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Händlerverband: Auch VDOH warnt vor Opel-Insolvenz

VDOH-Vorstandssprecher Thomas Bieling
© Foto: AH

Die "rein formaljuristische Alternative" hat laut Händlerverband wirtschaftlich fatale Folgen. Denn neben der Beschädigung des Händlernetzes seien auch erhebliche Auswirkungen für die Marke zu befürchtet.


Datum:
30.07.2009
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Die anhaltende Diskussion um eine mögliche Insolvenz des Autobauers Opel bereitet den deutschen Händlern große Sorgen. Die "rein formaljuristische Alternative" hätte wirtschaftlich fatale Folgen, warnte der Verband deutscher Opel-Händler (VDOH) am Donnerstag in Frankfurt. Da der Handel die Verkaufsförderungsaktionen des Herstellers in hohem Maße vorfinanziere, würde eine Insolvenz von Opel den Handel der Möglichkeit berauben, diese Verbindlichkeiten einzufordern. Ein solcher Insolvenzantrag würde die Opel-Händler und und die allein in Deutschland dahinter stehenden 35.000 Arbeitsplätze erheblich gefährden. Neben der Beschädigung des Händlernetzes hätte eine derartige Insolvenz erhebliche Auswirkungen für die Marke, da Kunden und Interessenten sich von Opel abwenden würden. "Diesen Vertrauensverlust wird man kaum je wieder reparieren können." Die Insolvenz-Diskussion sei kontraproduktiv, selbst wenn sie nur als taktisches Mittel im Rahmen der Übernahmegespräche eingesetzt werden sollte, urteilten die Händler. "Wenn man es ernst damit meint, den Hersteller Opel und die damit verbundenen Arbeitsplätze auch im Handel und bei den Zulieferern zu erhalten, darf man eine Planinsolvenz nicht in Erwägung ziehen." Albert Still, Vizepräsident der europäischen Opel-Händlervereinigung Euroda, hatte bereits am Dienstag im Gespräch mit AUTOHAUS Online vor den Folgen einer Opel-Insolvenz gewarnt. Still bestätigte außerdem, dass eine Beteiligung der Händler an einem neuen Opel-Konzern weiterhin geplant sei. Mit Magna sei man darüber im Gespräch. VDOH favorisiert Magna Der VDOH sprach sich für einen Einstieg des kanadisch-österreichischen Zulieferers Magna aus. Die Pläne von Magna für Vertrieb, Service, Produktgestaltung und Technik entsprächen in zahlreichen Punkten den Vorstellungen des Handels, berichtete der VDOH. "Darüber hinaus vermittelt Magna den Eindruck, dass die Sicherung des langfristigen Erfolges der Marke Opel mit automobilem Know-how und höchstem Einsatz betrieben werden wird." Der VDOH-Vorstand sei einstimmig der Auffassung, dass die Entscheidung für Magna zukunftsorientiert und richtig sei. (dpa/se)

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