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Insolvenzbetrieb: Spindler rettet Sessner

Das Autohaus Spindler expandiert mit der Sessner-Übernahme in Mainfranken.
© Foto: Spindler

Die Würzburger Autohausgruppe ist neuer Eigentümer des VW-Insolvenzbetriebs in Kitzingen. Alle 109 Mitarbeiter haben damit eine langfristige Perspektive. Der Neustart erfolgt in der kommenden Woche.


Datum:
02.09.2011
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Zwei Monate nach Insolvenzantrag hat das Autohaus Sessner eine neue Perspektive: Die Würzburger Handelsgruppe Spindler übernimmt von diesem Freitag an (2. September) den VW/Audi-Betrieb in Kitzingen mit 109 Mitarbeitern und sämtlichen Ausbildungsverhältnissen. Wie das Unternehmen am Donnerstagabend mitteilte, werden die beiden Standorte an der "Mainstraße" (Verkauf und Service von Audi, VW und VW Nutzfahrzeuge) und "An der Staustufe" ("Gebrauchtwagenstadt") am kommenden Dienstag wiedereröffnet. Sowohl im Verkauf als auch im Service stünden die bewährten Ansprechpartner zur Verfügung, hieß es.

Spindler baut mit der Übernahme seine Präsenz in Mainfranken weiter aus. Der Betrieb in Kitzingen sei eine ideale Ergänzung zu den bisherigen Spindler-Standorten Würzburg und Kreuzwertheim, erklärte Geschäftsführer Christian Wieser. Die Autohausgruppe ist seit mittlerweile 92 Jahren im Geschäft. Aktuell werden an acht Standorten in Unterfranken und Thüringen Fahrzeuge der Marken Audi, Porsche, Skoda und VW vertrieben. Die Belegschaft zählt 420 Mitarbeiter.

Sessner hatte Ende Juni Insolvenzantrag gestellt (wir berichteten). Als Grund für die Zahlungsunfähigkeit nannte Autohauschef Jens Bergmann damals die Kündigung der Kredite durch die Volkswagen-Bank zum 31. Juli 2011. Die finanzielle Schieflage des Unternehmens ging auf Geschäfte mit Autovermietern in den Jahren 2007 und 2008 zurück. 11.000 Fahrzeuge hatten ein Minus von rund 30 Millionen Euro verursacht. Die kalkulierten Restwerte konnten später nicht mehr am Markt realisiert werden. VW habe diese Geschäfte mit Autovermietern gewünscht und finanziell subventioniert, hieß es.

Im vergangenen Jahr verkaufte Sessner nach eigenen Angaben 4.000 Neu- und 3.500 Gebrauchtwagen. Der regionale Marktanteil mit den Marken Audi und VW betrug 45 Prozent. Das Unternehmen existiert seit 1967. (rp)

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