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Hessen/Baden-Württemberg: Erste Tarifabschlüsse für Kfz-Beschäftigte

Die Entgelte der Tarifbeschäftigten im hessischen Kfz-Gewerbe werden ab Juni um 3,8 Prozent erhöht.
© Foto: ProMotor

In Hessen und Baden-Württemberg steigen die Entgelte ab Juni um gut vier Prozent. Für die Arbeitgeber der Branche sind die neuen Verträge an der Grenze des Vertretbaren.


Datum:
31.05.2012
2 Kommentare

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Die bundesweit ersten Abschlüsse der aktuellen Tarifrunde des Kfz-Gewerbes sind am Mittwochabend in Hessen und Baden-Württemberg gelungen. Die Tarifmitarbeiter in den hessischen Autohäusern und Werkstätten bekommen ab 1. Juni 2012 3,8 Prozent mehr Geld. Für Mai wurde außerdem eine Pauschale von 100 Euro zwischen der Arbeitgeberseite und der IG Metall vereinbart. Etwas besser kommen die Beschäftigten in Baden-Württemberg weg: Hier steigen die Löhne und Gehälter ab Juni um vier Prozent.

Wie die Kfz-Landesverbände am Donnerstag mitteilten, haben die neuen Tarifverträge jeweils eine Laufzeit von 13 Monaten. In Hessen sieht der Vertrag auch eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen (ab 1. Mai) um 3,8 Prozent vor. In Baden-Württemberg erhalten die Lehrlinge in dem vereinbarten Zeitraum je nach Ausbildungsjahr 30 bis 45 Euro mehr. In der Frage der Übernahme von Auszubildenden kamen die Tarifparteien überein, dass alle Azubis für zwölf Monate übernommen werden.

"Durch die sehr hohen Abschlüsse im öffentlichen Dienst und der Metall- und Elektroindustrie wurden Begehrlichkeiten geweckt, die das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe nicht erfüllen kann", erklärte Michael Kraft, Vizepräsident des Kfz-Landesverbandes Hessen, in Frankfurt. Die Einigung bezeichnete er als einen "Kompromiss, der dem Wunsch der Beschäftigten nach deutlicher Einkommenssteigerung einerseits und dem Verlangen der Betriebe nach einer Dämpfung der Kostensteigerungen Rechnung trägt." Dank der Laufzeit von 13 Monaten könnten die Betriebe auf konjunkturelle Änderungen im kommenden Jahr flexibel reagieren.

"An der Grenze"

Für Carsten Beuß, Geschäftsführer der Tarifgemeinschaft in Baden-Württemberg, ist die Tariferhöhung um vier Prozent "an der Grenze dessen, was für unsere Branche gerade noch vertretbar ist". Beim Kompromiss zur Azubiübernahme gehe es darum, ein positives Signal für die Ausbildung im Kfz-Gewerbe zu setzen. Damit könnten die Betriebe ihre Ausbildungsquote von 16 Prozent halten.

Positiv wertete Beuß, dass die IG Metall den Arbeitergebern bei den notwendigen Ausnahmeregelungen entgegengekommen sei. Auch die Bedarfsplanung für die Übernahme liege weiter bei den Unternehmern. "Im Gegenzug können wir die Politik fortsetzen, für die Jugendlichen eine große Zahl von Ausbildungsplätzen auch über den unmittelbaren Eigenbedarf des Ausbildungsbetriebes hinaus bereitzustellen", betonte er. (rp)

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KOMMENTARE


Lutz Wendland

01.06.2012 - 07:01 Uhr

Jahrelang wurde gejammert wie schlecht es unseren Chefs in den Autohäusern geht,es wurden Weihnachts- und Urlaubgsgelder gestrichen,die Produkivität und die Retabilität der Mechatroniker stets gesteigert,Überstunden nicht mehr ausgezahlt... Möge der Fachkräftemangel endlich eintreten damit die Löhne weiter steigen und die "Wilde Sau" Mentalität und der "Raubkapitalismus" im Kfz-Gewerbe ein Ende findet...


Michael Martin

01.06.2012 - 13:06 Uhr

@Lutz Wendland: Der Fachkräftemangel ist schon da - und zwar mit voller Wucht!


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