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Halbjahresbilanz: Herstellerbanken legen weiter zu

Das Gesamtvolumen der Finanzierungs- und Leasingverträge der Herstellerbanken stieg im ersten Halbjahr 2014 um zwei Prozent auf 92,78 Milliarden Euro.

Die Zahl der Neuverträge stieg im 1. Halbjahr 2014 auf 650.281 Einheiten, das Neugeschäftsvolumen auf 16,23 Milliarden Euro. Schwächen zeigten sich beim Privatleasing und im GW-Markt.

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Deutschlands herstellergebundene Autobanken befinden sich wie bereits in den letzten Jahren auf Wachstumskurs. Die Zahl der Neuverträge stieg im ersten Halbjahr 2014 um sieben Prozent auf 650.281 Einheiten (2013: 610.238) an, wie der Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften der Automobilwirtschaft (AKA) mitteilte. Damit rollten in den ersten sechs Monaten Neufahrzeuge mit einem Finanzierungsvertrag im Wert von 16,23 Milliarden Euro auf Deutschlands Straßen. Das ist eine Steigerung im Neugeschäftsvolumen um elf Prozent.

Das Gesamtvolumen der Finanzierungs- und Leasingverträge stieg um zwei Prozent auf 92,78 Milliarden Euro (2013: 90,70 Milliarden Euro). Allerdings verringerte sich der Bestand nach Stückzahlen um ein Prozent von 5,59 Millionen auf 5,55 Millionen Einheiten.

Als wesentlicher Treiber bei den Neuzugängen entpuppte sich das Geschäft mit den Gewerbekunden, mit denen 358.839 neue Leasing- und Finanzierungsverträge abgeschlossen wurden. Das ist ein Zuwachs von zehn Prozent (2013: 327.122 Einheiten) und entspricht einem Wert von 10,65 Milliarden Euro (plus 14 Prozent). Auch das Privatgeschäft der Captives verbesserte sich, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Prozent und legte um 291.442 Neuzugängen im Wert von 5,58 Milliarden Euro zu.

Schwaches Privatleasing

Allerdings zeigte sich bei den Fahrzeugneuzugängen im privaten Leasing im Gegensatz zum gewerblichen Leasing (plus 9,2 Prozent) ein deutlicher Schwund, der aber angebotsgetrieben ist und keinen Verbrauchertrend darstellt. In diesem Geschäftszweig mussten die Autobanken ein Minus von 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Kauf nehmen.

Ursache sind zunehmende regulatorische Beschränkungen seitens der Politik und die damit einhergehende Unsicherheit der Banken. Vor dem Hintergrund der 2010 in Kraft getretenen Verbraucherkreditrichtlinie betreffen die neuen Verbraucherschutzvorschriften nicht nur Verbraucherdarlehen, sondern auch Verbraucher-Leasing-Verträge, die unter anderem die Angabe eines effektiven Jahreszinses erforderlich machen. Eine noch ungeklärte Frage ist hierbei, inwieweit Leasingverträge mit Kilometerabrechnung betroffen sind.

Im Gebrauchtwagengeschäft zeigte sich ein leichter Wertverlust. So realisierten die Herstellerinstitute im ersten Halbjahr 2014 Zugänge im Wert von 4,23 Millionen Euro. Das ist ein Minus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 4,25 Millionen Euro. Allerdings konnten die herstellergebundenen Finanzdienstleister in diesem Zeitraum lediglich 293.288 Gebrauchtwagen mit einem Finanzierungsvertrag auf die Straße bringen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Minus von 5,1 Prozent (2013: 309.037). Aus diesem Grunde wollen die Autobanken das Gebrauchtwagengeschäft laut AKA im Verlauf des Jahres wieder stärker angehe. Getrieben durch Sonderaktionen, wird für das zweite Halbjahr eine Steigerung der Stückzahlen erwartet.

Andauernder Trend: Mobilitätspakete

Eine weiterhin hohe Nachfrage der Verbraucher zeigt sich bei den zusätzlichen Mobilitätsdienstleistungen wie Kfz-Versicherungen, Garantie- und Kreditversicherungen sowie Wartungsdienstleistungen. So erzielten die Captives in diesem Bereich mit 1,16 Millionen neuen Serviceverträgen ein Plus von fünf Prozent (2013: 1,10 Millionen).

Starke Einbußen mussten die herstellergebundenen Autobanken im Bereich der Einkaufsfinanzierung hinnehmen, da die Forderungen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 um 14,9 Prozent zurückgingen. So gab es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres lediglich 329.958 Händlerforderungen im Vergleich zu letztem Jahr (2013: 387.716). Das entspricht einem Wertverlust von fünf Prozent. (dko)

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