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Kongress: Erfolgsfaktor Mitarbeiter

Personal-Profis unter sich: Der 1. AUTOHAUS-Personalkongress war hochkarätig besetzt.
© Foto: Chrisitan Merten/AUTOHAUS Online

Am vergangenen Mittwoch fand in Königstein der erste AUTOHAUS-Personalkongress statt. Tenor der Veranstaltung: Die Zukunft im Autohandel wird über die Mitarbeiter entschieden.


Datum:
18.05.2012
4 Kommentare

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AUTOHAUS-Chefredakteur Ralph M. Meunzel und Co-Moderator Professor Ralf Mertens von der Fachhochschule Stralsund haben am vergangenen Mittwoch etwa 70 Teilnehmer zum ersten AUTOHAUS-Personalkongress in Königstein bei Frankfurt begrüßt. Diskutiert wurden auf der Tagung Strategien zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern vor dem Hintergrund des bereits einsetzenden Fachkräftemangels. Mertens sagte dazu: "Die Zukunft des Autohandels wird auf den Personalmärkten entschieden." Ähnlich sieht es auch Meunzel: "Man muss sich als Arbeitgeber profilieren." Weitere Diskussionsanstöße lieferten zahlreiche Expertenvorträge.

Konrad Weßner, Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens Puls, ging ebenfalls auf die Bedeutung eines professionellen Arbeitgebermarketings ein: "Wir haben ein großes Potenzial, das wir angehen müssen. Der Kunde kommt ja auch nicht von alleine." Tool24-Geschäftsführer Claus Reutter forderte mit Blick auf die steigende Bedeutung des Internets auch beim Personalrecruiting: "Wir müssen aufwachen, wenn es um das Personal geht." Aus seiner Sicht sind deshalb ein moderner Karrierebereich auf der eigenen Homepage, Facebook- und Xing-Profile sowie Stellenanzeigen in Jobbörsen Pflicht für jedes Unternehmen. Auch Berater Jörg von Steinaecker betonte die Bedeutung der Social Media bei der Personalsuche: "48 Prozent aller Facebook-Nutzer haben sich dort bereits nach einem Job umgeschaut." Seine Schlussfolgerung: "Wir müssen die richtigen Kandidaten auf den richtigen Kanälen ansprechen."

Nachwuchsstrategien speziell für den Handel rückte Birgit Behrens, Leiterin der Berufsbildung beim ZDK, in den Fokus. Praktika, Kooperationen mit Schulen, aber eben auch die bereits erwähnten neuen Medien böten Betrieben die Gelegenheit, junge Menschen anzusprechen und von Autoberufen zu überzeugen. Heiko Schmidt, Leiter Qualifizierung Handel bei Audi, appellierte an die Händler, sich den Veränderungen zu stellen: "Durch veränderte Umfeldbedingungen müssen Arbeitgeber ihren Auswahlprozess optimieren." Er stellte zudem Instrumente zum Personalcontrolling vor.

Mitarbeiter leistungsgerecht entlohnen

Oliver Bock aus dem Geschäftsfeld CGP bei TÜV Süd Auto Plus, fokussierte sich ebenfalls auf die Prozesse. Optimale Rahmenbedingungen und Prozessabläufe erlaubten den Mitarbeitern vor allem im Gebrauchtwagengeschäft die notwendige Konzentration auf die Kernaufgabe. Abschließend hob Mertens Instrumente der leistungsgerechten Entlohnung im Autohaus sowie die Mitarbeiterbeteiligung hervor: "Die materielle Mitarbeiterbeteiligung ist ein Modell der Zukunft."

Im Rahmen der Veranstaltung erfuhren die Teilnehmer auch weitere Details zur neuen Stellenbörse www.autojob.de. Das Stellenportal von Springer Automotive Media ist seit dem 9. Mai 2012 online und speziell auf die automobile Zielgruppe zugeschnitten. (cfm)

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in AUTOHAUS 11, das am 4. Juni 2012 erscheint. Impressionen vom 1. AUTOHAUS-Personalkongress finden Sie in unserer Bildergalerie!


