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IAA-Countdown: Die SUV-Welle rollt und rollt

Das Crossover-Segmennt boomt. Obwohl BMW bereits vier SUV im Programm hat, planen die Bayern einen weiteren Offroader, den sportlichen X4.
© Foto: BMW

Insbesondere die Sport-Utility-Vehicle liegen auf der IAA 2011 voll im Trend. Kaum ein Autohersteller kann es sich noch erlauben, auf diese Fahrzeugklasse zu verzichten.


Datum:
18.08.2011
8 Kommentare

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Mitte September schaut die Automobilwelt wieder einmal nach Frankfurt. Unter dem Messeturm eröffnet die wichtigste europäische Leistungsschau ihre Tore. Trotz zunehmender Rezessionsängste strahlen die Autohersteller Dank prächtiger Umsätze mit den gleißenden Scheinwerfern um die Wette. Insbesondere die Sport-Utility-Vehicle (kurz: SUV) liegen auf der IAA 2011 (15. bis 25. September) voll im Trend. Weltweit gibt es derzeit kein anderes Segment, was derart nachhaltig wächst. Kaum ein Autohersteller kann es sich noch erlauben, auf diese Fahrzeugklasse zu verzichten. Starteten Hersteller und Importeure Ender der Neunzigerjahre in den oberen Klassen noch zaghaft mit einem einzigen Modell, so bieten viele Hersteller mittlerweile mehrere Modellreihen an.

Selbst Porsche, weltweit führende Sportwagenmarke, hat ihr finanzielles Seelenheil nicht zuletzt der Erfindung des Luxus-SUV namens Cayenne zu verdanken. Der entsteht seit Jahren auf einer Linie mit den Schwestermodellen Audi Q7 und VW Touareg. Die Verkäufe laufen bestens - die Wartezeiten sind gigantisch. In den Klassen darunter sieht es kaum anders aus. "Wir haben bei unserem Kia Sportage derzeit einen Bearbeitungsstand von 60.000 Fahrzeugen", erklärt Benny Oeyen, oberster Produktplaner von Kia, "die arbeiten wir erst einmal ab. Unsere Händler müssen lernen, mit solchen Wartezeiten umzugehen."

So wie bei Kia sieht es derzeit auch bei vielen anderen Firmen aus. BMW hat von den drei deutschen Premiumherstellern bei den Crossovern die Nase vorn. Mit BMW X3 und X1 sind gleich zwei Modelle unter den Besten der SUV-Zulassungsstatistik vertreten. Doch BMW will die aktuellen Modelle X1, X3, X5 und X6 nicht genug sein lassen und werkelt an einem besonders sportlichen BMW X4. Audi wird mit dem neuen Q3 bald aufholen, der dann den ebenfalls prächtig positionierten Q5 unterstützt. Mini will im nächsten Jahr eine zweitürige Version des Countryman nachlegen.

Weit über 50 SUV-Modelle gibt es hierzulande und das von fast jedem Hersteller. Der Marktanteil liegt in manchen Monaten um die 15 Prozent - Tendenz steigend. Daran haben auch Schadstoff- und Benzinkostendiskussionen nichts geändert. Selbst Maserati bringt auf Basis des Jeep Grand Cherokee bald ein luxuriöses SUV auf den Markt. Auch bei Bentley gibt es ähnliche Überlegungen und mit Fokus auf die Märkte in China, Indien, USA und Südamerika wären Hersteller wie Rolls-Royce oder Lamborghini abseits aller Realitäten, wenn ein SUV nicht auch hier Bestandteil von visionären Gedankenspielen wäre.


