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Händlerversammlung: Konstruktive Offenheit bei Skoda

Die Vorstandsmitglieder des Skoda-Händlerverbands (v.l.): Patrick Kaiser (Geschäftsführer), Kersten Borst, Thomas Peckruhn (Vorsitzender), Jochen Schandert, Günther Rube, Werner Rindt, Andreas Müller (neu gewählt) sowie Skoda Deutschland-Geschäftsführer Hermann Schmitt.
© Foto: Thomas Seidenstücker/AUTOHAUS Online

Am Samstag fand in Potsdam die Mitgliederversammlung des Verbandes Deutscher Skoda-Vertragspartner statt. Rund 200 Händler kamen – auch die komplette Führungsmannschaft des Importeurs war vertreten.


Datum:
11.10.2010
Autor:
<br>Von Thomas Seidenstücker
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Normalerweise hätten Skoda Auto Deutschland (SAD) und die deutschen Händler dieses Jahr allen Grund zur Freude. Doch die Stimmung unter den rund 200 Teilnehmern der Mitgliederversammlung des Verbandes Deutscher Skoda-Vertragspartner am Samstag in Potsdam war teils angeheizt. Hauptursache sind Lieferschwierigkeiten und die damit verbundenen Folgen für den Handel. Denn das Jahr lief im Verkauf bislang deutlich besser für Skoda als Ende 2009 erwartet. Rund 125.000 Autos wird die VW-Tochter 2010 in Deutschland verkaufen können. Geplant wurde ursprünglich mit 110.000 Einheiten, rund 113.000 werden aus dem Werk geliefert.

Für viele Händler bedeutet dies, die Kunden länger zu vertrösten oder mit Abstrichen auf gerade verfügbare Ausstattungen auszuweichen – mit einigen Nachteilen. Durch die Mangelbelieferung leide insbesondere die Kundenzufriedenheit, und die Händler würden bei den Befragungen nicht die besten Bewertungen erhalten, sagte der Verbandsvorsitzende Thomas Peckruhn. Daraus würden niedrigere Bonizahlungen folgen. Hinzu komme, dass durch die nicht verfügbaren Fahrzeuge die Zielboni von SAD nicht ausgezahlt würden.

Der Handel forderte deshalb eine bestellbezogene Vergütung ein. Skoda-Vertriebschef Gunther Riedel und Geschäftsführer Hermann Schmitt, die neben weiteren SAD-Führungskräften offen Rede und Antwort standen, sagten den Teilnehmern zu, dass alle Händler bei rechtzeitiger Bestellung der Fahrzeuge keine Nachteile zu erwarten hätten. Man gehe von Einzelfällen aus, die genau geprüft würden und wo der Skoda-Außendienst helfend zur Seite stehe. Ein anderes Vergütungsmodell sei nicht so einfach machbar, da hierfür die Händlerverträge gekündigt werden müssten, hieß es.

Ertragsverluste durch Re-Importe

Weitere Bremsklötze für das Geschäft in diesem Jahr sind laut Peckruhn die deutlich gewachsene Anzahl von Re-Importen (2007/08 ca. sieben Prozent, aktuell 16,1 Prozent). "Dadurch gehen in 2010 20.000 Autos am deutschen Handel vorbei, was ca. 35 Autos pro Händler entspricht und rund 30.000 Euro Ertragsverlust je Händler bedeutet. Zudem verfügen die Fahrzeuge aus dem Ausland über Ausstattungen, die wir gar nicht bestellen können. Hier haben wir echte Argumentationsprobleme und auf lange Sicht wird das eigene Netz geschwächt", so der Händlersprecher.

Als Lösung für die Problematik sehen die Vertragspartner vor allem Preisharmonisierungen. SAD-Chef Schmitt erklärte dazu: "Diese Autos sind vor allem Überbestände aus Ländern wie Polen, Tschechien, Slowenien, Ungarn und dem Baltikum. Dagegen können wir auch aus GVO-Sicht kaum etwas unternehmen." Verschärft werde die Situation durch hohe Währungsschwankungen in den Nicht-Euro-Ländern. "Allerdings können Sie sicher sein, dass ich bei jedem Treffen mit den anderen Märkten immer wieder in Ihrem Sinne auf dieses Thema eingehe", betonte der Geschäftsführer.


Skoda-Händlerversammlung 2010

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