1. AUTOHAUS-Personalkongress

Bildergalerie

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KOMMENTARE


Kurt Nürnberg

20.05.2012 - 13:02 Uhr

Was macht man eigentlich als langjähriger , 59 Jahre alt, Mitarbeiter, der Gas geben möchte aber nicht darf, weil er zum alten Eisen gehört? Die Diskreminierungen und dummen Sprüche der heutigen Schicki Micki Verkäufer Generation , die tun schon einem weh. Das RD im Verkauf ist ja schließlich nicht neu erfunden, nur die Einstellung der jungen preiswerten Generation ist teilweise erschreckend.Kurt@Nuernberg-koeln.de


Lutz Germann

21.05.2012 - 06:07 Uhr

Viele Fachkräfte haben in den letzten Jahren das Kfz-Gewerbe verlassen da der Leistungsdruck immer größer und die Lohnzahlungen immer bescheidener wurden.Dazu kommt oftmals noch ein schlechtes Arbeitgebergebaren mit "Wilde Sau" Mentalität. Kann nur jeden anraten das Kfz-Gewerbe zu verlassen !


Michael Kühn

21.05.2012 - 10:59 Uhr

Die Erkenntnis im og. Bericht ist nix Neues, - wer in den letzten Jahren einmal die Bedingungen, Anforderungen usw. an die potenziellen Mitarbeiter und gleichzeitig die materielle Gegenleistung (Gehaltbezüge) verfolgt hat, der weiß auch, dass das Personalproblem durchaus hausgemacht ist. Man suchte meistens die "eierlegende Wollmilchsau" zum Discouterpreis. (mit einem Hauptschulabschluß keine Chance, - es durfte sogar gerne Abitur sein.../ auch für z.B. Werkstattschrauber oder Lagerverantwortlichen mit Teamleiterperspektive)Auch wurden gerne überbezahlte Leiter eingestellt, die im Hinblick auf Mitarbeiterführung und Motivation kaum Fähigkeiten besaßen. Chef sein und "Macht haben" wollen viele, jedoch die damit verbundene Verantwortung will keiner haben. Was spricht z. B. gegen einen Berufserfahrenen mit über 50 Jahren, der wegen einer Insolvenz des vorherigen Autobetriebs arbeitslos wurde? Personalführung und die damit verbundene Verantwortung hat dieser bereits gelebt, was diese jungen "Pseudo-Gelehrten" nur von der Theorie her kennen. Wie schaut es bei den älteren Mitarbeitern aus, die Kinder im Ausbildungsalter haben und ab 45 Jahren aufwärts in ihrem Job seit vielen Jahren (wie hier schon öfter bemerkt wurde), auf ihrem Gehaltsniveau stehen blieben? Weil die Händler keine höheren Gehälter zahlen können, ständig ums Überleben bemüht, zu immer neuen Ivestitionen seitens der Hersteller gezwungen sind, wird eben woanders eingespart! Was wird dieser Mitarbeiter wohl seinen Kindern raten? : "lerne einen vernünftigen Beruf, bei dem man für seine Leistung entsprechend entlohnt wird". Bei diesem Thema sehe ich ganz klar auch die Hersteller in der Verantwortung !!!


Frank Fehling

21.05.2012 - 12:21 Uhr

Ich kann den beiden Kommentaren von Herrn Lutz Germann und von Herrn Kurt Nürnberg Recht geben. Die Automobilbranche möchte am Personal sparen,damit die Gewinne sprich Ihre Bilanzen gegenüber der Bankenwelt besser dargestellt sind. Gute bis sehr gute kompetente,gebildete,kommunikationsfähige Mitarbeiter/innen will und möchte die Automobilbranche gar nicht haben. In meiner sehr langjährigen Tätigkeit im Verkauf von Fahrzeugen und Dienstleistungen habe ich auch einige Testkäufe etc. getätigt. Viele haben gravierende Fehler begangen und das lag und liegt daran das die Führungskräfte nicht selbst in der Lage sind Fehler zu erkennen und sie schnellst möglich ab zu stellen. Die Führungskräfte die selbst Fehler machen,lassen sich nichts von den Mitarbeiter/innen was sagen. Sie können nur Kritik verteilen,aber selbst können sie keine Kritik ertragen bzw.einstecken. Die meisten Fehler machen die Führungskräfte nicht die Mitarbeiter. Ein Mannschaft ist nur so gut wie Ihr Trainer. Könnte darüber ein Buch schreiben was ich in dieser Branche live erlebt habe. Kommunikation,Organisation,Service,Dienstleistung ist das A und O.


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