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Internetanzeigen: Scout24 will an die Börse

Scout24-Chef Ellis sieht den richtigen Zeitpunkt für einen Börsengang gekommen.
© Foto: picture alliance / PR IMAGE/Daniel Mahon

2014 hatte die Autoscout24-Mutter noch kein Glück. Doch nun soll es mit dem IPO klappen. Mit den Einnahmen will das Unternehmen seinen Schuldenberg abbauen.


Datum:
07.09.2015
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Das Internet-Kleinanzeigenportal Scout24 nimmt einen neuen Anlauf an die Börse. Die Gruppe hat am Montag noch für dieses Jahr ein "Initial Public Offering" (IPO) an der Frankfurter Wertpapierbörse angekündigt. Der größte Teil des Emissionserlöses - die Finanzwelt rechnet mit bis zu einer Milliarden Euro - soll an die bisherigen Anteilseigner, die US-Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone sowie die Deutsche Telekom, fließen. Das Unternehmen selbst will durch die Ausgabe neuer Aktien mindestens 200 Millionen Euro einnehmen. Vor einem Jahr hatte Scout24 erste Börsenpläne wegen schlechter Stimmung am Aktienmarkt auf Eis gelegt.

"Gemeinsam mit unseren Aktionären und mit großem Einsatz haben wir Scout24 in jeder Hinsicht für eine erfolgreiche Zukunft positioniert", sagte Firmenchef Gregory Ellis. Jetzt sei "der richtige Zeitpunkt" für den Börsengang. Mit dem Nettoerlös der Erstpaltzierung wolle die Gruppe ihre Verschuldung abbauen, um die Finanzkraft und Eigenkapitalausstattung zu stärken sowie das Wachstum zu unterstützen. Nach Informationen des "Handelsblatts" steht Scout24 derzeit mit 950 Millionen Euro in der Kreide.

2014 hatte Scout24 einen Umsatz von 342 Millionen Euro erzielt. Der operative Gewinn (Ebitda) legte um fast die Hälfte auf 149 Millionen Euro auf. Im ersten Halbjahr 2015 kam man weiter voran: Der bereinigte Umsatz kletterte um 13 Prozent auf 187,6 Millionen Euro, das Ebitda um 36 Prozent auf 84,6 Millionen Euro.

Konzentration auf Kerngeschäft

Die Telekom hatte die Scout24-Gruppe Ende 2013 mehrheitlich an Hellman & Friedman verkauft. Ellis rückte im April 2014 an die Unternehmensspitze und startete einen großen Umbau. Dem fielen nicht nur hochrangige Manager zum Opfer, verkauft wurde auch die Partnersuche Friendscout24. Das Unternehmen konzentriert sich seitdem auf die Bereiche Immobilien und Auto sowie die Vermarktung von Kundendaten.

Laut Ellis zeigen die jüngsten strategischen Bemühungen Früchte. Mit der Verschlankung der Organisationsstrukturen und der Konzentration auf die Kerngeschäfte seien die Zukunftsaussichten weiter gefestigt worden, sagte er. Autoscout24 mache in Deutschland Fortschritte, den Abstand bei den Inseraten zu seinem lokalen Hauptkonkurrenten (Mobile.de; Anm. d. Red.) zu verringern. Zuletzt hatte die Fahrzeubörse den Außenverdienst verstärkt, neue Inseratsangebote eingeführt, das Preismodell angepasst sowie die Plattform für mobile Endgeräte optimiert (wir berichteten).

Europaweit ist Autoscout24 bereits die Nummer eins. Geschäftschancen sieht die Gruppe nach eigenen Angaben vor allem im grenzüberschreitenden Fahrzeughandel. So ist ein Start der Börse in Polen, dem größten Gebrauchtwagen importierenden Land Europas, geplant. (rp)

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