarworld) sollte der Marke mit dem Blitz einsteigen. Für einen Verbleib bei General Motors entschieden sich 13,7 Prozent der teilnehmenden Leser, für eine staatliche Beteiligung rund 15 Prozent. Rund 18 Prozent der insgesamt über 1.600 Abstimmenden meinen, es muss noch andere Lösungsmöglichkeiten für den Autobauer geben, als die genannten. (AH) Was denken Sie? Welcher Investor ist der Beste für Opel? Und welche Möglichkeiten ausser den genannten gibt es noch? Diskutieren Sie mit und schicken Sie uns Ihren Kommentar. Die Funktion dazu finden Sie unter diesem Artikel.

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KOMMENTARE

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28.11.2008 - 16:34 Uhr

BMW sollte einsteigen, natürlich nicht zum "gewohnten" Modell wie zu Rover Zeiten, jedoch als Investor um den Mittelstand mit "preiswerten" Fahrzeugen zu versorgen. Auch in Hinsicht auf Transporter, kleine NFZ wäre diese Investition für BMW von Vorteil, da es diese Sparte bei BMW nicht gibt. Für den europäischen Markt denke ich wäre BMW & Opel ein ideales Verhältnis und würde bestimmt passen!


Klaus Jansen

28.11.2008 - 21:02 Uhr

Ich hatte mich für die letzte Variante ("keines von allem") entschieden. Der Grund: Keine der angeboten Varianten halte ich als kurzfristig durchführbar und praktikabel. 1. Die Übernahme durch OPEL-Händler mag zwar im ersten Anschein logisch und überzeugend klingen, vor allem weil von Seiten der Händler viel Herzblut am Fabrikat hängt (26,9 % bestätigen das deutlich). Dennoch halte ich diese Lösung für wenig gut. Das benötigte Kapital wird durch eine interessierte Händlerschaft nur bedingt aufgebracht werden können, da jeder Betrieb für sich gerade in der kommenden Zeit das Kapital dringend für die eigenen Betriebe benötigen wird. Darüberhinaus sehe ich (bei theoretisch kompletter Übernahme) einen Interessenkonflikt zwischen "Hersteller" und "Handel". Aus dem Bauch heraus finde ich das problematisch und lehne diese Variante ab. 2. Bliebe eine Übernahme durch einen Investor. Das Unternehmen Opel ist sehr stark mit dem Mutterkonzern verflochten, daher würde ein schnelles Herauslösen äußerst schwierig. Man denke auch an die Verflechtungen mit Vauxhall England, Holden Australien und GM Europa. Gemeinsame Entwicklungen, Entwicklungen der Rüsselsheimer für GM. Ausgerechnet die in den USA jetzt so sehr benötigten Kompaktfahrzeuge sind ja eine reine Rüsselsheimer Entwicklungsarbeit, einer der Gründe warum GM derzeit noch mit aller Macht an OPEL festhält. Im Falle einer GM-Pleite müßte allerdings alles recht schnell gehen oder im besseren Fall bei einer Konsolidierung der Muttergesellschaft werden die Bedingungen des US-Senats eine große Rolle spielen. Man wird dann sicher kein Interesse daran haben, das Gelder nach Europa gehen. Die Finanz- und Abhängigkeitssituation von GM wird dann vermutlich zwingend zu einem Verkauf von OPEL führen. Von asiatischen Investoren halte ich überhaupt nichts, auch nicht von den "Schlankmacher-" und "Aufpäppen"-Investoren, deren einziges Ziel eine baldige gute Rendite und der profitable Weiterverkauf des Unternehmens ist. 3. Denkbar für eine gesunde und langfristige Zukunft wäre meiner Meinung nach die Aufsplittung von GmbH Anteilen auf Banken, Händler, Betriebsangehörige und einer (oder auch mehrerer?) europäischer Investorengruppe(n).


d hans

28.11.2008 - 21:32 Uhr

Opel unter dem Dach von BMW wäre wahrscheinlich eine sehr interessante Lösung. Auf den ersten Blick kaum Überscheidungen in der Modellpalette. Ich denke CP Forster sollte mal bei seinem alten Arbeitgeber durchklingeln und die Familie Quandt sollte sich Opel mal im Detail anschauen. Ob Opel allerdings ein interessantes, renditereiches Investment, kann ich nicht natürlich beurteilen.


