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Importeur: Martin van Vugt verlässt Kia

Kia Deutschland braucht einen neuen Geschäftsführer. Martin van Vugt hat den Importeur verlassen.
© Foto: Auto-Medienportal.Net/Manfred Zimmermann

Der niederländische Automobilmanager geht auf eigenen Wunsch. Er stand seit 2011 an der Spitze der Vertriebsgesellschaft. In dieser Zeit feierte die koreanische Marke große Erfolge.


Datum:
12.08.2014
12 Kommentare

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Überraschung in Frankfurt: Kia Deutschland-Geschäftsführer Martin van Vugt hat den Importeur mit heutigem Datum verlassen. Die Trennung erfolge auf Wunsch von van Vugt, teilte die deutsche Kia-Tochter am Dienstag mit. Die Aufgaben des Chief Operating Officer (COO) habe bis auf weiteres Tom Ring, Direktor Vertrieb & Händlernetzentwicklung, übernommen.

"Kia Motors Deutschland dankt dem Manager für sein Engagement in den vergangenen Jahren", hieß es in einer knappen Mitteilung. Der Niederländer stand seit Februar 2011 neben Geschäftsführer (CEO) Jin Ha Kim an der Spitze der Landesgesellschaft. In dieser Zeit steigerte die koreanische Marke ihren Absatz in Deutschland um mehr als 50 Prozent und restrukturierte das Händlernetz (wir berichteten).

Kia reduzierte im vergangenen Jahr die Zahl der Händler um 30 Prozent, erweiterte aber zugleich das Netz um rund 60 neue Standorte. Das heißt: Weniger Partner haben mehr Betriebe mit dem Kia-Zeichen. Laut AUTOHAUS-Spezial "Händlernetze 2014" hat Kia aktuell 232 Vertriebs- und 306 Servicepartner.

Gegenläufige Entwicklung

Der Umbau brachte Absatzerfolge: Kia trotzte 2013 dem rückläufigen Automarkt in Deutschland und steigerte die Neuzulassungen um 1,6 Prozent auf 55.654 Einheiten – ein neuer Rekord. Der Marktanteil erreichte mit 1,9 Prozent ebenfalls einen neuen Bestwert. In diesem Jahr ist die Entwicklung bislang gegenläufig. Während der deutsche Gesamtmarkt wächst, schneidet Kia schlechter ab als im Vorjahr. 32.581 Autos per Juli bedeuten ein Minus von 5,1 Prozent.

Van Vugt hatte seine berufliche Laufbahn in der Rover Group begonnen. Ab 1985 war er Marketing Direktor von Land Rover und Rover Deutschland. Danach arbeitete er für Volvo und Mitsubishi. Vor seinem Wechsel zu Kia verantwortete er drei Jahre das Deutschland-Geschäft von Mitsubishi. (rp)

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KOMMENTARE


Kia-Kenner

12.08.2014 - 11:18 Uhr

Der Herr der 100.001 Zulassungen hat seine utopischen Ziele nicht erreicht. So weit wie heute war KIA schon vor diesem Wundermann. Nur - es mußten eine ganze Menge treuer und verdienter KIA - Partner dran glauben und die "neuen" großen Superhändler stehen auch auf der Stelle und haben den Hof voller Kunstzulassungen. Die "Verdienste" sollte man daher relativ bewerten. Diese hatte ein Herr Bade auch, zweifellos!!!


Nordlicht

12.08.2014 - 14:13 Uhr

Klasse gemacht - erst Mitsubishi, dann KIA. Ich habe ihn selbst erlebt. Große Sprüche, wenig Bezug zur Basis. Wo hat die geschätzte Redaktion die "Erfolge" ausgemacht? Ich kann sie nicht erkennen! Aber sicher wird durch diese überzogene Lobhudelei der Weg zum nächsten Importeur geebnet. Dort wird es dann genauso ablaufen. Mein Mitgefühl gilt jenen, die auf die Versprechungen eines Martin van Vugt kräftig investiert haben, 1000 Autos an ihren neuen Standorten verkaufen sollten/wollten und nun seit zwei Jahren bei nicht einmal der halben Stückzahl auf der Stelle treten.


Kia insider

12.08.2014 - 14:33 Uhr

Sowohl die gesamte Kia Belegschaft als auch die gesamte Händlerschaft wird den heutigen Tag feiern. (...) Schade, dass die koreanische Führung dies so lange geduldet hat. Dies hat die Marke nicht verdient.


SNQ

12.08.2014 - 18:53 Uhr

Auch wenn es kritische Punkte gibt, sollte man nicht die positiven Aspekte ausblenden. MvV hat auch einige Bereiche bei KIA deutlich professionalisiert.


