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Insolvenzen: Konjunkturerholung verschafft Kfz-Betrieben Luft

Der Konjunkturaufschwung hat für einen kräftigen Rückgang bei den Kfz-Pleiten gesorgt. Ob der Trend anhält, ist fraglich.
© Foto: Shutterstock / hfuchs

Nach amtlichen Angaben schrumpfte die Zahl der Brancheninsolvenzen im ersten Halbjahr um über ein Viertel auf 476. Für Händler und Werkstätten ging es im Gleichschritt aufwärts.


Datum:
07.09.2011
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Der Konjunkturaufschwung hat im deutschen Kfz-Gewerbe für einen kräftigen Rückgang bei den Firmenpleiten gesorgt. Nach aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamts gab es im ersten Halbjahr 2011 476 Insolvenzverfahren von Autohäusern und Werkstätten in Deutschland. Das war ein Minus von 26,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Über alle Branchen hinweg mussten von Januar bis Juni 15.247 deutsche Unternehmen den Gang zum Insolvenzrichter antreten (minus 7,4 Prozent).

In der Kfz-Branche beliefen sich die voraussichtlich noch offenen Forderungen der Gläubiger den Statistikern zufolge auf 256,4 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2010 standen noch 369 Millionen Euro im Feuer. 1.417 Beschäftigte waren von den Kfz-Pleiten betroffen (1. Halbjahr 2010: 3.634 Mitarbeiter).

Die Zahl der insolventen Kfz-Händler schrumpfte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 27,7 Prozent auf 235 zusammen. Ähnlich positiv entwickelte sich der Bereich Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen: Dort betrug der Rückgang 25,6 Prozent (166 Insolvenzen).

Im Juni 2011 präsentierten sich vor allem die Service-Betriebe robust: 22 Pleiten bedeuteten ein Defizit von über einem Drittel (minus 35,3 Prozent) gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Wirtschaftszweig Handel standen 34 Unternehmen vor dem finanziellen Ruin. Das waren immerhin noch 12,8 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Zweites Halbjahr: Schuldenkrise schlägt durch

Dass sich das allgemeine Insolvenz-Tauwetter in Deutschland fortsetzt, bezweifeln Experten. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Schuldenkrise auf die Realwirtschaft durchschlage, sagte Christoph Niering, Vorsitzender des Insolvenzverwalterverbandes VID, am Mittwoch. "Erfahrungsgemäß verleiten Krisen wie diese die Banken zu mehr Zurückhaltung bei der Kreditvergabe." Der Fachmann rechnet daher ab Spätherbst mit einem Anstieg der Firmenzusammenbrüche. (rp)

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