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IFA-Kongress: Audi setzt langfristig auf Autohäuser

Audi-Chef Stadler: "Die Autohäuser bleiben das Herzstück des Verkaufs."

Für Konzernchef Rupert Stadler bleiben die Händler das "Herzstück des Verkaufs". Die digitale Welt sieht der Topmanager als Ergänzung bestehender Vertriebskanäle.


Datum:
17.10.2013
1 Kommentare

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Audi sieht die digitale Welt als Ergänzung bestehender Vertriebskanäle. "Wir werden langfristig mit unseren Händler-Partnern zusammenarbeiten", sagte Konzernchef Rupert Stadler beim 14. Tag der Automobilwirtschaft in Nürtingen. "Die Autohäuser bleiben das Herzstück des Verkaufs." Sie seien für die direkte Kommunikation mit den Käufern, für Zusatzleistungen und Service und damit für die Kundenbindung weiter wichtig: "Verkauf ist das eine, Werkstatt das andere."

Gleichwohl testet der Hersteller bereits neue Vertriebskonzepte und digitale Technologien. Das Konzept "Audi City" erprobt die Möglichkeiten des interaktiven, digitalen Showrooms. Nach London und Peking startet zum Jahreswechsel der dritte Store in Berlin. Die Kunden von morgen seien nicht nur maximal informiert, sondern forderten auch mehr Auswahl ohne sich dabei überfordert fühlen zu wollen, so Stadler. Der digitale Showroom mache auf kompaktem Raum die Modellpalette mit ihren vielfachen Konfigurationen individuell erlebbar. Kein Händler könne alle Möglichkeiten auf herkömmliche Weise in seinem Showroom zeigen. Die digitale Welt aber lasse sich künftig auch auf die Händlerebene herunterskalieren.

Asien/Pazifik bleibt Boomregion

Für den europäischen Markt sieht Stadler 2014 den Boden erreicht und eine leichte Besserung heranziehen. Der Markt werde sich aber erst Ende des Jahrzehnts erholt haben. Die Politik müsse aber das Wirtschaftswachstum stimulieren, damit die Selbstheilungskräfte zum Tragen kommen könnten. Den Kongressteilnehmern riet der Manager: "Nutzen Sie die Phase der Marktschwäche, um sich zukunftsfähig aufzustellen." Boomregion bleibt aus seiner Sicht weiterhin Asien/Pazifik. Mit 50 Millionen Neuzulassungen werde dort 2020 die Hälfte des Weltmarktes bedient.

Gleichzeitig bekannte sich Stadler zum Industriestandort Deutschland. Zwar baue Audi 2014 zum ersten Mal mehr Autos im Ausland als zu Hause, beschäftige aber hierzulande zwei Drittel seiner Mitarbeiter. Die Stammwerke Neckarsulm und Ingolstadt fungierten als "Paten" für neue Produktionsstandorte wie Mexiko oder Brasilien.

"Ökologische High-Performance"

Obwohl Audi zuletzt bei einigen Elektroauto-Projekten den Stecker zog, wollen die Ingolstädter Stadler das Innovationsfeld weiter besetzen. Stadler: "Eine Marke wie Audi muss ökologische High-Performance bieten. Wir glauben an Elektromobilität und werden dem Kunden stets das geben, was so ausgereift, alltagstauglich und bezahlbar ist, wie er sich das vorstellt." Als ein Beispiel nannte er den Plug-in Hybrid A3 e-tron, der auf Kurzstrecken mit dem Elektromotor emissionsfrei fährt und dank eines Benziners fast tausend Kilometer Reichweite besitzt. 

Der Tag der Automobilwirtschaft des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) gilt als einer der größten Autokongresse in Deutschland. In diesem Jahr informierten sich wieder rund 500 Teilnehmer über aktuellen Branchenentwicklungen. Themen waren unter anderem reale und virtuelle Kundenwelten, neue Vertriebsstrategien sowie die Erfolgsfaktoren des Autohandels. (se/rp)

Impressionen vom 14. Tag der Automobilwirtschaft finden Sie in der AUTOHAUS Online-Bildergalerie.


IFA-Kongress 2013

Bildergalerie

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KOMMENTARE


Müller

18.10.2013 - 07:10 Uhr

Audi scheint die Zeichen der Zeit bezüglich der Elektromobilität wohl nicht zu erkennen.Das freut den Wettbewerb!


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