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Leser fragen – Herke antwortet: Ihr Zugang zur Finanzwelt

Martin-Dieter Herke
© Foto: AUTOHAUS Online

Unternehmensberater Martin-Dieter Herke gibt wieder Tipps rund um Banken, Kredite und Finanzierungen. Das Thema der aktuellen Ausgabe von "Leser fragen – Herke antwortet": Grundschuld/Eigentümergrundschuld.


Datum:
17.02.2011
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Unternehmensberater Martin-Dieter Herke, Autor des monatlichen AUTOHAUS-Zinsspiegels, ist wieder mit wertvollen Tipps rund um Banken, Kredite und Finanzierungen am Start. Das Thema der aktuellen Ausgabe von "Leser fragen – Herke antwortet": Grundschuld/Eigentümergrundschuld.

Frage: Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen einer normalen Grundschuld und einer Eigentümergrundschuld?

Antwort: Normalerweise werden Grundschulden immer zu Gunsten der Bank im Grundbuch eingetragen. Beispielsweise "500.000 € Grundschuld mit 15 Prozent verzinslich zu Gunsten der xx-Bank". In diesem Fall ist eine Grundschuld zu Gunsten der Bank eingetragen.

Sie sollten überlegen, ob es für Sie nicht ratsamer wäre, anstelle einer Grundschuld über 500.000 Euro zu Gunsten der Bank vielleicht 5 x 100.000 Euro Grundschulden zu Ihren eigenen Gunsten – so genannte Eigentümergrundschulden – einzutragen. Sie werden flexibler, da Sie jeweils, wenn Sie einen Darlehensteilbetrag zurückgezahlt haben, auch von der Bank den entsprechenden Grundschuldbetrag wieder zurückholen könnten. Eigentümergrundschulden sind entweder notariell oder ortsgerichtlich abzutreten. Was gilt, ist Ländersache.

Frage: Welche Bedeutung haben die Grundschuldzinsen? Mein Banker sagt, dass sie für mich ohne Bedeutung wären, da ich ja den im Darlehensvertrag eingetragenen Zinssatz zu zahlen habe und nicht den Zinssatz, der in der Grundschuldbestellungsurkunde eingesetzt ist.

Antwort: Da die Grundschuld selbst mit 15 oder 18 Prozent Zinsen eingetragen wird, und Ihre Bank bei einer Zwangsverwertung die Grundschuldzinsen für bis zu vier Jahren fordern kann, geht die Grundschuldhaftung weit über den eigentlichen Grundschuldbetrag hinaus. Sie zahlen in der Tat "nur" den Zinssatz laut Kreditvertrag.

Wenn Sie eine Grundschuld über 500.000 Euro mit 15 Prozent Zinsen eingetragen haben, erstreckt sich die eigentliche Haftung bis auf 800.000 Euro (500.000 Euro + 4 x 15 Prozent = 60 Prozent von 500.000 Euro = 300.000 Euro + 500.000 Euro = 800.000 Euro). Lassen Sie das Instrument "Grundschuldzinsen" nicht ungenutzt für Ihr Sicherheitenkonzept. Wenn die Bank 500.000 Euro Grundschulden für 500.000 Euro Darlehen mit 800.000 Euro Haftungsumfang hat und Sie einen weiteren Kredit von 200.000 Euro benötigen, sollten Sie dafür keine weitere Grundschuld über 200.000 Euro bestellen, sondern sich darauf berufen, dass die Bank im Rahmen der Grundschuldzinsen bereits abgesichert ist. So sparen Sie die Kosten und den Aufwand für eine weitere Grundschuldbestellung. Setzen Sie dieses Argument auch ein, um einen höheren Blankokredit zu erhalten.

Brennen Ihnen auch Finanzfragen auf den Nägeln? Dann schicken Sie Martin-Dieter Herke einfach eine E-Mail: info@unternehmensberatung-herke.de

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