IAA-Countdown - Neue SUV

Bildergalerie

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KOMMENTARE


K. Wempe

18.08.2011 - 16:22 Uhr

Ein SUV kandidiert ganz klar in der Klasse "braucht niemand - will aber jeder haben". Statt diese Ressourcen verachtenden Automobile zu forcieren sollten die Hersteller lieber auf intelligente Konzepte umschwenken, Hybrid etc. lassen grüßen. Ich sehe massenweise Silver-Ager in Tiguan und Co. umherfahren sowie den Q7/Cayenne Überflieger allein auf der linken Spur. Diese Autos können nichts besser als ein Golf oder eine E-Klasse. Die Automobilindustrie hat ganz klar versäumt, das Umweltbewusstsein des Kunden zu sensibilisieren und früh genug mehr "grüne" Fahrzeuge ins Gesichtsfeld der Kunden zu bringen. Auf der IAA wird es wieder so grün zugehen wie im Greenpeace Headquarter. Ökologische Feigenblätter als Imagepflege. Der Kunde wacht sowieso erst auf, wenn er in der Werkstatt zur Kasse gebeten wird. Da gehen dann Sachen kaputt, von deren Existenz er bisher gar nichts wusste. Oder wenn er statt eines 195/65R15 91H für 60,00 Euro einen 235/55R18 100V für 180,00 Euro bezahlen muss. Was nützt es, wenn mein Fernseher ein ausschaltbares Standby besitzt, mein Nachbar aber dank SUV jeden Tag 1 kg CO² mehr produziert. Für diesen Schwachsinn werde ich mich in 25 Jahren wahrscheinlich bei meinen Enkelkindern entschuldigen müssen.


Ferrari Owner

19.08.2011 - 09:03 Uhr

Ach Herr Wempe wieder ein trauriger Geselle der Al Core und Co auf den Leim gegangen ist. Die CO2 Lüge ist mittlerweile nur noch putzig. Nein, ich werde kein schlechtes Gewissen haben, dass meine Fahrzeuge mehr C02 ausstoßen als sämtliche Fahrzeuge meiner Nachbarschaft ! Ja, ich werde mir auch einen SUV zulegen - wahrscheinlich Cayenne Turbo S mit Auto-Anhänger um meine italienischen Renner zur Rennstrecke kutschieren zu können. Dies müsste Sie ja dann doch freuen !


g. heinrich

19.08.2011 - 10:58 Uhr

@ Ferrari Owner: Erst denken, dann Kommentar abgeben! Diese Reihenfolge ist immer besser. So einen dümmlichen Text habe ich schon lange nicht mehr gelesen... @ Herrn Wempe: richtig so!


Hans von Ohain

19.08.2011 - 11:48 Uhr

@K. Wempe @g. heinrich Unternehmen sind dafür da, Geld zu verdienen und nicht, Kunden umzuerziehen. Wenn Sie wollen, dass mehr der von Ihnen so geliebten grünen Autos gekauft werden, dann begeistern Sie dafür Kunden und sorgen so für entsprechende Nachfrage. Die Industrie mit diesen seichten Thesen zu beeindrucken, zielt am Wesen unserer Wirtschaftsordnung vorbei. Werfen Sie aber auch einen Blick auf die Realität: Die relativen Verkäufe der bereits am Markt verfügbaren Hybridfahrzeuge von Toyota und Honda liegen im Promillebereich. Das haben nicht die Politik oder Industrie, sondern die Kunden so entschieden. Und die werden eben ihre Gründe dafür haben. @Ferrari Owner Schmunzeln musste ich zwar über Ihren Kommentar, aber etwas weniger abfällig wäre doch auch ok, oder?