Henrick V

12.08.2014 - 23:17 Uhr

Ich hatte das "vergnügen" mit Herrn Van Vugt zusammen zu arbeiten. (...) Die meisten Mitarbeiter bei Kia Deutschland und Kia Europa (Sitzen im gleichen Gebäude in Frankfurt) werden den Blick zum Himmel richten und Gott bedanken das er weg ist. Es kann nur besser werden.


K.D . SCHMITZ

12.08.2014 - 23:20 Uhr

In unserer aktiven Kia Zeit durfte Ich Herrn Thomas Bade unmittelbarernach seiner Berufung zum GF. Persönlich kennen lernen. Ich habe Ihn damals als Pro Händler eingestellt empfunden. Eine ähnliche Bewertung habe Ich über Herrn Van Vugt niemals gelesen. Mit einem Start gegen die etablierten Händler war noch kaum ein GF.erfolgreich. Wer dann auch noch, ohne nachzudenken, weiter auf Stückzahl Aktionismus setzt ebnet dem EU-HANDEL den Weg. Vielen Dank, Herr Van Vugt. K.D . Schmitz


Ehemaliger Kia Händler

13.08.2014 - 09:11 Uhr

Neue Händler wurden hoch gelobt von Herrn van Vugt und gefördert mit vielen Mitteln. Alt eingesessene Händler die die Marke dahin brachten wo sie heute ist blieben leider unter der Führung von Herrn van Vugt auf der Strecke und wurde in keinerlei Hinsicht gefördert. Viele dieser Händler hat Kia im Jahr 2013 verloren. Es wird dauern bis sich Kia von diesen Betriebsverlusten welches oftmals Familiengeführte Mittelstandsbetriebe waren die mit Herz und Seele Ihre Geschäfte tätigen erholt.


marvellous mick

13.08.2014 - 10:26 Uhr

(...). Kia steht dank MvV heute da wo es steht, nämlich bei einem Marktanteil der deutlich unter dem Wert der Modellpalette dauernd nach oben gelogen werden muss. Kia Deutschland steht aber dank seiner sehr engagierten Händler noch nicht am Abgrund. (...). Man betrachte nur, was aus "seinen" vorherigen Marken unter seiner Fuchtel geworden ist - defizitäre Pleiteunternehmen ohne Händlernetz. Die Kia-Händler werden sich freuen, dass MvV sich nun sicher aufmacht beim nächsten Importeur sein Unwesen zu treiben. Das kann für deren Geschäft nur dienlich sein. In diesem Sinne mein herzliches: "oranje bowen!"


Kia Händler

13.08.2014 - 10:30 Uhr

Glückwunsch!Jetzt können wir nur beim nächsten GF hoffen, dass auch kleinere Händlerbetriebe wieder davon profitieren.


Kia-Profi

13.08.2014 - 13:33 Uhr

Auch für einen Martin van Vugt gilt: Ohne ein motiviertes Händlernetz gewinnt man keine Marktanteile. Und welches Händlernetz ist schon motiviert, wenn der Importeur nur mit Druck, Zwang und finanziellen Strafen arbeitet?Sein Nachfolger wird viel Arbeit damit haben, das zerstörte Vertrauen der Kia-Händler zum Importeur wieder aufzubauen und die Unterstützung der Händler wieder zurück zu gewinnen. Keine leichte Aufgabe...


FJS

13.08.2014 - 18:18 Uhr

Hier hat man wieder einmal ein Beispiel: Der Geschäftsführer eines Importeurs oder Herstellers kommt für einen Zeitraum X (stellt alles einmal auf den Kopf) und verliert am Ende nur seinen Job. Der Händler haftet mit seinem Unternehmen und meistens auch noch mit seinem Privatvermögen. Und "solche" Geschäftsführer erklären uns dann was wir zu tun haben. Ich hoffe nur das Herr MvV alle "Mitbringsel" von seinem vorherigen Arbeitgeber auch wieder mitgenommen hat damit Ruhe und Kontinuität bei KMD einkehrt. Ich wünsche mir endlich Vertriebsprogramme mit denen wir nach vorne kommen und uns nicht selbst im Wege stehen. Wenn man dem Händler zuhört entstehen daraus ganz oft erfolgreiche Vertriebsprogramme wie man bei anderen Herstellern aktuell sehen kann.


KIA Händler

13.08.2014 - 21:55 Uhr

(...) Jetzt ist es an KMD die richtigen Signale an die Händler zu senden um die von MvV angerichteten Schäden im Netz und an der Marke zu reparieren! Es dürfte Jahre brauchen allein um das Vertrauen der Händler wieder zu gewinnen! Verdienste von MvV sind ausser den vorgenannten nicht vorhanden, die Einheiten wären auch ohne seine Aktivitäten und die seines teilweise völlig inkompetenten Gefolge abgesetzt worden.


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