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Insolvenz-Statistik: Brancheninsolvenzen weiter rückläufig

Laut den Berechnungen des Statistischen Bundesamts waren insgesamt 84 Betriebe zahlungsunfähig – 9,7 Prozent weniger als noch im Vorjahresmonat.
© Foto: Shutterstock / hfuchs

Laut den Statistischem Bundesamt waren insgesamt 84 Betriebe zahlungsunfähig – 9,7 Prozent weniger als noch im Vorjahresmonat. Während die Pleiten im Handel sanken, lief es für mehr Werkstätten schlecht.


Datum:
10.10.2011
1 Kommentare

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Auch im Juli 2011 ist die Zahl der Insolvenzen im Kfz-Gewerbe weiter gesunken. Laut den Berechnungen des Statistischen Bundesamts waren insgesamt 84 Betriebe zahlungsunfähig – 9,7 Prozent weniger als noch im Vorjahresmonat. Die Gläubiger-Forderungen summierten sich den Angaben zufolge auf 18,2 Millionen Euro. 178 Mitarbeiter waren von den Branchenpleiten betroffen. Es war der zehnte Monat in Folge mit rückläufigen Insolvenzzahlen im Kfz-Gewerbe.

Positiv gestaltete sich die Entwicklung in der Branche allerdings nur für die Handelsunternehmen. So meldeten Amtsgerichte 34 Autohaus-Insolvenzverfahren – 37 Prozent weniger als vor einem Jahr. Schlechter lief es hingegen für die Servicebetriebe. Bei den Werkstätten stieg die Zahl der Pleiten um 25 Prozent auf 35 an.

In den ersten sieben Monaten 2011 mussten 560 Unternehmen (Vorjahr: 741) mit insgesamt 1.595 betroffenen Mitarbeitern den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Das waren 24,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Handel waren von Januar bis Ende Juli 269 Autohäuser zahlungsunfähig (minus 29 Prozent). Im Segment Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen kamen 201 Betriebe finanziell in die Bredouille (minus 19,9 Prozent).

Verglichen mit der branchenübergreifenden Entwicklung in Deutschland kommt das Kfz-Gewerbe gut davon. So meldeten die deutschen Amtsgerichte im Juli 2011 insgesamt 2.504 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 9,3 Prozent weniger als im Juli 2010. In den Monaten Januar bis Juli 2011 wurden 17.751 Insolvenzen registriert (minus 7,7 Prozent). (se)

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KOMMENTARE


Michael Kühn

10.10.2011 - 18:57 Uhr

Man könnte diese "aufgedröselten" Zahlenwerte banal als "Marktbereinigung" abtun. Ebenso würde ich beim Autohandel zu der Aussage neigen, wenn bei einer annähernden Marktsättigung der "Kuchen" mittlerweile in größere "Bröckelchen" aufgeteilt werden kann , weil diverse bisherige "Tafelsgäste" nicht mehr teilnehmen können, werden die verbliebenen Tafelgäste eher auf überlebenssichernde Rationen zugreifen können. Das ist kein Wunder, sondern eine Zwangskäufigkeit. Bei den reinen Werkstattbetrieben würde ich diesen Zuwachs an Insolvenzen, auch teilweise als Konsequenz der Abwrackprämie betrachten. Auch eine Zwangsläufigkeit! Welche Klientel besucht z. B. reine Werkstattbetriebe und freie Werkstätten? Richtig: die Besitzer von alten Autos, welche in goßem Umfang im Rahmen der Abwrackprämie von kostenaufwendigen Reparaturen Abstand nehmen konnten. Hinzu kommt noch die gegenwärtige Geldknappheit für Wartung und Reparatur von den alten Autos, vgl. Tüv-Erhebungen, Mängelberichte. Nutzer von neuwertigen und hochwertigen Fahrzeugen; z. Leasingnehmer, Finanzierer usw. gehen in der Regel nach wie vor noch zu Ihrem vertrautem Handelsbetrieb mit angeschlossener Werkstatt. Was wollen uns also diese Erhebungen nun eigentlich mitteilen? Alles gut...? Weiter so, wie bisher? Wir sind auf dem richtigen Weg? Ich denke eher nicht, es wird weiterhin ein knallharter Wettbewerb / Überlebenskampf der betreffenden Marktteilnehmer stattfinden und es sollte sich jeder objektiv mit seinen zukünftigen realitätsnahen Kundenpotenzialen beschäftigen. Grundsolide und nicht mit Anleihen (7,75% Verzinsung) für, in der Vergangenheit bereits "verfeuertes Kapital" auf neue Luftschlösser bauen !


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