K. Wempe

19.08.2011 - 12:37 Uhr

@Ferrari Owner: Dass Sie mich gleich in eine Schublade stecken, zeugt von Ihrem geistigen wie persönlichen Horizont. Ihnen hat sich nicht im Ansatz erschlossen, worum es in meinem Posting geht. Sie brauchen sicherlich einen SUV, ebenso wie der Zeitgenosse der einen Pferdeanhänger oder einen großen Wohnwagen ziehen muss. Weit über 90% aller SUV Fahrer brauchen so etwas nicht und erkaufen sich ungewollt Nachteile. Auf einer Veranstaltung der Reifenindustrie konnte ich u. a. Cayenne S und 911 4S bewegen, Beide Fahrzeuge waren leistungsmäßig vergleichbar (400 bzw. 385 PS). Mein Fazit: Den "Lastwagen" würde ich nicht nehmen. Mein "Zweitwagen" ist ein Cadillac STS. Den fahre ich meist am Wochenende und/oder wenn ich Lust dazu habe. Da ich mein Geld selber verdienen muss, entfallen auch nur 10% meiner Jahresfahrleistung auf dieses Vergnügen. Es geht hier weiß Gott auch nicht um ein paar Tausend Ferrari etc. Sie haben denn Tenor meines Postings einfach nicht erfasst. Wahrscheinlich lassen sie Ihr Geld verdienen und bewegen sich in Sphären, wo die Luft reichlich dünner ist. Da lässt auch die Denkfähigkeit nach. Anders kann ich mir Ihre formlosen geistigen Rülpser nicht erklären. In diesem Sinne... @ H. v. Ohain: Sie haben grundsätzlich Recht. Aber dann soll die Industrie nicht immer so tun, als wenn sie den Umweltschutz erfunden hat. Im September werde ich mich auf der IAA umschauen und genau das vorfinden. Man kann den Kunden beeinflussen, siehe SUV. Warum nicht auch in die andere Richtung und dabei Geld verdienen? Frei nach dem Mot Practice what you preach.


Michael Martin

19.08.2011 - 12:46 Uhr

Klar, man kann einen Konzern nicht dafür verwünschen, dass er die Autos baut, die von den Leuten anscheinend gewünscht sind. Auch wenn ich diesen Wunsch aufgrund unserer klimatischen Probleme nicht nachvollziehen kann. Wir brauchen ein allgemeines Umdenken - unserer Kinder zuliebe. @Ferrari Owner Irgendwie muss man sein Gewissen ja beruhigen (sofern man eines hat). Klar, das CO² Problem ist eine Lüge und morgen werden unsere Kinder (aber solche haben Sie wohl nicht!?) vielleicht Wasserstoff atmen können, weil ihnen Kiemen gewachsen sind!?! Es ist schon beeindruckend, wie sehr sie Fakten ignorieren können, Herr Ferrari Owner. Ach übrigens, liebe Redaktion: Ich dachte Kommentare werden nur noch veröffentlicht, wenn diese mit VOLLEM NAMEN (KEINE PSEUDONYME) gekennzeichnet sind?


Johann Wiesheu

19.08.2011 - 16:23 Uhr

@ Ferrari owner: Na hoffentlich passen Sie mit ihren extrem dicken Eiern noch in die Plastikschalensitze ihrer italienischen Prollkisten. Mal im ernst- runter vom Gas und Ball flach halten, wenn der Planet ruiniert ist -geht uns (oder unseren Kindern) betrifft uns das alle und nicht nur einige wenige. Habe die Ehre und servus!


U. Gnuschke

20.08.2011 - 11:52 Uhr

Ich wage mal folgendes Statement. Wer so plakativ ein Alias benutzt wie "Ferrari Owner", der träumt wahrscheinlich davon. Sonst gäbe es hier auch Breitling-, Rolf Benz- oder Gucci-Owner. Mein Verdacht: "F.O." ist im dritten Lehrjahr - wahrscheinlich nicht einmal in unserer Branche - und macht gerne mal einen auf dicke Hose. Wenn Cayenne, dann bitte aber auch Turbo S. Denn das war der größte im Prospekt, den er von Händler gelenzt hat. "F.O." würde wahrscheinlich mit offener Hose durch die Gegend laufen - voraus gesetzt er hätte etwas drin. Ansonsten gebe ich H. Wempe recht. Und, lieber H. v. Ohain: Wenn die Autoindustrie schon Mrd. vom Staat bekommt, dass kann sie mehr tun als auf der IAA das grüne Gewissen zu beruhigen. Die Schubladen quellen wahrscheinlich über in den Entwicklungszentren. Aber mehr Geld verdient man mit Standardtechnik veredelten SUV à la Tiguan. Die Händler kriegen doch das in die Hütte gestellt, was der Hersteller verkaufen will.


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