Der Golf, das wichtigste VW-Modell, ist derzeit ein Verkaufsschlager. Im ersten Halbjahr 2007 lieferte Volkswagen weltweit mehr als 300.000 Golf an Kunden aus, zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das teilte der Autobauer am Donnerstag in Wolfsburg mit. Alleine in Deutschland stiegen die Verkäufe gegen den Trend im Gesamtmarkt um 5,7 Prozent auf 61.500 Fahrzeuge. Starke Zuwächse gab es auch in Großbritannien, Italien, den USA und in osteuropäischen Ländern wie Polen und Russland. Insgesamt hatte der Konzern im ersten Halbjahr weltweit mehr als drei Mio. Autos verkauft – ein Plus von 7,8 Prozent. Zum Golf-Plus in Deutschland hätten laut einem Unternehmenssprecher Sondermodelle und günstige Finanzierungs-Pakete beigetragen, zu denen auch Versicherungs- und Service-Elemente zählten. Dennoch verdiene VW mit dem Golf auch in Deutschland Geld. Einzelheiten nannte der Sprecher nicht. Wegen der guten Auftragslage gibt es am wichtigsten Golf-Fertigungsstandort, dem Stammwerk Wolfsburg, derzeit Sonderschichten. Der Golf soll dort auch während der Werksferien gebaut werden. Nach Angaben aus Branchenkreisen soll das Nachfolgemodell im Herbst 2008 auf den Markt kommen. Im vergangenen Jahr noch hatte der Golf für Verluste gesorgt. So hatte VW-Personalvorstand Horst Neumann gesagt: "Wenn das wichtigste Auto, der Golf, in den roten Zahlen ist, dann ist die Welt bei VW nicht in Ordnung." Der damalige VW-Markenchef Wolfgang Bernhard hatte die Golf-Produktion im Stammwerk Wolfsburg wegen der hohen Kosten sogar in Frage gestellt. Im Zuge der Restrukturierung der Konzern-Kernmarke VW wurden tausende Stellen gestrichen und die Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich verlängert. Damit hatte sich die Wettbewerbsfähigkeit von VW deutlich erhöht. (dpa)
Golf macht VW wieder Freude
Hersteller verzeichnet im ersten Halbjahr Absatzplus von zehn Prozent / Nachfolgemodell soll im Herbst 2008 kommen