Der Präsident des Kfz-Gewerbes Nordrhein-Westfalen, Ernst-Robert Nouvertné, hat angesichts der dramatischen Branchensituation vor Panikmache gewarnt. In seiner Jahresbilanz am Donnerstag in Düsseldorf forderte Nouvertné "überlegtes Handeln und Reagieren sowie ein Fahren auf Sicht, damit wir diese Krise, bei allem was am Ende dabei herauskommt, auch als Chance nutzen zu können." Nordrhein-Westfalen wurde 2008 mehr gebeutelt als der Gesamtmarkt: Während im Bund mit 58.000 Einheiten nur 1,8 Prozent weniger zugelassen wurden als 2007, lag der Markt in NRW mit 588.901 Pkw 3,5 Prozent unter dem Vorjahr. Als Grund nannte Landespressesprecher Bruno Kemper, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise aus den USA zuerst in Nordrhein-Westfalen eingetroffen sei. Geholfen hat im bevölkerungsreichsten Bundeslang aber, dass die bis zur Jahresmitte gewährten staatlich geförderten zinsgünstigen Kredite für Speditionen zum Kauf neuer emissionsarmer Lastkraftwagen und der bis zur Finanzmarktkrise andauernde Boom im Transportgewerbe zu einem Zulassungsplus von 9,4 Prozent bei neuen Lkw geführt habe. Seit Oktober sei der Markt allerdings eingebrochen.
Kfz-Gewerbe NRW: Nouvertné fordert "Fahren auf Sicht"
Nach Ansicht des Landesverbandspräsidenten machen Verluste aus Leasingrückläufern ein neues Geschäftsmodell unabdingbar. Zuversichtlich stimmt den NRW-Verantwortlichen die Abwrackprämie.