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Kolben im Mercedes-Diesel: Stahl statt Alu

Mercedes V6-Diesel: links der Alu-, rechts der kleinere Stahl-Kolben
© Foto: Daimler

Eigentlich gilt Aluminium im Vergleich zu Stahl als der modernere Werkstoff für Motorteile. Mercedes greift nun aber in seinem V6-Diesel auf das veredelte Eisen zurück – aus gutem Grund.


Datum:
13.08.2014
1 Kommentare

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Mercedes-Benz ersetzt in seinem V6-Dieselmotor die Aluminium-Kolben durch Exemplare aus Stahl. Der Rückgriff auf das im Pkw seit Jahrzehnten aus der Mode geratene Material soll zunächst in der E-Klasse Verbrauch und Emissionen senken. Für einen späteren Zeitpunkt sind auch Vierzylindermotoren mit Stahl-Kolben angekündigt.

Das klingt zunächst widersprüchlich, da Stahl unter anderem schwerer ist als das Leichtmetall Aluminium. Doch die höhere Festigkeit des Werkstoffs erlaubt eine kompaktere Bauweise, was den Gewichtsnachteil nahezu ausgleicht. So sollen dann auch die Vorteile von Stahl zum Tragen kommen, etwa die gegenüber Aluminium geringere Wärmeleitfähigkeit, die höhere Temperaturen im Brennraum ermöglicht und so den Verbrauch senkt.

Zudem machten sich die schwäbischen Motorenentwickler die geringere Wärmeausdehnung zunutze, wodurch sie den Spalt zwischen Kolben und Zylinderwand verkleinern konnten, ohne die Reibung zu erhöhen. Das wiederum wirkt sich positiv auf den Schadstoffausstoß aus. Nicht zuletzt sollen geschmiedete Stahlkolben aufgrund ihrer hohen Festigkeit auch besser mit der kommenden Druckerhöhung im Dieselmotor klar kommen.

Verbrauch sinkt um 0,3 Liter

Als Verbrauchsvorteil gibt der Hersteller rund drei Prozent an. Vor allem im niedrigen und mittleren Lastbereich soll der Durst des Motors spürbar sinken. Nicht zuletzt dadurch begnügt sich der dann 190 kW / 258 PS starke Mercedes E 350 Bluetec ab September mit einem Normverbrauchswert von 5,0 statt wie bisher 5,3 Litern Kraftstoff. Die Preise dürften weiterhin bei rund 55.000 Euro für die Limousine starten. (sp-x)

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KOMMENTARE


Bdemeister

14.08.2014 - 08:41 Uhr

Also wie man mit Stahl Kolben bei einem Aluminium Motor bzw. Kurbelgehaeuse die Spalte einengen will ist mir ein Rätsel. Normalerweise wäre doch die Paarung Alu/Alu die richtige, um Spalte einzuengen.en sie gleichzeitig beim Kurbelgehäuse auf Stahl wechseln, würde ich es vestehen.


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