Konrad Lindner

29.11.2008 - 09:53 Uhr

Bei GM verbleiben - Image der Marke OPEL stärken - sich auf die Entwicklung umweltschonender Modelle konzentrieren und diesen Bereich enorm vertärken - Opel-Modell nach USA ausführen, dies muß dringend mit GM klar geklärt und vereinbart werden


Cio

29.11.2008 - 12:23 Uhr

Opel hat die modernsten Werke und eine sehr gute Palette. Leider wird es, solange es GM gibt keine Lösung geben! Schön wäre es, wenn Opel wieder ein Deutsches Unternehmen wird evtl. wieder eine AG.


John Doe

30.11.2008 - 14:54 Uhr

Die Frage fuer mich ist nicht "Wer uebernimmt Opel" sondern "Wie wird Opel saniert und umstrukturiert". GM hat Jahrelang durch seinr internen Prozesse, Management Moral und Einkaufstrategie beeinflusst und genau dort liegt die Gefahr fuer Opel egal ob Opel bei GM bleibe oder von ein anderen uebernommen wird!


Hans-Dieter Teich

01.12.2008 - 07:38 Uhr

Wenn GM bereit oder gezwungen ist, einen seiner gewinnbringenenden Hersteller abzugeben, sollte für Opel eine europäische Lösung gefunden und der Mutterkonzern so schnell wie möglich verlassen werden. GM hat Opel jahrelang der Zutritt zum amerikanischen Markt verwehrt, allein Das sollte Grund genug für die Europäer sein, Opel eine sichere Heimat zu geben und so die Arbeitsplätze in vielen EU Ländern zu sichern.Gerade jetzt, da Opel seine Hausaufgaben gemacht hat und qualitativ hochwertige Fahrzeuge erfolgreich auf den Markt gebracht hat. Der Einstieg eines deutschen Automobilherstellers ist sicherlich nicht die einzigste , aber sicherlich die beste Lösung. Wenn das BMW sein soll, finde ich das OK. Das Portfolio der beiden Marken hat verhätnissmäßig wenig Überschneidungen.


Anonym

01.12.2008 - 09:55 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, wir alle hier sind doch Automobiler. Es kann doch nicht Ihr Ernst sein eine derartige Diskussion mit diesem Inhalt auf diese Art öffentlich zu führen. Entweder verfolgen Sie ein politisches Ziel oder Sie haben ausnahmsweise an dieser Stelle mal wirklich gar keine Ahnung. OPEL ist nicht lösbar von GM.. diese Verflechtungen aufzulösen ist weder in Detroit noch in Rüsselsheim gewollt. Noch ist es Betriebswirtschaftilich sinnvoll.. Das weiss jeder der sich mit der Materie beschäftigt. Dass Solarworld Opel übernimmt war ein gekonnter PR Gag von Herrn Asbeck... und jeder Journalist der denken kann weiss das. Kein Mensch könnte auch nur ernsthaft in Erwägung ziehen dass GM Herrn Asbeck eine Mrd. quasi hinterher wirft, wenn er, gnädigerweise eine Mrd. in Opel investiert.. 1. ist Solarworld nicht so liquide einen Autobauer zu kaufen.. und dann weiter durchzufüttern. 2. Warum sollte GM den letzten Zweig verkaufen der profitabel ist. 3. Steht Opel nicht zum Verkauf "Zitat Demant" Ernsthaft dieses Kaufangebot Öffentlichkeitswirksam aufzubauschen lässt einen intelligenten Bürger an der Kompetenz der Medien zweifeln. In diesem Sinne Mit bestem Gruße


Thomas Klawikowski

01.12.2008 - 11:59 Uhr

Solange es nicht möglich ist sicher zustellen, das die Fa. Opel bei Übernahme durch einen Investor überlebensfähig bleibt,und nicht ausgeschlachtet wird,....und so mit trotzdem vom Markt verschwindet, sehe ich nur die Chance als Mitglied in einem Konzernverbund, der aber nicht General Motors heißen darf,...Opel ist Know How, Tradition und bald vielleicht ein Opfer der Globalisierung...., wie dann auch GM.


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